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Norweger gewinnt WM-Juniorenrennenals Solist

Hagenes holt sich in Leuven die Goldmedaille, Lührs Zehnter

Foto zu dem Text "Hagenes holt sich in Leuven die Goldmedaille, Lührs Zehnter"
Per Strand Hagenes ist als erster Norweger Junioren-Weltmeister geworden. | Foto: Cor Vos

24.09.2021  |  (rsn) – Per Strand Hagenes ist als erster Norweger Junioren-Weltmeister geworden. Der 18-Jährige setzte sich auf dem Stadtkurs von Leuven über 121,4 Kilometern nach einer Attacke auf den letzten sechs Kilometern souverän als Solist durch. Mit 19 Sekunden Rückstand holte der Franzose Romain Gregoire, dem sich Hagenes im EM-Straßenrennen von Trento noch geschlagen geben musste, die Silbermedaille.

Im Sprint der ersten größeren Verfolgergruppe sicherte sich 24 Sekunden hinter dem Sieger der Este Madis Mihkels Bronze vor dem Slowaken Martin Svrcek und dem Österreicher Alexander Hajek. Als bester deutscher Fahrer belegte der Münchner Luis-Joe Lührs nach einer starken Vorstellung zeitgleich den zehnten Platz.

"Ich wusste, dass es möglich ist, als ich mir gestern den Kurs angesehen habe. Denn ich weiß, dass diese kurzen Puncher-Anstiege mir liegen. Auf solchen Strecken habe ich bei anderen Rennen in diesem Jahr schon gut abgeschnitten. Aber es dann auch umzusetzen, das ist unglaublich“, sagte Hagenes, der 2022 für das Jumbo-Visma-Development-Team fahren wird, im Sieger-Interview im Ziel. “Ich wollte die Kurve in diese Steigung als Erster nehmen und dann nur noch Vollgas fahren. Ein Franzose war dann an meinem Hinterrad, aber ich habe mich Meter um Meter abgesetzt. Also habe ich nur noch den Kopf runtergenommen und bin, so hart ich konnte, ins Ziel gefahren."

 
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So lief das Rennen:

Lührs, der Tscheche Milan Kadlec und der Brite Joshua Tarling zogen schon in der ersten von acht Runden des 15 Kilometer langen Stadtkurses davon. Obwohl sich das Trio nur einen Maximalvorsprung von rund einer Minute erarbeiten konnte, hielt es sich lange an der Spitze.

Die Ausreißer profitierten auf dem technischen Kurs von zahlreichen Stürzen, die das Feld schnell verkleinerten und die Nachführarbeit erschwerten. Erst als Belgier und Norweger das Tempo anzogen, halbierte sich der Abstand auf rund 30 Sekunden. Doch auch, als sich das französische Team vor das Feld spannte, änderte sich an der Konstellation nichts, Lührs & Co. behaupteten zäh ihren Vorsprung. Kurz vor dem Ende der drittletzten Runde schloss auf den letzten 32 Kilometern dann allerdings das bereits stark reduzierte Feld zur Spitze auf.

Kurz darauf lösten sich der Italiener Dario Igor Belletta und der Deutsche Daniel Schrag aus der noch rund 30 Fahrer großen Gruppe und erarbeiteten sich einen Vorsprung von gut 20 Sekunden, ehe 20 Kilometer vor dem Ziel die beiden Franzosen Eddy le Huitouze und Pierre Gautherat sowie der Brite Finlay Pickering noch aufschlossen.

Die Schlussrunde nahmen die Ausreißer mit noch zehn Sekunden Vorsprung in Angriff und behaupteten diesen trotz der Tempoarbeit der Belgier. Dabei vergrößerte sich die Spitzengruppe um den Dänen Simon Dalby und kurz darauf noch um den Norweger Strand Hagenes und Gregoire, wodurch die Franzosen drei Mann der achtköpfigen Spitzengruppe stellten.

Hagenes attackierte schließlich im Anstieg zur Wijnpers auf den letzten sechs Kilometern, Dalby stürzte dahinter in der Kurve, so dass die Gruppe zerriss. Gregoire und Belletta versuchten nach der Steigung vergeblich, den Anschluss zum Skandinavier herzustellen. Hagenes behauptete im Finale einen Vorsprung von rund 20 Sekunden auf seine Verfolger und holte sich in Leuven WM-Gold, nachdem er sich bei der EM noch mit Silber begnügen musste. Dagegen reichte es für Europameister Gregoire diesmal nur zum zweiten Platz, den er aber ebenfalls feierte. Die hoch gehandelten Belgier gingen leer aus.

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