--> -->
03.02.2021 | (rsn) - In der Planung für die Saison 2021 bewegte Teamchef Marc Madiot bei Groupama - FDJ nur wenige Stellschrauben. Nachdem er die Verträge all seiner Leistungsträger langfristig verlängert hatte, ging es für den Franzosen trotz einer eher durchwachsenen Saison augenscheinlich darum, die Mannschaft in der Breite zu verstärken.
Rückblick 2020: Zwar feierte die Equipe immerhin 20 Siege, den Löwnantiel davon - nämlich 14 - ging auf das Konto von Sprinter Arnaud Demare, der unter anderem vier Etappen des Giro d`Italia gewann. Erfolge auf WorldTour-Niveau gelangen zudem noch David Gaudu, der zwei-Vuelta-Etappen für sich entschied, und die Rundfahrt auf Rang acht abschloss. Dagegen blieb Kapitän Thibaut Pinot beim Saisonhöhepunkt Tour de France auch wegen einer Rückenverletzung mal wieder hinter den Erwartungen zurück.
Eine gute Saison dagegen absolvierte der Schweizer Stefan Küng, der in seiner Heimat die Zeitfahr- und Straßenmeisterschaften gewann und in Plouay dazu in seiner Spezialdisziplin Europameister wurde. Dazu kam Zeitfahrbronze bei den Straßenweltmeisterschaften von Imola. Bei den Klassikern dagegen lief es nicht ganz so rund, auch wenn Platz fünf bei Gent - Wevelgem aller Achtung wert war.. Der Rest des Teams stellte sich vornehmlich in den Dienst der Kapitäne.
Kommen: Attila Valter (CCC), Matteo Badilatti (Israel Start-Up Nation), Clément Davy, Lars van den Berg (beide Groupama - FDJ Equipe Continentale)
Gehen: Marc Sarreau (AG2R Citröen Team), Kilian Frankiny (Qubeka Assos), Leo Vincenz (Ziel unbekannt)
Bleiben: Bruno Amirail, William Bonnet, Alexys Brunel, Mickael Delage, Arnaud Démare, Antoine Duchesne, David Gaudu, Kevin Geniets, Jacopo Guarnieri, Simon Guglielmi, Ignatas Konovalovas, Stefang Küng, Matthieu Ladagnous, Olivier Le Gac, Fabien Lienhard, Tobais Ludvigsson, Valentin Madouas, Rudy Molard, Thibaut Pinot, Sébastien Reichenbach, Anthony Roux, Miles Scotson, Ramon Sinkeldam, Jake Stewart, Benjamin Thomas
Zum Aufgebot von Groupama - FDJ
Analyse: Mit Marc Sarreau hat der - 2020 allerdings sieglose - zweitbeste Sprinter das Team verlassen, auch der zuverlässige Kilian Frankiny erhielt keinen neuen Vertrag. Nun setzt die Teamleitung dort künftig ganz auf Démare, der 2021 nach seinem erfolgreichen Giro freie Fahrt bei der Tour de France bekommen soll. Das gilt auch für Gaudu, der beim Heimspiel die Gesamtwertung ins Visier nehmen soll, wogegen Pinot wieder den Giro d`Italia als Saisonhöhepunkt ins Visier nimmt, nachdem es in den vergangenen Jahrn bei der Tour nicht gelaufen war.
Badilatti und Valter, die beiden einzigen Zugänge mit WorldTour-Erfahrung, sollen die Kapitäne vor allem auf schwierigem Terrain unterstützen und können selbst auch bei kleineren Rundfahrten Akzente setzen. Perspektivisch soll dies auch für Neo-Profi Lars van den Berg gelten. Für Zeitfahrtalent Clement Davy, zweiter Neo-Profi im Aufgebot, wird es vor allem darum gehen, im Profifeld Fuß zu fassen.
