"Wollten Fotos einer möglichen Festnahme vermeiden“

Gallopin: Bei der Polizei gibt es keinen Doping-Fall Schleck

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Alain Gallopin (RadioShack-Nissan) steht den Reportern Rede und Antwort. | Foto: ROTH

18.07.2012  |  Pau (rsn) – Unter dem Ansturm der Reporter ging nach der Bekanntgabe der positiven  A-Probe von Fränk Schleck (RadioShack-Nissan) im Ruhetagshotel Villa Navarre in Pau eine Tür kaputt. Dagegen bleiben die Behörden, die sich bei ihren Ermittlungen schon mal gewaltsam Zugang verschaffen, ganz cool.

„Bei der Polizei sagten sie uns, dass das Mittel, das bei Fränk Schleck gefunden worden sein soll, nicht auf ihrer Liste der verbotenen Substanzen stehe. Es gäbe bei ihnen keinen Dopingfall Schleck“, erzählte Teamchef Alain Gallopin.

Die Fahrt ins Präsidium hätten sich der Luxemburger und sein Sportlicher Leiter also sparen können. „Doping ist in Frankreich ein Delikt. Wir wollten Fotos einer möglichen Festnahme vermeiden“, erklärt eGallopin, warum die beiden von sich aus vorstellig wurden.

Das bedeutet natürlich nicht, dass es gegen den älteren der Schleck-Brüder keine Untersuchung gäbe. Diueretika  sind keine Doping-Mittel, sondern Medikamente, die der Gewichtsreduktion oder der Verschleierung von verbotenen Substanzen dienen können.

In Schlecks Urin wurden nur geringe Mengen gefunden, die auch aus einem verunreinigten Nahrungsergänzungsmittel stammen könnten. Ob ein Verstoß vorliegt, müssen die Sportgerichte klären. Gallopin: „Der Radsport ist in einer merkwürdigen Phase, wo plötzlich in Picogramm gezählt wird.“

 

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