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20.05.2024 | (rsn) – Bereits in der vergangenen Woche wurde der Streckenverlauf der über den Stelvio führenden 16. Giro-Etappe entschärft. Wegen Lawinengefahr nahm RCS Sport die Überquerung des 2.757 Meter hohen Passes aus dem Programm. Stattdessen soll es nach dem zweiten Ruhetag nun über den 2.498 Meter hohen Umbrailpass gehen und nach einem kurzen Schweiz-Abstecher wieder zurück auf die ursprüngliche Route.
Doch aufgrund der nach wie vor winterlichen Wetterbedingungen in den Alpen droht auch diese Variante obsolet zu werden. Wie Cofidis-Profi Simon Geschke auf dem X-Account des cyclingmagazine berichtete, seien für den Umbrailpass Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt gemeldet.
“Im Moment stehen Teams und UCI auf der einen und der Veranstalter RCS auf der anderen Seite“, schrieb der Freiburger und meinte weiter: “Im Moment will die RCS (natürlich) die Etappe wie geplant durchziehen. Die UCI behält sich allerdings vor, die Etappe komplett zu canceln, wenn es oben am Umbrail schneit. Die Fahrer würden gern nach der Umbrailabfahrt das Rennen starten und den Rest der Etappe normal Rennen fahren.“
Am Abend berichtete Wielerflits dann von einer Einigung zwischen RCS Sport sowie der Fahrervertretung CPA und der AIGCP – der Vereinigung der Profiteams. Demnach wurde, basierend auf dem Extreme Weather Protocol und dem Reglement eine Liste möglicher Maßnahmen erstellt, die umgesetzt werden können, sollten die Wetterbedingungen dies erforderlich machen.
Sollte das Rennen wie vorgesehen stattfinden können, werden demnach verschiedene Sicherheitsmaßnahmen vorgenommen. Dazu gehören, dass die Fahrer vom Start bis zehn Kilometer vor dem Ziel versorgt werden können. Erlaubt ist zudem der Einsatz eines dritten Teamwagens. Zudem sollen drei Autos zusätzliche Regenjacken verteilen.
Sollten sich die Wetterbedingungen verschlechtern, wird am Gipfel des Umbrailpasses nach 50,2 Kilometern eine Haltezone eingerichtet, in der die Fahrer die Möglichkeit haben, sich umzuziehen. Das Rennen wird dann für drei Minuten unterbrochen. Bei extremen Wetterbedingungen wird die Etappe so lange neutralisiert ausgetragen, bis die Organisatoren die Sicherheit der Fahrer wieder gewährleisten können.
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