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Von Politt bis Zimmermann

Die deutschen Tour-Starter / Teil 2

Foto zu dem Text "Die deutschen Tour-Starter / Teil 2"
Nils Politt (Bora - hansgrohe) | Foto: Cor Vos

23.06.2021  |  (rsn) - Insgesamt zwölf deutsche Profis treten am Samstag in Brest zur 108. Tour de France an. Erfahrenster ist mit bisher zwölf Teilnahmen der viermalige Zeitfahrweltmeister Tony Martin (Jumbo - Visma). Vor ihren ersten Starts beim größten Radrennen der Welt stehen dagegen die beiden Youngster Jonas Rutsch (EF Education - Nippo) und Georg Zimmermann (Intermarchè - Wanty - Gobert). Wir stellen die schwarz-rot-goldene Tour-Fraktion vor:

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Nils Politt (Bora - hansgrohe, 27 Jahre, 5. Teilnahme):
Der Klassikerspezialist aus Hürth hat es dank seiner Vielseitigkeit in das Tour-Aufgebot von Bora - hansgrohe geschafft. Das bedeutet aber auch, dass auf Politt viel Arbeit auf den flachen und mittelschweren Etappen zukommen dürfte, wo sein Teamkollege Peter Sagan um das Grüne Trikot kämpfen wird. Seine Auftritte bei den Deutschen Meisterschaften - Vierter des Zeitfahrens, Rang sechs im Straßenrennen - zeigen aber auch, dass der 27-Jährige sowohl in den beiden Zeitfahren als auch aus Ausreißergruppen heraus für einige Spitzenergebnisse gut sein könnte.

Jonas Rutsch (Education First - Nippo, 23 Jahre, 1. Teilnahme):
Wie der gleichaltrige Georg Zimmermann (Intermarchè - Wanty - Gobert) ist der Erbacher ein Tour-Debütant, der für viele überraschend den Sprung in das stark besetzte EF-Aufgebot geschafft hat. Von ungefähr kommt die Nominierung aber nicht, denn Rutsch kann auf eine bisher überzeugende Saison mit vielen starken Auftritten auf ganz unterschiedlichem Terrain zurückblicken. Bei seiner ersten Grand Tour überhaupt wird es Rutsch wie den meisten Neulingen ergehen: Erfahrungen sammeln, die von der Teamleitung gestellten Aufgaben erfüllen und in Paris ankommen, dürfte das Motto lauten.

Jasha Sütterlin (DSM, 28 Jahre, 2. Teilnahme):
Der Freiburger steht erstmals seit 2017 wieder am Start einer Frankreich-Rundfahrt und könnte bei DSM die Rolle des Road Captain übernehmen, die zuletzt der diesmal fehlende Nikias Arndt ausgefüllt hatte. Sütterlin ist mit seinen 28 Jahren der älteste Fahrer im Aufgebot des in Deutschland lizensierten Rennstalls und wird deshalb vor allem mit seiner Erfahrung gefragt sein.

Maximilian Walscheid (Qhubeka Assos, 28 Jahre, 2. Teilnahme):
Bei der Tour-Premiere 2020 noch als Helfer von Giacomo Nizzolo eingesetzt, erhält der fast zwei Meter große Heidelberger bei der 108. Tour de France freie Fahrt. Der gelernte Sprinter ist mittlerweile aber in den Zeitfahren fast stärker einzuschätzen, wie er mit mehreren Spitzenergebnissen in dieser Saison bewies. Zuletzt sicherte sich Walscheid bei den Deutschen Zeitfahrmeisterschaften die Bronzemedaille. Bei der Tour werden sich dem 28-Jährigen auf jeweils flachem Terrain gleich zwei Chancen im Kampf gegen die Uhr bieten. Dazu kommen voraussichtlich acht Massensprints, in denen Walscheid allerdings auf starke Konkurrenz treffen wird.

Rick Zabel (Israel Start-Up Nation, 27 Jahre, 4. Teilnahme):
Aus seinem Unverständnis über die Nicht-Berücksichtigung für das Giro-Aufgebot hatte der Sohn von Erik Zabel keinen Hehl gemacht. Doch dann gelangen seinem Sprintkapitän André Greipel innerhalb kurzer Zeit gleich zwei Siege, an denen auch Zabel seinen Anteil hatte. Ergebnis war, dass die beiden Deutschen von der Teamleitung die Tour-Tickets erhielten. Bei seiner vierten Teilnahme wird sich Zabel ganz in den Dienst seines Landsmanns stellen und Greipel in den Sprintfinals so gut wie möglich lancieren.

Georg Zimmermann (Intermarchè - Wanty - Gobert, 23 Jahre, 1. Teilnahme):
Wie sein Teamkollege Koch legte auch der junge Augsburger einen famosen Auftritt bei den Deutschen Meisterschaften hin und sicherte sich hinter Maximilian Schachmann und Koch die Bronzemedaille. Da sein Team keinen aussichtsreichen Klassementfahrer dabei hat - der Südafrikaner Louis Meintjes scheint seine besten Zeiten hinter sich zu haben - dürften sich für den Tour-Debütanten, der im vergangenen Jahr bei seiner ersten Vuelta a Espana auf Anhieb Rang 21 des Schlussklassements belegte, vor allem auf anspruchsvollem Terrain einige Gelegenheiten ergeben. Wenn alle Räder ineinander greifen, könnte Zimmermann sogar eine der Überraschungen dieser Tour werden.

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