Tageblatt: Neuer Sponsor Trek plant ohne den Luxemburger

Fränk Schleck vor Entlassung bei RadioShack?

Foto zu dem Text "Fränk Schleck vor Entlassung bei RadioShack?"
Ist Fränk Schlecks eventuelles Dopingvergehen Schuld am Rückzug des Sponsors Nissan?| Foto: ROTH

05.06.2013  |  (rsn) – Sind Fränk Schlecks Tage bei RadioShack-Leopard gezählt? Wie das Luxemburger Tageblatt heute auf seiner Internetseite berichtet, stehen die Chancen des 33-jährigen Luxemburgers, auch künftig zum Aufgebot des Rennstalls zu gehören, nicht sonderlich gut. Angeblich plant der neue Hauptsponsor Trek ohne Fränk Schleck.

Dagegen soll der noch ebenso wie sein Bruder bis Ende 2014 unter Vertrag stehende Andy Schleck ebenso wie Laurent Didier gehalten werden. Die Zukunft des jungen Bob Jungels, des vierten Luxemburgers im Aufgebot, soll noch ungeklärt sein.

Das Tageblatt nannte als Grund für eine mögliche Entlassung die gegen Fränk Schleck ausgesprochene und am 14. Juli auslaufende Dopingsperre und hält es sogar für möglich, dass Teameigentümer Flavio Becca sich noch in der laufenden Saison vom Älteren der Schleck-Brüder wegen eines „schwerwiegenden Vergehens“ (gemeint ist die einjährige Dopingsperre) trennt.

Das Tageblatt bestätigte zudem Meldungen aus den vergangenen Wochen, wonach Becca Ende 2013 seine WorldTour-Lizenz an den US-amerikanischen Radsporthersteller Trek verkaufen wird, der nach dem Rückzug des Elektronikunternehmens RadioShack zum neuen Hauptsponsor aufsteigt. Teamchef wird demnach der Italiener Luca Guercilena, auch der Großteil der Mannschaft soll übernehmen werden.

Das Team soll um Fabian Cancellara – dessen Vertrag ausläuft und der zuletzt mit dem Schweizer Zweitdivisionär IAM in Verbindung gebracht worden war - aufgestellt werden und sich vor allem auf die Klassiker konzentrieren. Das sei dem mehrfachen Gewinner der Flandern-Rundfahrt und von Paris-Roubaix zugesichert worden. „Die großen Rundfahrten (Tour, Giro, Vuelta) würden im neuen Team also eher zur UCI-Pflicht als zum Trek-Ziel“, schreibt das Tageblatt.

Damit dürfte sich allerdings Andy Schleck kaum anfreunden können. Schließlich will der 27-Jährige, dem der Tour-Sieg 2010 aufgrund der Dopingsperre gegen Alberto Contador erst im Nachhinein zugesprochen worden war, in seiner Karriere unbedingt das größte Radrennen der Welt auf sportlichem Weg gewinnen.

 

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