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04.09.2025 | (rsn) – Die Querelen der vergangenen Tage dürften vergessen sein: Juan Ayuso (UAE – Emirates – XRG) hat bei der 80. Vuelta a Espana ein zweites Mal zugeschlagen und seinem Team den bereits fünften Etappenerfolg bei dieser Spanien-Rundfahrt beschert.
Der 22-jährige Spanier schlug auf der 12. Etappe über 144,9 Kilometer von Laredo nach Los Corrales de Buelna im Ausreißerduell seinen vier Jahre älteren Landsmann Javier Romo, dessen Movistar-Team damit weiter auf ein erstes Erfolgserlebnis wartet.
Stark präsentierten sich auch die deutschen Profis: Nico Denz (Red Bull – Bora – hansgrohe) belegte den sechsten Platz, Michel Heßmann (Movistar) kam auf Rang 14 ins Ziel.
Juan Ayuso (UAE – Emirates – XRG / Sieger / Flash-Interview): ”Ich habe hier vor einigen Jahren ein Juniorenrennen gewonnen. Ich habe hier auch viele Freunde und Urlaub gemacht. Darum ist es toll, dass ich gewonnen habe. Ich mag diesen Ort! Ich habe Romo auf dem letzten Kilometer gesagt, dass ich schon eine Etappe gewonnen hatte und er mehr machen muss, wenn er vorn bleiben will. Die Anweisung dazu kam aus dem Auto. So fahre ich nicht gern, aber manchmal muss man schlau sein und das habe ich im Finale probiert. Der Sprint lief gut. Ich kenne das Finish sehr gut, denn das Juniorenrennen kommt hier auch an. Ich wusste, wie ich meinen Sprint timen musste.“
Javier Romo (Movistar / Zweiter / Eurosport): ”Ich bin natürlich etwas enttäuscht. Ich wollte den Sieg und meine Mannschaft war super. Ich wurde im Finale aus dem Teamfahrzeug perfekt gecoacht. Auch meinen Teamkollegen möchte ich danken. Jeder hat es im Finale gesehen: Er (Ayuso) arbeitete nicht mehr richtig mit. Er hat mir gesagt, dass er sowieso gewinnen wird. Er hat Spielchen mit mir gespielt, vielleicht weil mir die Erfahrung fehlt.
Brieuc Rolland (Groupama - FDJ / Dritter / Eurosport): ”Ich möchte mich bei der ganzen Mannschaft bedanken, sie hat mir den ganzen Tag gut geholfen. Durch die Arbeit von Stefan Küng hatte ich anfangs am Berg etwas Vorsprung. Oben lag ich nur acht Sekunden zurück. Es war schrecklich, ich bin wirklich sehr enttäuscht. Ich habe alles gegeben. Hätte ich Unterstützung gehabt, wäre ich wohl noch an die beiden vorn herangekommen. So hing ich bis zum Ziel auf 10 bis 15 Sekunden. Es war eine Qual.“
Mads Pedersen (Lidl - Trek / Fünfter / Flash-Interview): ”Das war ein guter Tag für das Punktetrikot. Ich hätte auch gern gewonnen, aber mit dem fünften Platz bin ich auch sehr zufrieden. Ich klettere momentan wirklich gut. Solche Tage machen mehr Spaß, wenn die Beine machen, was der Kopf will.“
Pablo Castrillo (Movistar / Zehnter / Eurosport): ”Wir hatten den Plan, dass Romo und ich in der Flucht mitgehen, letztendlich waren wir zu fünft. So konnten wir etwas Kräfte sparen. Alle haben fantastische Arbeit geleistet. Javier war erst mit einer anderen Gruppe vorn und konnte dann mit Ayuso mitfahren. Wir haben dahinter probiert anzugreifen beziehungsweise andere Attacken zu neutralisieren. Letztendlich haben wir ein schönes Resultat herausgefahren.“
Michel Hessmann (Movistar / 14. Platz / RSN): “Ich bin jetzt erstmal fertig, wir haben es heute super gut gemacht. Aber am Ende des Tages ist es immer noch ein Sport, wo es letztendlich darum geht, wie stark man ist. Wir wissen alle, dass es keine Schande ist gegen Ayuso zu verlieren. Er war am Ende einfach der Stärkste.“
Marc Soler (UAE – Emirates – XRG / 18. Platz / Eurosport): ”Es war eine große Gruppe und ich habe ihm (Ayuso) gesagt, dass er so ruhig wie möglich bleiben soll und dass ich probieren würde, das Geschehen zu kontrollieren. Das habe ich am Berg dann auch gemacht. Er sollte bei mir bleiben und meine Aufgabe war es, das Tempo zu bestimmen.“
Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike / Rotes Trikot / Flash-Interview): ”Wir konzentrieren uns nur auf uns selbst und bislang haben wir das Rote Trikot und zwei Etappensiege. Heute lag unser Fokus darauf, die Etappe ohne Zeitverlust zu überstehen. Wir können mit heute und der Vuelta bisher superzufrieden sein.“
Giulio Pellizzari (Red Bull – Bora - hansgrohe / Weißes Trikot / Flash-Interview): “Ich bin jetzt sehr zufrieden über meine Position im Klassement, aber wir werden morgen sehen, wie es läuft. Es wird sehr schwer, aber Angst habe ich nicht. Ich hoffe, gute Beine zu haben. Die letzten Tage lief es nicht mehr ganz so gut.“
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