62. Dauphiné: Schotte geizt nicht mit Ambitionen

Millar: Über die Zeitfahren zum Gesamtsieg?

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David Millar (Garmin-Transitions) Foto: ROTH

04.06.2010  |  (rsn) – Der sechs Kilometer lange Prolog und das 49 Kilometer lange Einzelzeitfahren des 62. Critérium du Dauphiné lassen bei David Millar (Garmin-Transitions) Hoffnungen auf den Gesamtsieg blühen. "Ich hoffe, in den beiden Zeitfahren mindestens zwei Minuten auf die Kletterer herauszufahren“, sagte der Schotte zu cyclingnews.com. „Ich denke, sowohl der Prolog am Genfer See als auch das lange Zeitfahren liegen mir, auch wenn 49 Kilometer schon sehr lang sind. Ich glaube, so was bin ich schon seit Jahren nicht mehr gefahren.“

Ihm komme zudem das Profil mit dem Anstieg der 3. Kategorie nach 15 Kilometern und der danach folgenden Abfahrt und dem Flachstück über insgesamt 30 Kilometer entgegen, so der Garmin-Kapitän, der aber davon ausgeht, dass die Entscheidung wieder in den Bergen fallen wird..

„Natürlich werde ich auch gut klettern müssen, aber wenn man sich die Finals ansieht, denke ich, dass nicht mal die Bergankunft in Risoul auf der 4. Etappe so schlecht für mich ist“, sagte Millar, der wie viele Beobachter auch die Bergankunft in Alpe d’Huez als Knackpunkt der Fernfahrt ansieht. „Nach den Abständen, die es in den Zeitfahren geben wird, kommt alles auf den Anstieg nach L'Alpe d'Huez hinauf an“, erklärte er. Millar weiß, dass es in den berüchtigten 21 Serpentinen ebenso Köpfchen wie gute Beine braucht, um den Zeitverlust auf die Spezialisten möglichst gering zu halten und seine Chancen auf den Gesamtsieg zu wahren.

"Ich weiß, dass ich ein intelligentes Rennen nach L'Alpe d'Huez zeigen muss“, sagte der 33-Jährige, der zuletzt den Giro d’Italia vorzeitig beendete. „Contador und die anderen Jungs werden angreifen, aber ich muss aufpassen, dass ich nicht ihr Tempo mitgehe und dabei in den roten Bereich gerate.“

Nach Absprache mit seinem Sportdirektor Matthew White wird der Zeitfahrspezialist wahrscheinlich ein Leistungsmessgerät auf seinem Rad installieren, um sich so selber kontrollieren zu können. „Wenn ich intelligent fahre, kann ich da ein gutes Ergebis erreichen“, so Millar.

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