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03.07.2012 | (rsn/tt) – Uff. Das war der erste Tag der Sprinter, und der kleine Tiger war schon ganz aufgeregt. Schließlich ist er ja selbst ein großer Sprinter – wenn er auch mit seinen 60 km/h Spitze nicht an die bis zu 70 km/h seiner radelnden Profi-Kollegen rankommt. Außerdem: Ein Jahr musste er ja nun wieder auf seinen großen Auftritt warten. Da ist so mancher Vokal vielleicht noch etwas eingerostet. Ganz zu schweigen von den Konsonanten. Der Tiger hofft, dass die Pointen heute nicht allzu sehr knarzen. Oder gar quietschen…
Aber was der Tiger dann gestern in Tournai an der französischen Grenze zu sehen bekam, war wieder ganz großes Kino: Cav hat's einmal mehr allen gezeigt. Wenn auch nur ganz knapp, vor seinem großen Rivalen und früheren Kollegen André Greipel. Aber immerhin ohne Zug. Den hatte Sky-Chef Wiggins genommen. Also hängte sich Mark einfach bei André dran, der von seinem Lotto-Team perfekt positioniert worden war. Und der alte Fuchs schnappte sich auf den allerletzten Metern den Lotto-Gewinn. Vor "Gorilla" Greipel und seinem Lotto-Zug.
Respekt vom Kollegen Tiger! Der schleicht sich nämlich auch am liebsten von hinten an. Geduckt wie Cav. Allerdings eher lautlos. Zuschlagen tut der Tiger dann aber genauso hart wie Weltmeister Mark C. Und bringt seine Beute mit einem Nackenbiss zur Strecke. Da hat Greipel ja nochmal Glück gehabt, dass ihn Cav überholt hat.
2013: 60 Jahre Sprint ins Grüne
Als alter Grübler hat sich der kleine Tiger dann gefragt, seit wann diese Sprinterei eigentlich üblich ist, bei der Tour. Und herausgefunden, dass das fast schon 60 Jahre her ist, seit das Grüne Trikot die Sprinter-Könige kleidet: Im Jahr 1953, zum 50jährigen Bestehen der Großen Schleife, hat eine Klamotten-Kette mit dem schönen Namen „Belle Jardinière“, schöne Gärtnerin, das anfangs dunkelgrüne Trikot ausgeschrieben – behzettweh geschponsert, wie das heute ja heißt. Oder so ähnlich.
Seitdem gibt's also extra Punkte für die Männer mit den extra-dicken Schenkeln. Erster Grün-Gewinner war der Schweizer Fritz Schär, erster Deutscher im "Maillot Vert" Rudi Altig – übrigens vor genau 50 Jahren, 1962. Sechs Jahre später wurde das Grüne Trikot dann mal für ein Jahr rot. Schuld war der Sponsor, ein Getränke-Hersteller. Aber nicht der, an den Sie jetzt denken. Sondern ein französischer namens SiC.
Hat der Tiger in knallharter Literatur-Recherche rausgefunden. Bei der netten Bürte und ihrer Tour-Enzüklopädie. Sehr empfehlenswert, der 500-Seiten-Schinken (siehe auch unsere Buch-Vorstellung; Link hier unten): Alles, was Sie schon immer über die Tour wissen wollten - und noch ein paar abseitige Infos mehr. Ein Jahr später war der rote Spuk allerdings schon wieder vorbei, und das Leiberl des Punktbesten strahlte wieder in hellgrün. Powered by Pelforth, einem belgischen Bierbrauer. Doping war damals ja noch kein Thema...
19 Belgier in Grün
A propos Belgier: Die konnten sich das Grüne bisher sagenhafte 19-mal in Paris überstreifen (allein Merckx dreimal); weit abgeschlagen folgen die Franzmänner mit neunmal grün. Dann kommt auch schon Erich Zabel, mit unerreichten sechsmal in grün, und das auch noch hintereinander, von 1996 bis 2001. Das Trikot von 96 wurde ihm übrigens trotz seines Doping-Geständnisses offiziell nie aberkannt. Er hat ja auch nur einmal – und nicht inhaliert, der gute Ete;-) Sagt er. Oder war's eine Infusion? Egal, jedenfalls nur einmal. Schnüff.
Aber zurück zum Grünen Libanesen – äh Trikot. Das sehr passend Sean Kelly viermal in Paris trug, in den 80ern. Der Sprinter-König stammt ja aus Irland. Sie wissen schon: die grüne Insel. Kelly (übrigens nicht verwandt oder verschwägert mit der gleichnamigen Family; aber in Irland weiß man das ja nie so genau. Fährt nicht Joey Kelly auch Rennrad? Zumindest im Triathlon?) - nochmal von vorne (-Klammer;-): Kelly ist also mit grün praktisch aufgewachsen, und konnte so auch bei der Vuelta viermal das Trikot des Punktbesten erobern.
Moment - wie hat er das gemacht? Fragt sich da der Tiger. Denn zu Kellys Zeiten war die "Camisa" des Punkte-Siegers der Spanien-Rundfahrt noch garnicht grün. Das ist das Sprinter-Hemd dort erst seit 2009. Davor war es mal rot, mal weiß, und auch mal blau. Mit kleinen gelben Fischen. Der Sponsor... Zabel war bei der Vuelta dreimal Punktbester, wieder in Folge, von 2002 bis 2004. Damals in Blau. Ohne Fische. Aber mit dicken Schenkeln. Uff.
Das war's für heute. Vielen Dank, dass Sie bis hierher mitgesprintet sind. Und klicken Sie auch übermorgen wieder rein, wenn Teo Tiger sich so seine Gedanken macht. Dann garantiert Trikot-frei. Versprochen.
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