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15.06.2015 | (rsn) – Auch wenn er die abschließende 8. Etappe des Critérium du Dauphiné nicht zu Ende fuhr, ist Tony Martin (Etixx-Quick-Step) „optimistisch“ von der Tour-Generalprobe abgereist. Der dreimalige Zeitfahrweltmeister kehrte zwar ohne Ergebnis aus Südfrankreich zurück, bewies aber mit zwei Ausreißversuchen und einer guten Vorstellung im Teamzeitfahren, dass er mit Blick auf die Tour de France voll im Programm ist.
„Nach der langen Wettkampfpause brauchte ich wieder harte Intensitäten“, erklärte Martin auf seiner Website, der nach der Tour de Romandie fünf Wochen ohne Renneinsatz geblieben war. Dafür pickte sich der 30-Jährige die 6. und eben die Schlussetappe heraus. Am Sonntag gelang Martin nach 19 Kilometern zunächst der Sprung in die Gruppe des Tages, ehe er nach knapp 80 Kilometern seine Attacke setzte.
Schnell fuhr er sich einen Vorsprung von vier Minuten auf das Feld und deren zwei auf seine ehemaligen Begleiter heraus. Doch im Kampf um den Gesamtsieg schlug Team Sky ein so hohes Tempo ein, dass Martins Chancen schnell sanken, und das schwere Finale trug das seine dazu bei, dass der Solist an der Spitze etwaige Hoffnungen auf einen Ausreißercoup wie etwa bei der letztjährigen Tour de France schnell aufgeben musste.
„Ab 30 Kilometer vor dem Ziel ging es mit Gegenwind auf breiten Straßen leicht bergauf bis zum steileren Finalberg. Das sind auch für einen Fahrer mit Zeitfahrqualitäten nicht die besten Voraussetzungen für einen Ausreißversuch“, so Martin, der am vorletzten Berg des Tages schließlich gestellt wurde.
Nach dem gelungenen Dauphiné-Einsatz stehen jetzt nur noch die Deutschen Meisterschaften Ende Juni in Martins Programm. Dort will er im Zeitfahren seinen Titel verteidigen. Und im Erfolgsfall würde er dann zum Tour-Auftakt in Utrecht am 4. Juli sein Trikot mit dem schwarz-rot-goldenen Brustring nur zu gerne mit dem Maillot Jaune tauschen. Dazu müsste er allerdings das 14 Kilometer lange Zeitfahren gewinnen.
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