Sarreaus Rolle könnte der Schweizer Fabian Lienhard übernehmen und das ein oder andere Ergebnis einfahren. Eine der spannenden Fragen ist, ob der 24-jährige Gaudu in der Lage ist, sich nach einer starken Vuelta weiter zu verbessern. Dagegen stellt sich im Fall von Pinot die Frage, ob der 30-Jährige wieder die Kurve kriegt. Der Giro könnte seine letzte Chance sein, bei den großen Rundfahrten in die Erfolgsspur zurückzukehren.
Die Klassikerfraktion ist auf Küng ausgerichtet. Der 27-Jährige, einer der besten Zeitfahrern im Peloton, will künftig auch bei den Klassikern über Kopfsteinpflaster um Siege mitfahren. Allerdings wird er dabei meist auf sich alleine gestellt sein, ein entscheidender Nachteil gegenüber der Konkurrenz sein.
Neben Valter, der 2020 die Ungarn-Rundfahrt gewann, könnten auch Kevin Geniets, der bei den Luxemburgischen Meisterschaften Dauersieger Bob Jungels entthronte, und Allrounder Valentin Madouas zu den positiven Überraschungen gehören.
An der Hierarchie wird sich wenig ändern: Démare, Gaudu, Pinot und Küng sollen für die Ergebnisse zuständig sein, der Rest des Teams wird sich vor allem in den großen Rennen wieder voll in den Dienst der Kapitäne stellen.
Prognose: Sollten sich die jungen Fahrer weiter positiv entwickeln und Démare auch 2021 Siege in zweistelliger Höhe einfahren, wird Groupama - FDJ wieder eine erfolgreiche Saison absolvieren können. Dazu beitragen kann auch der stets konstant fahrende Küng, und zwar nicht nur in den Zeitfahren, sondern auch bei einem der großen Eintagesrennen.
Und sollte Pinot wieder in Form und verletzungsfrei durch die Saison kommen, könnte auch wieder ein Grand-Tour-Spitzenergebnis drin sein. Im schlimmsten Fall ist aber auch ein Szenario wie zuletzt bei Tom Dumoulin nicht auszuschließen.
Eckdaten:
Land: Frankreich
Hauptsponsor: Groupama, FDJ
Branche: Versicherungen, Lottogesellschaft
Manager: Marc Madiot
Radausrüster: Lapierre
Gruppe: Shimano
Laufräder: Shimano
Reifen: Continental
Teamranking 2020: 9
Fahrer im Aufgebot: 30
Durchschnittsalter: 28,4
18.02.2021UAE Team Emirates: Selbst im Sieg noch unterschätzt(rsn) - Der Tour de France-Sieg von Tadej Pogacar war die verfrühte Krönung eines Teams, das eigentlich gerade erst im Begriff ist, die Radsport-Welt zu erobern. Denn auch wenn alle Experten Recht h
17.02.2021Trek - Segafredo: Fast alles bleibt beim Alten(rsn) - Nachdem Manager Luca Guercilena seinen Kader zur Saison 2020 ordentlich durcheinandergewirbelt hatte, hielt sich der Italiener diesmal auf dem Transfermarkt zurück. Die vier Abgänge wurden d
16.02.2021Jumbo - Visma: Geschwächt, aber noch immer bärenstark(rsn) - Im ersten Corona-Jahr hat der niederländische Rennstall nicht nur Ineos Grenadiers als dominierendes Rundfahrt-Team abgelöst, sondern auch Deceuninck - Quick-Step von der Spitze der Weltrang
15.02.2021Team Qhubeka Assos: Die Hoffnungen ruhen auf Nizzolo(rsn) - Bis zum Saisonende 2020 stand ein dickes Fragezeichen hinter dem Fortbestand der Mannschaft von Manager Douglas Ryder. Erst auf den letzten Drücker konnte mit dem Schweizer Radsport-Bekleidu
12.02.2021Team DSM: Wandlungsfähigkeit als Markenzeichen(rsn) - Kaum ein anderes Team aus der WorldTour hat sich in den vergangenen Jahren von derart vielen Weltklassefahrern verabschiedet wie der Rennstall von Manager Iwan Spekenbrink. Von Marcel Kittel Ã
