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02.11.2025 | (rsn) – Joris Nieuwenhuis (Ridley) hat bei der X2O Badkamers Trofee in Lokeren seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Der Niederländer war 48 Sekunden schneller als Michael Vanthourenhout (Pauwels Sauzen – Altez) und nahm Thibau Nys (Baloise – Glowi Lions) die Gesamtführung ab. Der Europameister hatte Materialpech und stürzte mehrmals, bevor er das Ziel als 15. mit 3:37 Minuten Rückstand erreichte.
Das Podium komplettierte beim Rapencross Niels Vandeputte (Alpecin – Deceuninck), der sich im Finale von drei Begleitern absetzte. Emiel Verstrynge (Crelan – Corendon) wurde Vierter vor Jente Michels (Alpecin – Deceuninck).
Nieuwenhuis machte seine enttäuschende Vorstellung vom Samstag, als er auf dem Koppenburg nur Achter wurde, am Sonntag wett. Nach seinem Erfolg beim Exact Cross in Heerde vor einer Woche war er zum zweiten Mal erfolgreich. Auch letzte Saison, als er wegen einer Verletzung erst Mitte Januar ins Geschehen einstieg, kam er bei einem Klassementcross als Erster ins Ziel.
“Ich hatte eigentlich von Anfang an alles unter Kontrolle, konnte zunächst aber die anderen Fahrer nicht überholen. Ich musste geduldig sein und als ich endlich an die Spitze kam, konnte ich mein eigenes, konstant hohes Tempo fahren. Damit konnte ich mich lösen“, resümierte der 29-Jährige im Ziel-Interview. “Der Erfolg bedeutet mir mehr als der in Heerde, denn ich will dieses Jahr ein Klassement gewinnen“, verriet er weiter. Das ist Nieuwenhuis in seiner Karriere bislang noch nie gelungen.
Doch nun stehen die Vorzeichen nicht schlecht, denn nach dem zweiten Lauf liegt er 40 Sekunden vor Cameron Mason (Seven), der in Lokeren als 14. enttäuschte. Eine Sekunde hinter dem Briten lauert der Tagessechste, Toon Aerts (Deschacht – Hens). Nys ist Vierter mit 49 Sekunden Rückstand. Er hat aber angegeben, nicht alle Wettkämpfte der Serie bestreiten zu wollen. Das dritte von insgesamt acht X2O-Events findet am 16. November in Hamme statt.
Auf dem winkligen Kurs setzten sich in der Auftaktrunde Vanthourenhout und Vandeputte ab. Sie kamen vier Sekunden vor dem Feld zur ersten Zielpassage. Laurens Sweeck (Crelan – Corendon) machte sich auf die Verfolgung, doch bei der nächsten Ankunft auf der Zielgerade lag er noch immer drei Sekunden hinter den Spitzenreitern. Seine ehemaligen Begleiter fuhren sechs Sekunden dahinter.
Dank eines Ausrutschers von Vandeputte in einer Kurve schaffte Sweeck endlich den Anschluss. Der mäßig gestartete Nys war inzwischen bis auf Platz sechs vorgefahren, bevor er fluchend zweimal das Rad wechselte und letztendlich sogar abstieg, um seine Schalthebel zu richten. Während sich die Regie auf diese Szene konzentrierte, wurden die drei Führenden eingeholt, wobei Vanthourenhout gleich wieder davonfuhr. Sechs Athleten um Nieuwenhuis nahmen den vierten von neun Umläufen vier Sekunden nach dem Belgier in Angriff. Nys war nun 13. mit 37 Sekunden Rückstand und wechselte kurz danach erneut das Arbeitsgerät.
Vorn kam Nieuwenhuis an Vanthourenhout heran. Vandeputte versuchte es dem Niederländer gleich zu tun, blieb dabei aber zunächst hängen. Erst als das Spitzenduo auf der Zielgerade trödelte, kam der Alpecin-Profi heran. Verstrynge und Sweeck wiesen acht Sekunden Rückstand auf, Nys hatte zwei Positionen und sechs Sekunden gewonnen.
Aerts und Michels schlossen jetzt zum Verfolgerduo auf. Vorn löste sich Nieuwenhuis, nachdem der in zweiter Position fahrende Vanthourenhout sich bergauf einen kleinen Fehler erlaubte. Als der Pauwels-Kapitän seinen Rückstand schnell tilgen wollte, konnte Vandeputte nicht mehr folgen. Auf dem Zielstrich kamen die beiden Ersten zusammen, Vandeputte hatte in kurzer Zeit 12 Sekunden verloren. Nys war Achter.
Außerhalb der Sicht der Kameras hatte dann Vanthourenhout ein Problem. Vom Hinterrad seines Begleiters war er plötzlich mehr als zehn Sekunden zurückgefallen. Seine Kleidung wies keine Sturzspuren auf und den Materialposten ließ er rechts liegen. Nys fuhr derweil mit Joran Wyseure (Crelan – Corendon) – noch immer auf Position acht liegend – zur um Rang drei kämpfenden Gruppe auf, bevor er im Sand über den Lenker abstieg und demotiviert weitertrottete.
Nieuwenhuis hatte eingangs der 7. Runde 19 Sekunden Vorsprung auf den Zweiten. Auch in der war der beste Fahrer zehn Sekunden schneller als sein erster Verfolger. Der einzige Mann, der ihm vielleicht gewachsen gewesen wäre, Nys, stürzte in einer Abfahrt erneut. In einer anderen Abfahrt erwischte es dann auch Nieuwenhuis in einer Kurve. Er rutschte weg, konnte aber schnell wieder aufsteigen und weiterfahren. Für Spannung sorgte der Zwischenfall nicht mehr.
Die Glocke erklang für den Niederländer 34 Sekunden eher als für Vanthourenhout. Vandeputte, Michels, Sweeck und Verstrynge lagen 59 Sekunden zurück. Aus diesem Quartett war Vandeputte im Kampf ums Podium der Beste. Er erreichte das Ziel 58 Sekunden nach dem Sieger und derer fünf vor Verstrynge.
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