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Boels Tour: Vos gibt auf, Stevens holt Führung

Kasper verpasst Etappensieg in Zwölfergruppe nur knapp

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Kasper verpasst Etappensieg in Zwölfergruppe nur knapp"
Romy Kasper (Boels-Dolmans) wurde auf der 4. Etappe der Boels Ladies Tour Dritte. | Foto: Cor Vos

05.09.2014  |  (rsn) – Eine zwölfköpfige Ausreißergruppe hat auf der 4. Etappe der Boels Rental Ladies Tour rund um Gennep die Gesamtwertung auf den Kopf gestellt und dafür gesorgt, dass die US-Amerikanerin Evelyn Stevens (Specialized-lululemon) die neue Gesamtführende der sechstägigen Rundfahrt ist. 

Die Siegerin der Thüringen-Rundfahrt kam am Ende der Spitzengruppe zwar nur auf den zwölften Tagesrang, hat nun aber sieben Sekunden Vorsprung auf ihre Teamkollegin Lisa Brennauer und neun Sekunden auf die bislang führende Ellen Van Dijk (Boels-Dolmans) aus den Niederlanden. Brennauer hatte Van Dijk durch die Bonifikationen am ersten Zwischensprint zwei Sekunden abgenommen. 

Den Tagessieg sicherte sich die für die belgische Nationalmannschaft fahrende Kelly Druyts (Topsport Vlaanderen) im Sprint vor der Polin Malgorzta Jasinska (Alé Cipollini). „Ein sehr schöner Sieg. Ich habe die ganze Zeit an der Spitze des Feldes gesessen, um die richtige Gruppe zu erwischen, und dann hat es irgendwann geklappt. Man hat uns fahren lassen, weil aus allen großen Teams jemand dabei war“, erklärte Druyts. „Auf den letzten zehn Kilometern habe ich dann beschlossen, nicht mehr mitzuarbeiten und mich für den Sprint zu schonen.“ 

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Die Deutsche Romy Kasper (Boels-Dolmans) spurtete ebenfalls mit um den Tageserfolg, musste sich am Ende aber mit Rang drei zufrieden geben. „Sicher ist es schade, den Sieg knapp verpasst zu haben. Aber Platz drei ist jetzt nichts, weshalb ich am Heulen oder Verzweifeln wäre“, erklärte Kasper radsport-news.com, dass sie zufrieden sei. 

„Das Rennen war heute wieder sehr schnell, es gab wie an den letzten Tagen viele Attacken. Aber eine richtige Gruppe ist lange nicht entstanden, weil immer irgendjemand etwas dagegen hatte“, so die 26-Jährige weiter. Erst nach knapp 80 der 123 Kilometer setzten sich rund um Kasper neun Frauen vom Feld ab. „In der Gruppe musste ich dann nicht viel machen, weil wir mit Ellen ja die Gesamtführende hinten im Feld hatten.“ 

Vorne nicht vertreten waren zu diesem Zeitpunkt allerdings die Teams Giant-Shimano und Orica-AIS, für die kurz darauf die Deutsche Claudia Lichtenberg (Giant-Shimano) und die Australierin Jessie MacLean (Orica-AIS) hinterher sprangen. Als sie den Anschluss geschafft hatten, konnte es das Hauptfeld erstmals etwas lockerer angehen und die Gruppe zog auf bis zu eine Minute davon. 

Dann aber erhöhten auch die Verfolgerinnen wieder das Tempo und verringerten den Abstand fünf Kilometer vor dem Ziel auf 25 Sekunden. Zu diesem Zeitpunkt schien noch alles offen, doch am Ende hatten die Spitzenreiterinnen genug Reserven um noch einmal zuzulegen und schließlich 49 Sekunden Vorsprung mit über die Linie zu bringen. 

Das bedeutete, dass sich Lichtenberg, die auf Rang acht ankam, im Gesamtklassement bis auf den sechsten Platz vorschob. Die Siegerin der Route de France im August hat nun 30 Sekunden Rückstand auf Stevens. Neben ihr und Brennauer rangiert auch Trixi Worrack (Specialized-lululemon) mit 32 Sekunden Rückstand als Gesamtsiebte weiterhin unter den Top Ten,  Kasper belegt mit 47 Sekunden Rückstand nun Platz 13. Elke Gebhardt (Bigla) hat 1:10 Minute Rückstand und rangiert auf dem 25. Platz, so dass alle deutschen Starterinnen in den Top 25 klassiert sind. 

Aus dem Rennen verabschiedet hat sich hingegen bereits vor dem Start der 4. Etappe Weltmeisterin Marianne Vos (Rabobank-Liv), die am Donnerstag noch das dritte Teilstück gewonnen hatte. Die Niederländerin erklärte, sich nicht richtig fit zu fühlen und ihre Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften Ende September im spanischen Ponferrada nicht gefährden zu wollen. 

Die Boels Rental Ladies Tour führt über sechs Etappen und endet am Sonntag mit einem hügeligen Teilstück in der Region Limburg auf der Zielgeraden des Amstel Gold Race. Dort geht es unter anderem über den vom WorldTour-Rennen berühmten Cauberg. „Da werden wir voll auf Angriff fahren“, versprach Kasper schon mal. Denn ihr Team, dessen Hauptsponsor auch die Rundfahrt finanziert, will mit Van Dijk oder der Britin Elizabeth Armitstead unbedingt den Gesamtsieg holen.

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