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US-Amerikaner imponiert bei Tour de Wallonie

“Ein echtes Tier“: Simmons schlägt Dewulf im Sprintduell

Foto zu dem Text "“Ein echtes Tier“: Simmons schlägt Dewulf im Sprintduell"
Quinn Simmons (Trek - Segafredo) hat die Königsetappe der Tour de Wallonie gewonnen. | Foto: Cor Vos

22.07.2021  |  (rsn) - Wie sein Vorgänger Remco Evenepoel auch wechselte Quinn Simmons nach seinem WM-Titelgewinn bei den Junioren direkt aus der U19-Klasse zu den Profis und unterschrieb Ende 2019 einen Vertrag beim US-Rennstall Trek - Segafredo. Im Gegensatz zum Belgier, der im Deceuninck - Quick-Step-Team auf Anhieb einschlug und in seinem ersten Jahr in der WorldTour bereits fünf Siege feiern konnte, tat sich der US-Amerikaner lange Zeit schwer und hatte nicht nur in sportlicher Hinsicht zu kämpfen. Wegen “schädlicher Äußerungen“ in den Sozialen Medien wenige Wochen vor den Präsidentenwahlen in den USA wurde Simmons von seinem Team im Herbst sogar suspendiert.

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Als Sechster der Bretagne Classic - Ouest-France und mit Rang zwei bei der Ungarn-Rundfahrt konnte der Jungprofi allerdings im Spätsommer 2020 schon einige Duftmarken setzen. In seiner zweiten Profisaison blieb Simmons dann zunächst wieder unauffällig, ehe nun auf der Königsetappe der Tour de Wallonie der Knoten platzte. Gut zwei Monate nach seinem 20. Geburtstag sicherte sich Simmons auf der schweren 3. Etappe über 179 Kilometer vom Signal de Botrange nach Érezée seinen ersten Profisieg vor dem Belgier Stan Dewulf (AG2R Citroën), den er im Sprintduell auf ansteigender Zielgeraden deutlich hinter sich ließ.

“Das ist mein erster Sieg als Profi und der erste ist natürlich immer ein großer. Ich bin jetzt seit eineinhalb Jahren Profi und dass es nun endlich passiert, ist eine große Erleichterung. Es hat eine Weile gedauert und ich habe schon ein bisschen an Selbstvertrauen verloren“, gestand Simmons nach der Etappe ein. “Das letzte Mal, dass ich ein Rennen gewonnen habe, war vor zwei Jahren bei der WM in Yorkshire. Schön, dass dieses Gefühl jetzt wieder da ist.“

Zuvor hatte Simmons bereits auf dem schweren, nach einer Streckenänderung zweimal zu absolvierenden Rundkurs rund 40 Kilometer vor dem Ziel attackiert und eine siebenköpfige Spitzengruppe initiiert, die 20 Kilometer später aber wieder eingefangen wurde. Als zehn Kilometer vor dem Ziel Matteo Fabbro (Bora - hansgrohe), Alessandro Covi (UAE Team Emirates), Odd Christian Eiking (Intermarché-Wanty-Gobert) und Dewulf bei der letzten Überquerung der Côte de Beffe davonzogen, schaffte Simmons zunächst den Anschluss, ehe er auf den letzten drei Kilometern gemeinsam mit Dewulf davonzog und die Verfolger auf Distanz halten konnte.

Im direkten Duell setzte er sich dann deutlich vor dem 23-jährigen Belgier durch, der damit weiter auf seinen ersten Profisieg warten muss. "Ich wusste, dass es ein Sprint auf Biegen und Brechen werden würde. Es kam darauf an, wer noch am frischsten war. Ich habe nochmal die Führung übernommen und wollte sie dann wieder abgeben, um den Sprint von hinten zu beginnen. Aber verdammt...er ist schon ein echtes Tier“, sagte Dewulf anerkennend über seinen Konkurrenten, der nun die Gesamtwertung mit drei Sekunden Vorsprung auf ihn anführt.

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