Spanier gewinnt 16. Etappe vor Froome

Contador auf dem besten Weg zu seinem dritten Vuelta-Sieg

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Alberto Contador (Tinkoff-Saxo) | Foto: Cor Vos

08.09.2014  |  (rsn) – Alberto Contador (Tinkoff-Saxo) ist auf dem besten Weg zu seinem dritten Gesamtsieg bei der Vuelta a España nach 2008 und 2012. Der 31-jährige Spanier triumphierte nach einer Gala auf der 16. Etappe über 160,5 Kilometern von San Martín del Rey Aurelio nach La Farrapona zur Bergankunft an den Lagos de Somiedo als Solist und baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter aus.

Etappenzweiter mit 15 Sekunden Rückstand wurde in 1.719 Metern Höhe Chris Froome (Sky), der mit zahlreichen Tempoverschärfungen auf den letzten gut vier Kilometern alle seine Konkurrenten abgeschüttelt hatte – bis auf den Mann im Roten Trikot, der auf dem Schlusskilometer unwiderstehlich am Briten vorbeizog und seinen ersten Tagessieg bei der 69. Spanien-Rundfahrt feierte.

Mit 50 Sekunden Rückstand wurde der Italiener Alessandro De Marchi (Cannondale), der als letzter Fahrer einer großen Ausreißergruppe bis rund 3,5 Kilometer vor dem Ziel noch geführt hatte, Etappendritter. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Contadors Landsleute Alejandro Valverde (Movistar/+0:55) und Joaquim Rodriguez (Katusha/+0:59), die Froomes Attacke nicht hatten folgen können und Schadensbegrenzung betreiben mussten.

1:06 Minuten hinter dem Etappengewinner kam der erneut zäh kämpfende Italiener Fabio Aru (Astana) als Sechster ins Ziel, gefolgt vom Iren Daniel Martin (Garmin-Sharp/+1:12), dem Niederländer Robert Gesink (Belkin/+1:22), dem Spanier Samuel Sánchez (BMC/+1:43) und dem Kanadier Ryder Hesjedal (Garmin-Sharp/+1:48).

Im Gesamtklassement gab es auf den ersten fünf Plätzen keine Änderungen, doch Contador baute seine Führung gegenüber Valverde um mehr als eine Minute auf nunmehr 1:36 Minuten aus. Froome folgt mit 1:39 Minuten Rückstand auf Rang drei vor Rodriguez (+2:29) und Aru (+3:38).

Daniel Martin (+6:17) setzte seinen Aufwärtstrend fort und verbesserte sich um eine weitere Position auf Rang sechs. Zwei Plätze gut macht sogar Gesink (+6:43), der nun Siebter ist, gefolgt von Samuel Sánchez (+6:55), dem Franzosen Warren Barguil (Giant-Shimano/+8:37) und dem Italiener Damiano Caruso (Cannondale/+9:10), der sich auf Platz zehn verbesserte.

Bester deutscher Fahrer bleibt Dominik Nerz (BMC), der sich nach einer starken Leistung um fünf Plätze verbesserte und nun mit 30:52 Minuten Rückstand auf Contador Rang 22 belegt. Die Bergankunft erreichte der 25-Jährige 3:11 Minuten hinter dem Madrilenen als Neunzehnter.

Einen Einbruch erlebte dagegen der von einer Bronchitis geplagte Kolumbianer Rigoberto Uran (Omega Pharma-Quick Step), der noch vor dem Schlussanstieg aus der Favoritengruppe heraus fiel und seinen sechsten Platz im Gesamtklassement einbüßte.

Noch schlechter erging es seinem italienischen Teamkollegen Gianluca Brambilla, der ebenso wie der Russe Ivan Rovny (Tinkoff-Saxo) disqualifiziert wurde, nachdem sich die beiden auf dem Rad vor den Augen der Kommissäre eine regelrechte Boxeinlage geliefert hatten.

John Degenkolb (Giant-Shimano) fährt weiter im Grünen Trikot des punktbesten Fahrers, hat jetzt aber nur noch zehn Punkte Vorsprung auf Valverde, der zudem nach nur einem Tag das Bergtrikot an seinen Landsmann Luis Leon Sanchez (Caja Rural) zurückgeben musste. Katusha baute seine Führung in der Teamwertung gegenüber Movistar auf nun 14:34 Minuten aus.

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