Heijboer: “Man sollte ihn nicht abschreiben“

Van Aert nach Blinddarmentzündung noch nicht zurück in Top-Form

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Wout Van Aert (Jumbo - Visma, rechts) | Foto: Cor Vos

15.06.2021  |  (rsn) - Wout Van Aert (Jumbo – Visma) kämpft nach seiner Blinddarmentzündung und der damit verbundenen Operation weiter um seine Tour de France-Form. Das hat Jumbo – Visma-Trainer Mathieu Heijboer in einem Gespräch mit Het Laatste Nieuws erklärt:

"Diese Blinddarmoperation war ein dicker Strich durch unsere Rechnung. Wout war damit beschäftigt, nach den Klassikern wieder neu Form aufzubauen. Er sollte mit uns in die Sierra Nevada (Höhentrainingslager im Mai, Anm. d. Red.) gehen und dann die Dauphiné fahren. Stattdessen saß er zuhause und konnte nichts tun. Das spürt er immer noch. Er ist sicher nicht dort, wo wir es uns normalerweise erhofft hätten", so Heijboer.

Das, was Van Aert nach der ersten Woche kompletter Ruhe, die auf die Operation folgte, auf dem Rad machen konnte verdiene den Name 'Training' nicht, erklärte der Coach. "Seine Bauchmuskeln wurden aufgeschnitten. Das hat sich auf seinen ganzen Körper ausgewirkt. Es ist nicht nur, dass er still saß, sondern sein ganzer Körper brauchte Zeit, um zu heilen. Das hat eine gute Vorbereitung zunichte gemacht", erklärte Heijboer, der aber trotzdem noch Hoffnung hat, in zehn Tagen einen starken Wout Van Aert in Brest an den Start der Frankreich-Rundfahrt schicken zu können.

"Wout hat schon viele besondere Dinge getan, die wir nicht für möglich hielten. Wir haben großes Vertrauen in ihn. Das erste Tour-Wochenende wird zeigen, ob die Aufholjagd erfolgreich war. Man solle ihn nicht abschreiben."

Vor dem Tour-Start wird Van Aert am kommenden Wochenende noch das Straßenrennen der Belgischen Meisterschaften bestreiten. Eine Woche später soll er dann gleich zu Beginn der Frankreich-Rundfahrt glänzen – das hatte man ursprünglich zumindest gehofft. Denn die beiden Auftaktetappen nach Landerneau und zur Mur-de-Bretagne dürften ihm mit ihren ansteigenden Finals sehr gut liegen.

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