Fahrer des Tages / 18. Etappe

"King Cav" meldet sich zurück!

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Mark Cavendish (Sky) lässt sich nach seinem Sieg auf der 18. Tour-Etappe feiern | Foto: ROTH

20.07.2012  |  Brive-la-Gaillarde (dapd/rsn) - André Greipel (Lotto Belisol) verschwand enttäuscht und wortlos im Teambus, sein Erzrivale Mark Cavendish (Sky) dagegen hüpfte dagegen losgelöst über den regennassen Asphalt und fiel nach seinem triumphalen Comeback dem designierten Toursieger Bradley Wiggins um den Hals.

Acht Tage vor dem olympischen Straßenrennen hat sich der britische Weltmeister mit einem überlegenen Sprintsieg auf der 18. Etappe der Tour de France zurückgemeldet und seine Ambitionen auf die Goldmedaille in London untermauert.

"Ich bin früh in den Wind, so hatte ich es geplant. Ich habe mich sehr gut gefühlt und wusste, dass ich es heute schaffe", sagte der überglückliche Cavendish. Auf dem 222,5 Kilometer langen Teilstück von Blagnac nach Brive-la-Gaillarde hatte der Brite 600 Meter vor dem Ziel angetreten, stellte die letzten Ausreißer persönlich und vollendete unwiderstehlich mit zwei Radlängen Vorsprung vor dem Australier Matthew Goss (Orica-GreenEdge) und dem Slowaken Peter Sagan (Liquigas-Cannondale).

Cavendish hatte es trotz des regnerischen Wetters überhaupt nicht eilig, ins Trockene zu kommen. Jedem einzelnen Teamkollegen dankte der zuweilen exzentrische Sprintstar persönlich, besonders innig fielen die Umarmungen für Bradley Wiggins und Edvald Boason Hagen aus, die Cavendish den Sprint angezogen hatten.

Als Krönung gab es schließlich hinter der Bühne für die Siegerehrung den Handschlag vom französischen Staatspräsidenten Präsident Francois Hollande. Das alles war Belohnung für zwei harte Wochen, in denen der 27-Jährige nur eine untergrordnete Rolle bei Sky spielte, denn für die Briten ging es um nichts weniger als den Tour-Sieg.

"Es ist unglaublich. Ich habe mit Ungeduld auf einen Sprint gewartet, denn wir hatten in diesem Jahr nicht viele. Am Ende war es sehr eng, weil noch Ausreißer vorn waren, aber das Team hat das Finish perfekt eingeleitet und Brad hatte alles genau ausgerechnet, um sie auf dem letzten Kilometer einzuholen. Dann hat Edvald mir geholfen und ich konnte angreifen", so Cavendish, der jetzt auch am Sonntag zuschlagen will.

"Eine Chance gibt es noch. Auf den Champs Elysees wird es ein Spektakel geben", versprach Cavendish.


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