Brite gewinnt 2. Etappe der Polen-Rundfahrt

Swift hat nach 250 Kilometern den längsten Atem

Von Wolfgang Brylla aus Opole

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Ben Swift (Sky) | Foto: ROTH

11.07.2012  |  (rsn) - Die längste Etappe der diesjährigen Polen-Rundfahrt ging an den Briten Ben Swift (Sky), der im Massensprint im Zentrum von Opole den Italiener Elia Viviani (Liquigas-Cannondale) und den Belgier Tom Boonen (Omega Pharma-QuickStep)) auf die Plätze zwei und drei verwies. Nach der 2. Etappe, die in Walbrzych gestartet wurde und in Opole endete, ergatterte Fabian Wegmann (Garmin-Sharp) das Trikot des in der Punktewertung führenden Fahrers.

Am Mittwoch warteten auf die Fahrer lange und erbarmungslose 250 Kilometer. Noch bevor das Feld Walbrzych verlassen konnte, bildete sich eine vierköpfige Ausreißergruppe des Tages. In der Fluchtgruppe waren die drei Polen Damian Walczak, Lukasz Bodnar (Nationalteam), Adrian Kurek (Utensilnord) und der Italiener Diego Caccia (Farnese Vini) mit von der Partie.

Das Quartett fuhr sehr schnell einen Vorsprung von sechs Minuten heraus. Erst 50 Kilometer vor dem Ziel riss sich das Peloton am Riemen und beschleunigte das Tempo. Als Erster ließ sich Bodnar zurückfallen. Allerdings wird er dank der gewonnenen Sprintwertungen zur morgigen Etappe im Trikot des aktivsten Fahrers antreten.

In der Spitzengruppe griff Caccia in der Abfahrt von der einzigen Bergwertung (3. Kat.) des Tages an und setzte sich von Walczak und Kurek ab. Auf den letzten 18 Kilometern, die über die Straßen von Opole führten, betrug der Rückstand der Verfolger auf Caccia 1:42 Minuten. Trotz großen Kampfeswillens und enormen Engagements wurde er auf der finalen Runde eingeholt.

Der Endspurt gehörte dann Swift, der von Juan Antonio Flecha und Matthew Heyman in die Position gefahren wurde. Der Brite brauchte nach der tollen Vorarbeit nur noch das i-Tüpfelchen zu setzen, wie er erklärte. „Juan Antonio und Matthew habe einen wunderbaren Job gemacht. Ihnen verdanke ich diesen Sieg“, sagte der 24-jährige Swift. Heinrich Haussler (Garmin-Sharp), der als einer der Favoriten auf den Tagessieg ins Rennen ging, stürzte kurz vor dem Ziel, kam aber ohne schlimmere Blessuren davon.

Die Führung in der Gesamtwertung verteidigte der Italiener Moreno Moser (Liquigas-Cannondale). „Ich habe es geschafft, das Leadertrikot zu verteidigen, was mich enorm freut. Ich freue mich noch mehr, weil Elia heute Zweiter wurde“, sagte Moser auf der Pressekonferenz.

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