62. Dauphiné: Trotz Brustprellung Elfter im Zeitfahren

Grabsch: "Ich hatte mir mehr ausgerechnet“

Foto zu dem Text "Grabsch:
Bert Grabsch (HTC-Columbia) Foto: ROTH

09.06.2010  |  (rsn) – Bert Grabsch (HTC-Columbia) hatte im Zeitfahren der Dauphiné keine Chance, seinen Sieg aus dem Vorjahr zu wiederholen. Der deutsche Zeitfahrmeister landete nach anspruchsvollen 49 Kilometern von Monteux nach Sorgues auf dem elften Platz, deutliche 2:17 Minuten hinter dem souveränen Tagessieger Janez Brajkovic (RadioShack).

„Logischerweise bin ich nicht zufrieden. Für mich persönlich ist das eine Enttäuschung. Ich hatte mir mehr ausgerechnet.“, erklärte Grabsch nach dem Rennen auf Anfrage von Radsport News. „Die erste Hälfte bis zum Berg war nur Gegenwind, in der Abfahrt und dann fast über 25 Kilometer Rückenseitenwind.“

Dass es in seiner Spezialdisziplin diesmal nicht zu einem Spitzenergebnis langte, lag auch an einer schmerzhaften Prellung, die sich der 34-Jährige am Sonntag vor dem Prolog zugezogen hatte. „Beim Einfahren bin ich mit ca. 10 km/h über ein Kabel mit Holzummantelung gefahren, rutschte dabei mit der Hand vom Lenker ab und lag auch schon auf dem Boden“, erklärte Grabsch das Malheur. “Seitdem kämpfe ich mit Rückenschmerzen und vor allem mit einer Brustprellung. Bei einer Prellung kommen die Schmerzen erst zwei Tage später, aber dann richtig. Jetzt wird es aber laut Teamarzt von Tag zu Tag besser, auch wenn die Schmerzen unter Rennbelastung noch mehrere Tage andauern können.“

Deshalb weiß der gebürtige Wittenberger auch noch nicht, ob er am Donnerstag zur ersten Bergetappe antreten kann. „Ich muss schauen, wie sich die Brustprellung in der Nacht entwickelt. Momentan habe ich sehr große Schmerzen“, so Grabsch, der hofft, dass ihn der erneute Rückschlag nicht die Tour-Nominierung kostet: „Natürlich ist das nach dem verpatzten Frühjahr ein weiterer Tiefschlag. Aber bis zur Tour sind es noch vier Wochen. Es heißt für mich also abwarten und trotz Schmerzen weitertrainieren. Es kann eigentlich nur noch aufwärts gehen“, machte sich der Zeitfahrweltmeister von 2008 Mut.

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