Hushovd & Co. überzeugen bei Polen-Rundfahrt

BMC mit intaktem Teamgeist zurück in die Erfolgsspur

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Thor Hushovd (BMC) nach seinem Sieg auf der 3. Etappe der Österreich-Rundfahrt. | Foto: Mario Stiehl

31.07.2013  |  (rsn) – Nach der Pleite bei der Tour de France und der danach erfolgten Trennung von Teamchef John Lelangue findet die BMC-Equipe wieder zurück in die Erfolgsspur. Ende Julit gewann Greg Van Avermaet zwei Etappen und die Gesamtwertung der Tour de Wallonnie. Am Dienstag sicherte sich Thor Hushovd die 3. Etappe der Polen-Rundfahrt und feierte seinen bereits vierten Saisonsieg.

Damit setzt der mittlerweile 35 Jahre alte Norweger seinen Aufwärtstrend der vergangenen Monate fort, nachdem er im vergangenen Jahr – seinem ersten bei BMC – aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen weit hinter den Erwartungen zurück und ohne Sieg geblieben war. Angesichts der dürftigen Vorstellung des Tour-Aufgebots stellt sich auch die Frage, ob es nicht ein Fehler war, Leute wie Hushovd, Van Avermaet, den Schweizer Mathias Frank oder auch den jungen Deutschen Dominik Nerz nicht mit nach Frankreich genommen zu haben.

Frank, der bei der Österreich-Rundfahrt gleich zwei Etappen gewann, und Nerz stellten sich am ersten Tag auf polnischem Territorium selbstlos in den Dienst des Kapitäns – ebenso wie die beiden Italiener Marco Pinotti und Ivan Santaromita sowie der US-Amerikaner Taylor Phinney, der Hushovd schließlich den Sprint anzog. Der wusste dann auch, bei wem er sich zu bedanken hatte.

Taylor Phinney hat einen guten Job gemacht, genauso wie das ganze Team. Ich freue mich sehr über diesen Sieg. Ich war heute sehr zufrieden und das Team hat mir vertraut. Das hat mir viel geholfen“, erklärte der Weltmeister von 2010, der im Finale lange im Windschatten von Mark Renshaw (Belkin) blieb und erst auf den letzten Metern am Australier vorbei zog.

Auch der Sportliche Leiter Fabio Baldato war mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden, zumal jeder Einzelne angesichts der UCI-Vorgabe von nur sechs Fahrern pro Aufgebot mehr Arbeit zu schultern hatte. „Marco Pinotti und Mathias Frank haben die Hauptarbeit bezüglich der Verfolgung der Ausreißer übernommen. Ich habe mir Sorgen gemacht, dass sie zu hart arbeiten würden“, erklärte der Italiener. „Aber wir waren im Finale präsent mit Dominik Nerz, Ivan Santaromita und Taylor Phinney, die den Sprint angezogen haben."

Ein ähnliches Szenario könnte sich auf der heutigen 4. Etappe ergeben, mit 231 Kilometern von Tarnow nach Katowice die längste der 70. Tour de Pologne. „Ich glaube, dass es wieder zu einem Massensprint kommt“, meinte Hushovd, der sich aber auch stark genug fühlt, um auf den weiteren, anspruchsvolleren Abschnitten ganz vorne landen zu können. „Es folgen auch ein paar schwerere Etappen, das könnte mir liegen. Es kommen also noch interessante Tage“, so der Norwegische Meister, der nach seinen jüngsten Erfolgen voller Selbstbewusstsein steckt und auf ein gut finktionierendes Team bauen kann, wie der 23 Jahre alte Phinney betonte.

Dass nur sechs statt acht Fahrer erlaubt seien, hätte das Team zudem enger zusammen geschweißt. „Wir sind glücklich und motiviert. Ivan Santaromita kämpft um eine Top-10-Position in der Gesamtwertung. Wir arbeiten alle hart für einander und haben gemeinsam eine tolle Zeit", so der US-Amerikaner, der heute wieder als letzter Mann vor Hushovd aktiv werden soll.

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