Bondscoach Moerenhout zuversichtlich

Van der Poel: Daumen hoch für das Olympische Straßenrennen

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Mathieu van der Poel | Foto: Cor Vos

31.07.2024  |  (rsn) – Nach der Tour de France, bei der er sich als Anfahrer in den Dienst des dreimaligen Etappensiegers Jasper Philipsen stellte, selber aber keine Akzente setzen konnte, trainierte Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) in Belgien. Am heutigen Mittwoch reiste der Weltmeister nach Frankreich, um sich dem niederländischen Radsport-Team anzuschließen. 

Dort wird er auf Dylan van Baarle und Daan Hoole, der bereits im Olympischen Zeitfahren am Samstag im Einsatz war, treffen. Das Trio bildet das niederländische Team im 273 Kilometer langen Straßenrennen, in dem van der Poel nach dem Regenbogentrikot nun auch Olympia-Gold gewinnen will.

Obwohl er bei der Tour deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb, ist der 29-jährige van der Poel nach Angaben des niederländischen Bondscoachs Koos Moerenhout zuversichtlich. Wie der Nationaltrainer im Gespräch mit Wielerflits mitteilte, hatte in den letzten Tagen mit seinem Leader regelmäßig digitalen Kontakt. “Der ist wie immer sehr kurz und prägnant. Er hat einen Daumen hoch geschickt und zum Glück keinen runter. Damit zeigt er, dass er sich gut fühlt und sich auf die Olympischen Spiele freut“, so der 50-Jährige , der seit 2019 für das niederländische Nationalteam Straße verantwortlich ist.

In einem Interview nach der Tour hatte van der Poel an, dass er das Gefühl habe, die Tour frischer beendet zu haben als vor zwölf Monaten. Damals hatte er sich zwei Wochen nach der Schlussetappe der Frankreich-Rundfahrt bei der Rad-WM in Glasgow mit deutlichem Vorsprung seinen ersten Weltmeistertitel im Straßenrennen gesichert. “Das ist sicherlich ein gutes Zeichen“, sagte Moerenhout nun im Vergleich der beiden Groß-Events.

Positiv bewertete der Niederländer auch van Baarles Verfassung. Der Klassikerspezialist hatte sich bei einem Sturz auf der 5. Etappe des Critérium du Dauphiné das Schlüsselbein gebrochen und sich nach einer Operation wochenlang in einem Höhentrainingslager in Tignes auf die Spiele vorbereitet – übrigens gemeinsam mit seiner Freundin Pauline Ferrand-Prévot, die am vergangenen Sonntag Gold im Olympischen Mountainbikerennen gewonnen hatte.

“Dylan hat eine gute Moral und ist zu 100 Prozent zuversichtlich, dass er am Samstag in Topform sein wird. Der Mountainbike-Weltmeistertitel seiner Freundin Pauline Ferrand-Prévot hat ihn natürlich noch mehr motiviert“, sagte Moerenhout, der als wichtigen Faktor neben der anspruchsvollen Klassikerstrecke über 273 Kilometer auch das Wetter ausgemacht hat.

Am Dienstag erkundete Moerenhout den Parcours gemeinsam mit Hoole, der bei Temperaturen jenseits der dreißig Grad fünf Stunden im Sattel saß. Sein Trainer begleitete ihn zunächst mit dem Auto, wechselte für die letzten eineinhalb Stunden dann aber auf das Fahrrad. “Man merkt man sofort, dass sich die Anstiege rund um Montmartre bei 30 Grad ganz anders anfühlen als bei 24 Grad. Das kann einen großen Einfluss auf das Rennen haben“, prognostizierte der ehemalige Rabobank-Profi.

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