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08.07.2023 | (rsn) - Mads Pedersen (Lidl – Trek) hat in Limoges die 200,7 Kilometer lange 8. Etappe der Tour de France gewonnen. Der Ex-Weltmeister setzte sich im Bergaufsprint knapp vor Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck) und Wout van Aert (Jumbo – Visma) durch. Überschattet wurde die Etappe durch das Aus von Mark Cavendish (Astana Qazaqstan), der 60 Kilometer vor dem Ziel gestürzt war und mit einem Schlüsselbeinbruch aufgab. Das Gelbe Trikot behielt Jonas Vingegaard (Jumbo – Visma).
Für Pedersen war es nach der 13. Etappe im Vorjahr in Saint-Etienne der zweite Tour-Etappensieg seiner Karriere.
"Es fühlt sich gut an, hier mal vor der 13. Etappe zu gewinnen", sagte der 27-jährige Däne im Sieger-Interview freudestrahlend. "Ich wollte ein paar Mal in die Gruppe, aber sie wollten uns nicht fahren lassen. Wir wussten am Morgen nicht, ob es eine Fluchtgruppe schafft oder auf einen Sprint hinausläuft. Aber die Sprinterteams wollten es den Ausreißern nicht gönnen. Also habe ich dann versucht, Energie zu sparen."
Das war am Ende für den langen Bergaufsprint von Limoges Gold wert, wie sich herausstellte. "Ich wusste auf der Linie, dass ich gewonnen hatte, aber Mann, war das ein harter Sprint! Das Bergaufstück hat für Schmerzen gesorgt und 50 Meter vor dem Ziel wollte ich mich schon hinsetzen. Jasper kam von hinten und am Ende ist es egal, ob es zwei Meter sind oder ein Zentimeter."
Hinter dem Dänen und den beiden Belgiern kam Dylan Groenewegen (Jayco - AlUla) vor seinem niederländischen Landsmann Nils Eekhoff (DSM - firmenich) auf den vierten Rang. Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) wurde mit einigen anderen Sprintern in den Hügeln vor Limoges abgehängt und beendete seinen 29. Geburtstag mit 6:38 Minuten Rückstand auf dem 141. Platz.
Pedersen äußerte sich in seinem Sieger-Interview auch zum dramatischen Sturz-Aus von Mark Cavendish (Astana Qazaqstan): "Für mich war es immer ein Genuss mit Mark zu fahren. Ich hatte eine gute Verbindung mit ihm. Es ist schade, wenn eine Legende die Tour so verlassen muss", so der Däne. Cavendish war 60 Kilometer vor Schluss gestürzt und verließ die Tour mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch im Krankenwagen.
Nach dem Aus von Cavendish kam es auch sechs Kilometer vor Schluss noch zu einem weiteren Sturz im Feld, in den unter anderem Simon Yates (Jayco - AlUla), Mikel Landa (Bahrain Victorious) und Steff Cras (TotalEnergies) involviert waren.
Crass musste wie Cavendish mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch aufgeben, Yates und Landa erreichten das Ziel mit je 47 Sekunden Rückstand auf Tagessieger Pedersen. Dadurch verlor Yates seinen vierten Gesamtrang an Carlos Rodriguez (Ineos Grenadiers) und ist jetzt Sechster im Kampf um Gelb.
Während Vingegaard das Gelbe Trikot des Gesamtführenden verteidigte, baute Philipsen als Tageszweiter seine Führung in der Punktewertung um das Grüne Trikot weiter aus.
Außerdem blieb Neilson Powless (EF Education – EasyPost) Träger des Bergtrikots und Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) ist weiterhin im Weißen Trikot des besten Jungprofis unterwegs. Die Mannschaftswertung führt Jumbo – Visma an.
Bei Rückenwind begann das 200,7 Kilometer lange Teilstück mit sehr hohem Tempo und zahlreichen Attacken. 22 Kilometer wurden allein in den ersten 20 Minuten bereits zurückgelegt, bevor dann endlich etwas Ruhe einkehrte und sich ein Trio mit Tim Declercq (Soudal – Quick-Step), Anthony Delaplace (Arkéa – Samsic) und Anthony Turgis (TotalEnergies) löste. Die drei Spitzenreiter fuhren schnell vier Minuten heraus, weil im Hauptfeld nun völlig die Luft raus war, bis Intermarché – Circus – Wanty die Verantwortung für die Nachführarbeit übernahm.
