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05.05.2012 | (rsn) – Auch die Topstars von Lotto-Belisol machen diesmal einen Bogen um den Giro. So fehlen Sprinter André Greipel sowie die beiden Kletterspezialisten Jelle Vanendert und Jurgen van den Broeck. Stattdessen schickt Teamchef Marc Sergeant die B-Mannschaft mit vielen jungen Akteuren nach Italien.
Angeführt wird das Angebot vom Belgier Gianni Meersman. Der 26-Jährige hatte in der Vergangenheit häufig mit Verletzungen zu kämpfen. Der belgische Vize-Meister wird bei seinem ersten Giro versuchen, in den Kampf um die Etappensiege einzugreifen und hat sich speziell darauf vorbereitet. Meersman ist hügelfest und verfügt über die nötige Endgeschwindigkeit, um aus einer größeren Gruppe heraus zum Erfolg zu kommen. Dies zeigte er zuletzt eindrucksvoll bei der Tour de Romandie, als er einen zweiten und einen vierten Etappenplatz auf anspruchsvollen Kursen herausfahren konnte.
Seinen bis dato größten Karriereerfolg fuhr Meersman in diesem Frühjahr mit einem Etappensieg bei Paris-Nizza ein. Für die reinen Massensprints ist der frühere FDJ-Profi aber zu langsam. Eher könnte Meersman, der auch in diesem Jahr mit Knieproblemen zu kämpfen hatte, ein Erfolg aus einer Ausreißergruppe heraus gelingen.
Der einzige Lotto-Fahrer, dem schon ein Giro-Etappensieg gelang, ist Bart de Clerq. Der 25-jährige Belgier gilt in seiner Heimat zwar als großes Klettertalent, dass er aber bei seinem Giro-Debüt 2011 gleich einen Sieg auf einer anspruchsvollen Etappe holen würde, damit hatte wohl niemand gerechnet. Zudem zeigte de Clerq mit Platz 26 in der Gesamtwertung, dass er auch über drei Wochen konstante Lesitungen bringen kann. In diesem Jahr ist ihm ein Platz unter den ersten 20 zuzutrauen.
Seit Jahren hat sich Francis de Greef (27) bei Giro und Vuelta in der Gesamtwertung um Platz 20 eingependelt. In diesem Jahr ist sein Augenmerk auf die Gesamtwertung gerichtet, auch wenn es für den guten Bergfahrer wohl wieder nicht wesentlich weiter nach vorne gehen.
Seinen 31. Geburtstag während des Giros wird Adam Hansen feiern. Hansen, der sich selbst eher als Domestike denn als Kapitän sieht, soll die jungen Fahrer dirigieren. Auch wenn der Prolog am Samstag in der Hansen-Straße zu Ende geht, wird der Australier nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun haben - zumal er zuletzt bei der Türkei-Rundfahrt schwer gestürzt war und sich dabei eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Seine große Stunde könnte auf mittelschwerem Terrain schlagen. Seinen bis dato größten Erfolg konnte Hansen, der bisher drei Mal am Giro teilnahm, 2010 mit dem Gewinn der Ster Elektrotoer einfahren.
Hansens belgischer Zimmerkollege Olivier Kaisen, der vergangene Woche 29 Jahre alt wurde, wird sich ebenso als Ausreißer versuchen. Ein erfolgreicher Fluchtversuch gelang dem Wallonen 2009 bei der Türkei-Rundfahrt. Ein solcher Coup bei seiner vierten Giro-Teilnahme wäre allerdings eine Überraschung.
Ganz auf die Karte Attacke wird der Däne Lars Bak setzen. Der 32-Jährige, der seinen ersten Giro schon im Jahr 2003 bestritt, konnte 2009 seinen bis dato größten Karriereerfolg als Ausreißer feiern, als er bei der Eneco-Tour kurz vor dem Ziel aus einer stark besetzten Spitzengruppe davon fuhr. Bei seiner zweiten Giro-Teilnahme im Jahr 2009 konnte Bak zudem auch in der Gesamtwertung mit Rang 19 überraschen. Zuvor hatte er bereits Platz sechs bei der Tour de Romandie belegt.
Von solchen Ergebnissen wird Bak bei seinem vierten Giro wohl nur träumen können. Der mehrmalige Dänische Zeitfahrmeister wird aber sicherlich alles daransetzen, um aus einer Ausreißergruppe heraus erfolgreich zu sein. Gut möglich, dass man Bak bei den "Dänemark-Etappen" in Aktion sehen wird.
Auf deutlich weniger Erfahrung kann Neo-Profi Brian Bulgac bauen. Der 24-jährige Niederländer bestreitet seine erste große Landesrundfahrt und soll vor allem Erfahrungen sammeln. Bisher war der Neuling nur in kleineren Mehretappenrennen unterwegs. Entsprechend „neugierig“ geht Bulgac in den Giro. Der Debütant hat seine Stärken auf welligem Terrain und wird sich voll und ganz in den Dienst der Mannschaft stellen.
Mit den Belgiern Dennis Vanendert (23), jüngerer Bruder von Jelle, und Gaetan Bile (24) vervollständigen zwei weitere Neo-Profis das Aufgebot. Der in Soest geborene Bille konnte in diesem Jahr mit dem Sieg bei Pino Cerami überraschen. Den Sieg holte er mit einem entschlossenen Angriff kurz vor dem Ziel, so wie er schon in seiner U23-Zeit den ein oder anderen Erfolg hatte feiern können. Vanendert wartet noch auf seinen ersten Profisieg. Kaum anzunehmen, dass ihm der beim Giro gelingen wird.
Fazit: Die drei Neo-Profis sind beim Giro um zu lernen. Hansen und Kaisen sind gute Helfer, aber keine Kapitäne. De Clerq und De Greef werden in der Endabrechnung wohl nicht unter die besten 15 kommen. So muss es Aushilfs-Kapitän Gianni Meersman richten, der auch gute Chancen auf einen Tagessieg hat. Bak will natürlich in der Heimat ein Ausrufezeichen setzen. Im Idealfall wird das Team durch einen Tagessieg von Meersman oder Bak auf sich aufmerksam machen.
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