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22.09.2021 | (rsn) – Um 15:46 Uhr ist es heute soweit: Dann beginnen für Tony Martin die letzten 22 Rennkilometer seiner Profi-Karriere. Gemeinsam mit Max Walscheid und Nikias Arndt bestreitet der vierfache Einzel- und dreifache Mannschaftszeitfahr-Weltmeister die Mixed-Staffel der Weltmeisterschaften.
Diese letzte Dienstfahrt wird ihn in Höchstgeschwindigkeit von Knokke-Heist an der Küste bis hinein ins malerische Brügge führen, wo bei Martins Zieldurchfahrt der Startschuss für Lisa Brennauer, Lisa Klein und Mieke Kröger fällt, damit die drei Frauen die Staffel vollenden und alle sechs eine knappe halbe Stunde später dann hoffentlich jubeln dürfen – und zwar am liebsten auf der obersten Stufe des Podests.
"Ich hoffe, dass wir da um die Goldmedaille fahren können", sagte Martin selbst nach seinem sechsten Platz im Einzelzeitfahren am Sonntag. Es wäre der traumhafte Abschluss einer großartigen Karriere für den 36-Jährigen, und seine Teamkollegen und Teamkolleginnen wollen alles daran setzen, ihm das zu ermöglichen.
"Ich bin hochmotiviert. Es ist Tony Martins letztes Rennen und es ist natürlich auch eine Ehre, da mit ihm zu fahren. Es wäre grandios, gemeinsam ganz oben stehen zu können", sagte Lisa Klein am Montag nach ihrem siebten Rang im Einzelzeitfahren. Und die Fünfplatzierte Lisa Brennauer betonte ebenfalls: "Dass es Tony Martins Abschiedsrennen ist, gibt dem Ganzen auf jeden Fall nochmal etwas mehr Bedeutung."
Doch den WM-Titel zu erringen, das wird eine schwere Aufgabe – auch wenn der Bund Deutscher Radfahrer ein sehr starkes Sextett am Start hat. Brennauer, Klein und Kröger haben im Sommer gemeinsam Olympia-Gold in der Mannschaftsverfolgung auf der Bahn gewonnen und waren 2019 und 2020 auch schon in dieser damals neu eingeführten Disziplin der Mixed Staffel erfolgreich. Sie bildeten das Frauen-Trio als 2019 in Alkmaar EM- und in Harrogate WM-Silber gewonnen wurde sowie beim EM-Titel 2020 in Plouay.
Deutsche Männer wollen den Frauen diesmal nicht nachstehen
"Wir sind seit Jahren ein eingespieltes Team, egal ob auf Bahn oder Straße, und haben viel miteinander erlebt. Da muss man nicht viel kommunizieren, braucht nicht viele Worte. Wir vertrauen uns auf dem Rad, jeder hat seine Stärken und Schwächen und wir wissen, wie wir sie am besten nutzen", so Brennauer. Tatsächlich fuhr das Trio sowohl in Alkmaar als auch Harrogate und Plouay immer die Frauen-Bestzeit – wenn es nicht zu Gold, sondern nur zu Silber reichte, lag das in beiden Fällen daran, dass ein anderes Männer-Trio besser war, als das der Deutschen.
Martin, Walscheid und Arndt wollen das in diesem Jahr ändern und den virtuellen Staffelstab am liebsten schon mit Bestzeit an die Frauen übergeben. Doch ihre Konkurrenz ist bärenstark – zumal im Gegensatz zur WM-Premiere der Disziplin in England vor zwei Jahren mehr Verbände gemeldet und diese auch stärker aufgestellt haben. Viele Länder haben die Disziplin auch mit ihrem neuen Termin zur Wochenmitte mehr in den Fokus gerückt.