Die belgische Mannschaft hielt den Abstand dann lange recht konstant und ließ ihn nur noch leicht weiter anwachsen, so dass nach 80 Kilometern am Zwischensprint fünf Minuten auf der Uhr standen. Dort dann sicherte sich Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck) vor Jordi Meeus (Bora – hansgrohe) die 13 Punkte für Rang vier im Hauptfeld, während an der Spitze Delaplace die 1.500 Euro als Erster mitgenommen hatte.
Nach dem Zwischensprint entstand kurz Hektik, weil die zehn Mann, die sich vom Hauptfeld gelöst hatten, kurzzeitig durchzogen – mit dabei auch Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck). Jumbo – Visma reagierte und fuhr mit Vollgas hinterher, so dass die Situation aber schnell bereinigt war. Doch auch danach blieben die Gelbschwarzen an der Spitze des Feldes und bestimmten gemeinsam mit Alpecin – Deceuninck das Tempo, um den Abstand zum Ausreißer-Trio unter Kontrolle zu halten.
Das Profil der 8. Etappe der Tour de France | Foto: ASO
Mit vier Minuten Vorsprung für Declercq, Delaplace und Turgis ging es auf die letzten 100 Kilometer, doch als Lidl – Trek und Cofidis am Fuß der ersten Hügel gut 70 Kilometer vor Schluss in die Nachführarbeit einstieg, begann der Vorsprung weiter zu schmilzen.
Knapp 60 Kilometer vor dem Ziel aber kam es zum Drama: Als im Hauptfeld ein kleiner Stau entstand, stürzte Mark Cavendish (Astana Qazaqstan) im hinteren Teil des Feldes und hielt sich auf dem Boden liegend sofort die Schulter. Nach kurzer Untersuchung der Tour-Ärztin stand er auf und stieg in den Krankenwagen – den Tränen nah. Die Tour-de-France-Karriere von Cavendish war vorbei.
Dessen ungeachtet ging das Rennen natürlich weiter und das Feld verkürzte den Vorsprung zur Spitze auf 1:45 Minuten, bevor Kasper Asgreen (Soudal – Quick-Step) 37 Kilometer vor dem Ziel attackierte und allein versuchte, zu seinem Teamkollegen Declercq vorzuspringen. Nach 15 Kilometern zwischen Spitze und Hauptfeld aber fiel der Däne wieder in selbiges zurück.
Das Ausreißer-Trio erreichte die 20-Kilometer-Marke noch mit 50 Sekunden Vorsprung und Turgis ließ im Anstieg zur Cote de Masmont (4. Kat.) 16,5 Kilometer seine beiden Begleiter stehen. Sieben Kilometer später rettete sich der Franzose noch mit zehn Sekunden Vorsprung über die Cote de Condat-sur-Vienne (4. Kat.), kurz danach aber wurde er als letzter Ausreißer unter dem Tempodiktat von Jumbo – Visma gestellt.
Sechs Kilometer vor dem Ziel kam es im Feld noch zu einem Sturz, in den auch Mikel Landa (Bahrain Victorious) und Simon Yates (Jayco – AlUla) sowie Stef Cras (TotalEnergies) verwickelt waren. Während Cras die Tour aufgeben musste, konnten Yates und Landa zwar weiterfahren, erreichten das Etappenziel aber erst 47 Sekunden nach Tagessieger Pedersen.
Der zeigte auf der langen, ansteigenden Zielgeraden einen beeindruckenden Sprint und duellierte sich mit Philipsen um den Sieg. Van Aert hatte zwar die höchste Endgeschwindigkeit, kam aber von zu weit hinten, weil er blockiert wurde, als sein Anfahrer Christophe Laporte ausscherte und genau in diesem Moment Mathieu van der Poel an ihm vorbeifuhr und den Sprint von Philipsen lancierte.
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