Tour de Pologne:Spitzenreiter nach Italien-Auftakt

Majka: Im Gelben Trikot und mit Stolz in die polnische Heimat

Von Von unserem Korrespondeten Wolfgang Brylla

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Rafal Majka (Saxo-Tinkoff) im Gelben Trikot der Polen-Rundfahrt | Foto: ROTH

29.07.2013  |  (rsn) - Ob Rafal Majka seine Führung in der Gesamtwertung der Polen-Rundfahrt auch in der Heimat wird verteidigen können? Auf der gestrigen 2. Etappe der Tour de Pologne, die auf dem legendären Passo Pordoi endete, belegte der junge Kapitän der dänischen Mannschaft Saxo-Tinkoff Platz vier und sicherte sich somit das Gelbe Trikot.

Schon vor dem Start zur zweiten und letzten Dolomiten-Etappe kündigte der 23-jährige Pole an, keine kleinen Brötchen backen, sondern voll angreifen zu wollen. In die Quere kam ihm allerdings eine sehr starke 16-köpfige Ausreißergruppe, in der unter anderem Vincenzo Nibali (Astana), Tomasz Marczynski (Vacansoleil-DCM), Bartosz Huzarski (NetApp-Endura) und vor allem Christophe Riblon (Ag2r) zu finden waren. Im Schlussanstieg ließ dann Riblon, der in diesem Jahr schon die Königsetappe der Tour de France hinauf auf Alpe d'Huez für sich entschieden hatte, seine Gegner stehen und feierte überlegen seinen zweiten Saisonsieg.

,,Ich wollte diese Etappe gewinnen, aber es ist anders gelaufen als gewünscht. Zum Glück haben wir das Trikot in unserem Team. Ich wollte schon früher angreifen, aber es kam ein bisschen anders“ erzählte Majka. „Mich erfüllt Stolz, dass ich als Pole nach Polen mit dem Leadertrikot anreisen werde. Ich werde alles mögliche tun, um die Führung zu verteidigen", kündigte der Siebte des Giro d'Italia Siebter an.

Dagegen hatte der bisherige Gesamtführende Diego Ulissi hatte dagegen mit völlig anderen Problemen zu kämpfen. ,,Ich wolle mit den Besten ins Ziel kommen, aber unterwegs hatte ich Muskelkrämpfe. Es war kein guter Tag für mich", sagte der Italiener vom Team Lampre- Merida.

Im Gegensatz zu Ulissi ist dessen Landsmann Ivan Basso mit dem bisherigen Verlauf der 70. Polen-Rundfahrt zufrieden. Nach zwei Bergankünften ist der erfahrene Kapitän der Equipe Cannondale Elfter in der Gesamtwertung, mit einem Rückstand von nur 20 Sekunden auf Majka. ,,Es freut mich, dass meine Formkurve nach oben zeigt", sagte der 35 Jahre alte Basso, der in dieser Saison wegen gesundheitlichen Problemen noch nicht zum Zug kam. ,,Die Polen-Rundfahrt würde ich gerne unter den besten Fahren beenden, bis jetzt läuft alles gut. Ich hoffe nur, dass es so weiter gehen wird. Ob ich später an der Spanien-Rundfahrt teilnehmen werde, ist noch zu früh, um etwas Konkreteres darüber zu sagen", fügte Basso an.

Heute haben die Fahrer (Hitze-)frei. In Krakau herrschen fast tropische Temperaturen, die Thermometer zeigen über 35 Grad. Die Zeit zur Regeneration können die Profis nach dem schweren Auftakt wohl sehr gut gebrauchen, denn morgen steht die zweitlängste Etappe der diesjährigen Tour de Pologne an von Krakau nach Rzeszow (226 km) an, auf der höchstwahrscheinlich die Sprintermannschaften das Wort haben werden.

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