Italiener gewinnt Auftakt der 69. Polen-Rundfahrt

Moser springt für Viviani in die Bresche

Von Wolfgang Brylla aus Jelenia Góra

Foto zu dem Text "Moser springt für Viviani in die Bresche"
Moreno Moser (Liquigas-Cannondale) gewinnt die 51. Auflage von Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt. | Foto: ROTH

10.07.2012  |  (rsn) - Moreno Moser (Liquigas-Cannondale) gewann die 1. Etappe der Polen Rundfahrt von Karpacz nach Jelenia Góra über 179 Kilometer. Im Finale setzte sich der erst 21-jährige Italiener vor dem Lokalmatadoren Michal Kwiatkowski (Omega Pharma-QuickStep)) und dem Niederländer Lars Boom (Rabobank) durch.

Kurz nach dem Start etablierte sich eine fünfköpfige Ausreißergruppe, die sehr schnell einen Vorsprung von über acht Minuten auf das Peleton hinausfuhr. In der Spitze waren die Polen Bartlomiej Matysiak (Nationalteam), Jaroslaw Marycz (Saxo Bank-Tinkoff Bank), der Franzose Sylvain Georges (Ag2R), der Italienier Federico Rocchetti (Utensilnord Named) und der Eritreer Daniel Teklehaimanot (Orica-GreenEdge) unterwegs.

Das Quintett teilte sich die vier Bergwertungen am Orlinek-Anstieg untereinander auf. Erst auf der letzten von vier fast 40 Kilometer langen Runden legte das jagende Gesamtfeld einen Zahn zu. Schon am ersten Tag musste sich der Nederländische Meister Niki Terpstra (Omega Pharma-QuickStep) wegen eines Sturzes das Rennen aufgeben. Mit einem Mann weniger hat sich trotzdem das belgische Topteam sehr gut geschlagen.

Etwa 30 Kilometer vor dem Ziel wurden die beiden letzten Ausreißer Marycz und Georges wieder eingeholt. Auf der Abfahrt von Orlinek griffen Christophe LeMevel (Garmin-Sharp) und Alexandre Kolobnev (Katjuscha) an. Dem Russen fehlten zum Tageserfolg nur 400 Mete. Den Sprint entschied Moser, der Neffe der italienischen Radsport-Legende Francesco Moser, für sich. „Es war eine schwere Etappe, aber ich habe mich gut gefühlt. Ich bin gut vorbereitet und als ich sah, dass mein Teamkollege Elia Viviani fehlt, sprintete ich um den Sieg“, sagte Moser.

Als Vierter rollte der Freiburger Fabian Wegmann (Garmin-Sharp) ins Ziel, der immer, wenn er an der Tour de Pologne teilnimmt, mit Topleistungen glänzt.

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