Nach Beccas Ausstieg

Fränk Schleck: Rückkehr zu Trek-Team 2014 möglich

Foto zu dem Text "Fränk Schleck: Rückkehr zu Trek-Team 2014 möglich"
Ist Fränk Schlecks eventuelles Dopingvergehen Schuld am Rückzug des Sponsors Nissan?| Foto: ROTH

05.07.2013  |  (rsn) – Fränk Schleck wird möglicherweise mit juristischen Mitteln gegen RadioShack-Leopard vorgehen, das am Donnerstag mitgeteilt hatte, den Luxemburger nach Ablauf von dessen Dopingsperre am 14. Juli nicht mehr in die Mannschaft aufzunehmen. Allerdings scheint nicht ausgeschlossen, dass der 33 Jahre alte Schleck zur kommenden Saison zurückkehrt, wenn das Team mit Trek als neuem Hauptsponsor antritt.

Nicht mehr verantwortlich als Eigentümer wird dann Flavio Becca sein. Wie es aus dessen Umfeld hieß, habe der Luxemburger Geschäftsmann, dem die Betreibergesellschaft Leopard SA gehört, bis zuletzt versucht, mit Fränk Schleck zu einer Einigung zu kommen. Der zeigte sich allerdings überrascht über die Nachricht von der Trennung, die eher einem Rauswurf gleichkommt.

Wie die Luxemburger Zeitung Le Quotidien meldete, habe der ältere Bruder von Andy Schleck, der derzeit die Tour de France bestreitet, am Donnerstagmorgen einen auf den 14. Juli 2012 (Zeitpunkt der positiven Dopingprobe bei der Tour, d. Red.) rückdatierten Brief erhalten, in dem er über die Entscheidung von Leopard SA informiert worden sei. Für Schleck kam das auch deshalb unerwartet, weil er mit der Teamleitung sogar schon ein Rennprogramm für die zweite Saisonhälfte abgesprochen habe. „Ich sollte die Tour de Wallonnie, die Polen-Rundfahrt, die Vuelta und die Lombardei-Rundfahrt fahren", erklärte er im Interview mit Le Quotidien.

Nun würden seine Anwälte rechtliche Schritt gegen die Entscheidung seines Teams prüfen. Ebenso sei noch offen, ob er den Rest der Saison möglicherweise für ein anderes Team fahren werde. „Im Moment bereite ich mich auf die Vuelta vor. Die Saison 2014 kann ich bei Trek oder einem anderen Team bestreiten", erklärte Schleck.

Die aktuelle und künftige Teamleitung um den Italiener Luca Guercilena würde offensichtlich gerne mit beiden Schlecks zusammenarbeiten. „Wir wissen um Franks Qualitäten und werden sicherlich noch Gespräche führen", kündigte der junge Teamchef an. Die Trennung von Schleck war also wohl nicht in Guercilenas  Interesse, wie auch seine Aussage verdeutlichte: „Das ist eine Entscheidung, die von unseren Vorgesetzten getroffen wurde."

Andy Schleck kommentierte in Frankreich die Nachrichten um seinen Bruder nur kurz: „Ich habe mich lange auf diese Tour de France vorbereitet und will eine gute Leistung bringen. Aber wir sind Schleck-Brüder und werden weiterkämpfen“, kündigte der 28-Jährige an.

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