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20.10.2017 | (rsn) - Der italienische Zweitdivisionär Bardiani-CSF sieht sich mit dem dritten Dopingfall in dieser Saison konfrontiert. Nachdem im April bereits Stefano Pirazzi und Nicola Ruffoni auf menschliche Wachstumshormone bildende Peptide (GHRP -(Growth Hormone Releasing Peptides) getestet worden waren, wurde bei Michael Bresciani laut einer Meldung der Gazzetta dello Sport bei einer Kontrolle im Rahmen der Italienischen Meisterschaften ein verbotenes Diuretikum (harntreibendes Mittel) festgestellt.
Der 22 Jahre alte Italiener war erst nach der Entlassung seiner des Dopings überführten Landsleute am 1. Juni verpflichtet worden. Das Straßenrennen der Nationalen Meisterschaften am 25. Juni war sein erster Einsatz für sein neues Team - und zugleich auch der bishe letzte.
Bresciani bestritt eine betrügerische Absicht und machte für den positiven Test ein Medikament verantwortlich, das seine Mutter mit den Mahlzeiten zu sich nehme. Bei der Zubereitung des Essens müsse eine Tablette versehentlich in seinen Teller geraten sein, lautete seine Erklärung. "Ich habe nichts Falsches getan“, betonte Bresciani, der übrigens vom Radsportweltverband UCI noch nicht suspendiert worden ist. In Absprache mit Bardiani-CSF hatte er im August in eine teaminterne Suspendierung eingewilligt.
"Die UCI untersucht den Fall. Der Test ergab eine winzige Menge und deshalb muss die UCI noch über eine Suspendierung entscheiden ", sagte Bardiani-CSF-Manager Roberto Reverberi der italienischen Website spaziociclismo. Der Italiener fügte noch an, dass man ein Video an den Weltverband geschickt habe, in dem zu sehen sei, wie die Mutter ihre Tabletten auf einem Schneidebrett zerteile.
Sollte Bresciani verurteilt werden, droht seinem Team eine bis zu zwölfmonatige kollektive Sperre. Nach den Fällen Pirazzi und Ruffoni war Bardiani-CSF bereits vom 14. Juni bis zum 14. Juli von allen Rennen ausgeschlossen gewesen. Allerdings durften die Fahrer inklusive Bresciani Ende Juni an den Italienischen Meisterschaften teilnehmen.
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