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23.09.2017 | (rsn) - Peter Sagan kann am Sonntag im norwegischen Bergen WM-Geschichte schreiben. Der Slowake wäre der erste Fahrer, der drei Mal in Folge das Straßenrennen gewinnen würde. Doch die Vorzeichen für die Titelverteidigung stehen nicht gerade gut.
Denn Sagan schlug sich die letzten Tage mit einer fiebrigen Erkältung herum, weshalb er am vergangenen Sonntag seine Teilnahme am Mannschaftszeitfahren absagen musste. "Ich war die letzte Woche etwas krank, also werde ich nicht in Bestform sein. Ich werde mein Bestes geben und schauen, wie es läuft", erklärte der zweimalige Weltmeister am Samstag auf der Pressekonferenz.
Während die Belgier, die mit Greg Van Avermaet und Philippe Gilbert zwei seiner schärfsten Rivalen stellen, bereits am Donnerstag den 19,1 Kilometer langen Rundkurs abfuhren, verzichtet Sagan sogar auf eine Besichtigung. "Wir fahren den Rundkurs elf Mal, richtig? Man hat also genügend Zeit, sich ihn anzuschauen. Ich könnte mir ihn heute noch anschauen, aber das werde ich nicht tun", sagte der Slowake.
Trotz nicht idealer Vorbereitung - Sagan musste drei Tage komplett pausieren und fing danach erst langsam mit dem Training an - zählt der 27-Jährige am Sonntag zu den großen Favoriten. Druck - vor allem wegen des möglichen Rekords - will sich der Titelverteidiger aber nicht machen. "Ich mag nicht darüber sprechen, dass ich Geschichte schreiben kann oder was in der Zukunft passiert. Was passieren soll, wird passieren. Ich habe jedenfalls nichts zu verlieren", gab sich Sagan betont locker.
Als Hauptrivalen sieht er neben Van Avermaet und Gilbert auch die beiden Norweger Edvald Boasson Hagen und Alexander Kristoff. Dazu kommen Michal Kwiatkowski und Michael Matthews. "Nach 267 Kilometern und sieben Stunden Rennzeit kann alles passieren. Die letzten beiden Runden werden zählen. Ich werde mich nicht auf ein spezielles Szenario vorbereiten oder eines ausschließen. Es gilt einfach, im entscheidenden Moment da zu sein", sagte Sagan abschließend.
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