13 Teams stehen in Knokke-Heist am Mittwochnachmittag ab 14:00 Uhr in drei Startblöcken auf der großen Rampe – beginnend mit der internationalen Mannschaft des UCI World Cycling Centre (WCC) und endend mit den Titelverteidigern aus der Niederlande. Im ersten Block sind neben dem WCC auch Spanien, Polen und Österreich an der Reihe, wobei Letztere tatsächlich das Potential haben dürften, dann für einige Zeit auf dem Hot Seat zu sitzen, bis die USA den zweiten Startblock eröffnet.
Briten und Franzosen setzen auf Eingespieltheit von der Bahn
Die US-Amerikaner starten mit Lawson Craddock, Brandon McNulty und Neilson Powless sowie Coryn Rivera, Leah Thomas und Ruth Winder und dürften dann einen ersten richtig heißen Richtwert setzen. Und von da an scheint für fast jedes Team eine Medaille möglich. Die Briten setzen, wie schon 2019 zuhause in Yorkshire bei den Männern auf die Bahn-Asse John Archibald und Daniel Bigham, die dort von Alex Dowsett unterstützt werden. Die Schweiz strotzt danach mit Stefan Küng, Stefan Bissegger, Mauro Schmid, Marlen Reusser, Elise Chabbey und Nicole Koller nur so vor Kraft.
Frankreich folgt dem britischen Ansatz und setzt auf viel Mannschaftsverfolgungs-Erfahrung, während Belgien voll auf seine Straßenfahrer setzt – allerdings ohne die Titelkandidaten fürs Straßenrennen am Sonntag bei den Männern. Die Gastgeber, die den dritten Block eröffnen, hätten also durchaus noch etwas stärker aufstellen können.
Dann aber wird es in Sachen Edelmetall richtig spannend: Dänemark ist mit sehr eingespielten und befreundeten Athleten und Athletinnen am Start und könnte allein schon davon profitieren. Amalie Dideriksen und Julie Leth kennen sich schon lange sehr gut, fahren auch auf der Bahn zusammen, und Emma Norsgaard ist als Powerhouse eine perfekte Ergänzung. Dazu kommen Norsgaards Bruder Mathias und ihr Freund Mikkel Bjerg bei den Männern, die den dreifachen Vuelta-Etappensieger Magnus Cort Nielsen dabei haben.
Italiener und Niederländer mit Super-Aufstellungen
Nach den Dänen startet das deutsche Sextett, und wenn Brennauer, Klein und Kröger im Ziel sind muss nur noch auf die Italiener und die Niederländer gewartet werden. Italien hat in Trento den EM-Titel im Mixed gewonnen und hat sich im Vergleich zum dortigen Aufgebot sogar nochmal etwas verstärkt: Alessandro De Marchi wird durch Edoardo Affini ersetzt. In Trento war man 21 Sekunden schneller als die Deutschen, die dort abgesehen von Walscheid und Kröger aber mit B-Besetzung unterwegs waren.
Bleiben die Titelverteidiger aus der Niederlande – und die sind schwer einzuschätzen. Denn Koen Bouwman, Jos van Emden und Bauke Mollema sehen auf dem Papier zwar nicht unbedingt übermächtig aus, sind aber eben genau die drei Männer, die auch 2019 beim Sieg in Yorkshire schon unterwegs waren und Bestzeit fuhren. Und was Oranje dann bei den Frauen aufbietet, das ist an individueller Stärke nahezu unschlagbar: Zeitfahr-Weltmeisterin Ellen van Dijk, Zeitfahr-Olympiasiegerin Annemiek van Vleuten und die Neunte vom Montag, Riejanne Markus.
Die Frage ist am Ende aber, welches Team seine individuelle Klasse als Gesamtpaket am besten auf die Straße bekommt – und deshalb dürfte es ein sehr spannender Nachmittag in dieser noch sehr jungen Disziplin werden. "Es wird eine ganz, ganz schwere Konkurrenz. Und es ist auch schwer einzuschätzen, es ist eine noch relativ neue Disziplin", meinte auch Walscheid am Sonntag. Doch auch er hat nur ein Ziel: "Gold" um sein altes Vorbild Tony Martin standesgemäß in den Ruhestand zu verabschieden.
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