"Unschuldsvermutung gerechtfertigt"

Bruyneel glaubt Fränk Schleck

Foto zu dem Text "Bruyneel glaubt Fränk Schleck"
Johan Bruyneel erhält Rückendeckung von RadioShack-Nissan. | Foto: ROTH

19.07.2012  |  Brüssel (dapd) - RadioShack-Teamchef Johan Bruyneel ist von der Unschuld seines positiv auf ein Entwässerungsmittel getesteten Fahrers Fränk Schleck überzeugt. "Ich glaubte Fränk, als er seine Unschuld erklärt hat. Die Art der Substanz und die geringe Menge rechtfertigen die Unschuldsvermutung", schrieb der Belgier, gegen den in den USA selbst eine Dopinganklage läuft, in seinem Blog.

Gleich nach dem Bekanntwerden des positiven Befundes habe er mit dem 32-Jährigen telefoniert. Seine Stimme habe alles gesagt. "Er war schockiert, am Boden zerstört, wütend und verwirrt", so Bruyneel, der in der Vergangenheit nicht gerade auf einer Wellenlänge mit Schleck gelegen hatte.

Schleck war am 14. Juli bei einer Dopingkontrolle bei der Tour de France positiv auf das Diuretikum Xipamid getestet worden. Der 32-Jährige hat seine Unschuld beteuert. Sollte die B-Probe die erste Analyse bestätigen, will Schleck Anzeige gegen unbekannt wegen Vergiftung erstatten. Ihm droht eine Sperre von bis zu einem Jahr. In seinem eigenen Dopingprozess erwartet Bruyneel, dass sein Ruf wieder hergestellt werde, so wie es in der Vergangenheit immer gewesen sei. Die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA hatte den Belgier im Zuge des Skandals um Lance Armstrong wegen Dopings angeklagt. Ihm droht eine lebenslange Sperre.

RADRENNEN HEUTE
  • Keine Termine