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03.12.2024 | (rsn) – Langsam aber sicher ist der Schwung, den die Olympischen Spiele 2012 in London dem britischen Straßenradsport gaben, aufgebraucht. Zwar stehen, Stand jetzt, 34 britische Profis im kommenden Jahr in WorldTeams unter Vertrag und damit so viele wie nie zuvor. Auch hoffnungsvolle Youngster wie Josh Tarling (Ineos Greandiers) oder Max Poole (dsm-firmenich – PostNL) sind am Start und haben den Staffelstab der Generation um Chris Froome, Mark Cavendish oder Geraint Thomas, die in den 2010er Jahren den Radsport dominierten, nun aber am Ende ihrer langen Karrieren stehen oder diese bereits beendeten, übernommen. Doch über das Strukturproblem, das auf den britischen Radsport zurollt, kann auch das nicht hinwegtäuschen.
Innerhalb der letzten zwei Wochen haben die beiden verbliebenen Kontinental-Teams von der Insel angekündigt, denn Betrieb zum Ende des Jahres einzustellen. Erst war es Trinity Racing, das diese Entscheidung treffen musste. Nun folgte gestern auch Saint Piran, dessen Antrag auf den Kontinental-Status vom britischen Radsportverband abgelehnt wurde. Vor allem wohl aufgrund von Finanzierungsproblemen. Doch sicher dürfte auch der Skandal um die chinesischen Rahmen, die das Team mit gefälschten UCI-Zulassungsaufklebern nutzte – eine Untersuchung des Falls durch die UCI läuft noch – eine Rolle gespielt haben.
Im vergangenen Jahrzehnt waren es mindestens fünf Konti-Teams pro Saison, die in Großbritannien gemeldet waren. Letztmals stand der britische Radsport 2004 ganz ohne ein solche Mannschaft da. Da auch in der ProTour mit One Pro Cycling zuletzt 2016 ein britischer Vertreter unterwegs war, ist im professionellen beziehungsweise semiprofessionellen Bereich einzig Ineos Grenadiers geblieben. Und auch das einstige Vorzeigeteam befand sich zuletzt auf dem absteigenden Ast. Wie lange Ineos dem Radsport noch treu bleibt, ist ebenfalls offen, nachdem Milliardär Jim Ratcliffe, Finanzier des Teams und CEO des Chemieunternehmens Ineos, offenbar das Interesse an der Sportart verloren hat und sich Anfang des Jahres in großem Stil bei den Fußballern von Manchester United eingekauft hat. Zuletzt ging es jedenfalls drunter und drüber im Management des Radteams, was sich in umfangreichen Personalrochaden ausdrückte.
Auch der Umstand, dass Ineos bei der Suche nach einem Development-Partner – wenn schon nicht der Wunsch nach einem eigenen Farmteam bestand – nach Deutschland ausweichen musste und künftig mit Lotto Kern - Haus PSD Bank zusammenarbeitet, spricht Bände. Dass sich die Briten für das deutsche Team entschieden, spricht zwar einerseits für die gute Arbeit in der Mannschaft von Florian Monreal, vor allem aber auch gegen die Alternativen auf dem heimischen Markt, die grundsätzlich wohl sicher zu bevorzugen wären, aber schlichtweg nicht mehr existieren.
Zumindest nicht im Moment. Denn es laufen bereits Initiativen, kurzfristig noch ein Team auf die Beine zu stellen, dass die britischen Farben vertreten soll. Federführend dahinter steht Harry Tanfield. Der 30-Jährige fuhr in dieser Saison für Saint Piran, war zwischen 2019 und 2021 auch bei drei verschiedenen WorldTeams unter Vertrag. Allerdings läuft ihm die Zeit davon. Die eigentliche Frist für die Meldung eines Konti-Teams ist am 1. Dezember abgelaufen, British Cycling würde aber eine Ausnahme machen.
"Ich habe mit BC gesprochen und sie waren sich einig, dass es eine Schonfrist geben kann. Wenn wir mit einem völlig neuen Team, das in keiner Weise mit Saint Piran zu tun hat, zu uns zurückkehren können, dann würden sich sich diese Bewerbung ansehen und sie in Betracht ziehen", hatte Tanfield jüngst gegenüber Cyclingnews gesagt. "Wir haben zwei Wochen Zeit, um zu versuchen, unser Bestes zu geben. Es ist nicht so, dass alle Verträge bis zum 6. Dezember abgeschlossen sein müssen, aber es muss Grundsatzvereinbarungen und Absichtserklärungen geben."
Tanfield sprach darüber hinaus und einer Welle der Unterstützung, die sich ihm offenbart hätte, um das Projekt umzusetzen. Er hoffe, mindestens 250.000 britische Pfund (rund 300.000 Euro) einsammeln zu können, um ein auf Europa beschränktes Rennprogramm finanzieren zu können. Tanfield zeigte sich dabei guter Dinge, er habe “bereits einige vielversprechende Gespräche geführt“.
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