Van Aert mit Evenepoels TV-Auftritt unzufrieden | radsport-news.com
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Belgier haben nach WM weiteren Gesprächsbedarf

Van Aert mit Evenepoels TV-Auftritt unzufrieden

Foto zu dem Text "Van Aert mit Evenepoels TV-Auftritt unzufrieden"
Wout Van Aert ortet weiteren Gesprächsbedarf im Rückblick auf das WM-Straßenrennen | Foto: Cor Vos

05.10.2021  |  (rsn) – Nach wie vor sind die Wogen noch hoch im belgischen Team nach der bitteren Niederlage bei den Straßenradweltmeisterschaften der Elite, wo für die großen Favoriten am Ende nur Platz vier durch Jasper Stuyven (Trek – Segafredo) blieb. Über die Medien teilten die Fahrer, speziell Jungstar Remco Evenepoel ordentlich gegeneinander als auch gegen Nationaltrainer Sven Vanthourenhout aus. Dass die Geschichte noch nicht zu Ende ist, erklärte zuletzt Wout Van Aert im Podcast 'De Tribune' des belgischen TV-Senders Sporza.

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"Er hat Aussagen getroffen, die wir intern hätten diskutieren sollen. Dafür war genug Platz, da wir nach dem Rennen noch eine Weile zusammen waren. Oder er hätte es auch später machen können, aber ich glaube nicht, dass ein Fernsehstudio der richtige Ort dafür ist", bezog sich Van Aert auf Evenepoels Auftritt in Extra Time Koers. Dort hatte dieser Kritik an Vanthourenhout geäußert und erzählt, dass die Teambesprechung vor der WM unklar gewesen sei.

"Das fand ich inhaltlich seltsam, denn er kannte unsere Taktik, wusste aber danach, dass sie ihm nicht klar war und er auf eigene Ambitionen fahren wollte. Ich denke, unserem Trainer war sehr klar, für was er ihn ausgewählt hatte", schilderte Van Aert. Auch für ihn scheint das Thema WM-Rennen noch nicht abgehakt zu sein.

"Es gab noch keine großen Schritte um das aufzuklären, aber das wird kommen. Es ist wichtig, dass wir noch einmal darüber sprechen, denn wir werden sicher weiterhin in Auswahlen gemeinsam fahren", so Van Aert. Der Belgier sprach damit das große Dilemma von Nationaltrainer Vanthourenhout an, die beiden großen Fahrer und ihre großen Egos auf ein gemeinsames Ziel auszurichten. Denn weder bei den Olympischen Spielen in Tokio als bei den Straßenweltmeisterschaften in Flandern war ihm das bislang gelungen.

"Wir können uns perfekt ergänzen und es wird Kurse geben, die ihm mehr liegen und wo ich mich opfern muss", meinte Van Aert, fügte aber mahnend an: "Dafür ist es aber notwendig, dass wir untereinander kommunizieren können und ich denke, Remco muss da noch einiges lernen."

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