11.02.2021Team BikeExchange: Die Hoffnungen ruhen auf Rückkehrer Matthews(rsn) - Bisher unter dem Namen Mitchelton - Scott aktiv, fährt die australische Equipe, die seit dem Sommer 2020 von Brent Copeland geführt wird, in dieser Saison unter dem Namen BikeExchange. Pers
10.02.2021Movistar: Darf Valverde am Jahresende endlich aufhören?(rsn) - Darf Alejandro Valverde Ende 2021 mit dann 41 Jahren endlich seine Karriere beenden? Diese Frage müssen seine jungen Teamkollegen in dieser Saison mit ihren eigenen Leistungen beantworten. De
09.02.2021Lotto Soudal: Tausche Alt gegen Jung(rsn) - Auch im vergangenen Jahr war Lotto Soudal mit deutlichem Abstand hinter Deceuninck - Quick-Step nur das zweitbeste der beiden belgischen WorldTeams. Die nur zwölf Saisonsiege hatten es aber f
08.02.2021Intermarché - Wanty Gobert: Neulinge im Übergangsjahr(rsn) - Im 13. Jahr ihres Bestehens hat die belgische Mannschaft des Sportdirektoren-Urgesteins Hilaire Van der Schueren den Schritt in die WorldTour geschafft: Das Team, das zuletzt als Circus - Want
05.02.2021Israel Start-Up Nation: Alles steht und fällt mit Froome(rsn) - Nach erfolgreichen Giro- und Vuelta Auftritten will die Israel Start-Up Nation in ihrer zweiten WorldTour-Saison nun auch bei der Tour de France um Siege kämpfen. Für die Gesamtwertung wurde
04.02.2021Ineos Grenadiers: Zurück zur alten Grand-Tour-Dominanz?(rsn) - In der Corona-Saison büßte Ineos Grenadiers zwar seine langjährige Dominanz bei der Tour de France ein. Dennoch hatte die erfolgsverwöhnte Startruppe auch 2020 bei einer Grand Tour wieder
02.02.2021EF Education - Nippo: Gelingt es, die Abgänge zu kompensieren?(rsn) - Der US-Rennstall mit dem selbstgeschaffenen Hipster-Image war eines der Teams, das im Frühjahr hart durch die Corona-Pandemie getroffen wurde. Da Hauptsponsor Education First in finanzielle N
29.11.2025Gall und Schneider sind Österreichs Radsportler des Jahres (rsn) – Felix Gall (Decathlon – AG2R) und Lorena Schneider wurden in Hallwang zu Österreichs Radsportlern des Jahres >gewählt. Gall errang die Auszeichnung nach 2015 und 2023 insgesamt zum drit
29.11.2025Vingegaard über Karriereende: “Vielleicht werde ich Zimmermann“ (rsn) – Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) steht kurz vor seinem 29. Geburtstag – das Karriereende sollte für ihn also noch in weiter Ferne liegen. Dennoch hat sich der Däne bereits mit
29.11.2025Pogacar: Giro und Vuelta sollten Platz im Kalender tauschen (rsn) – Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) hat seit 2019 nicht mehr an der Vuelta a España (2.UWT) teilgenommen – eines der wenigen großen Rennen, die im Palmarès des Dominators noch feh
29.11.2025Die Radsport-News-Jahresrangliste der Männer 2025 (rsn) – Es ist inzwischen RSN-Tradition. Und auch wenn sich mit Christoph Adamietz der Vater der Idee vor einem Jahr aus unserem Autoren-Team verabschiedet hat, so soll diese Tradition fortgesetzt w
29.11.2025Endlich UCI-Rennsieger: Der Knoten platzte in Frankreich (rsn) – Satolas-et-Bonce und Saint-Maurice-L’Exil – zwei Gemeinden im Départmenet Isère in Frankreich mit zusammengenommen rund 9000 Einwohnern. Abgesehen von dieser überschaubaren Personenz
29.11.2025Ein Ausrufezeichen nach schwierigen Monaten (rsn) – Auf das große Ausrufezeichen – beispielsweise in Form eines Gesamtsieges bei der Portugal-Rundfahrt wie vor zwei Jahren – musste Colin Stüssi (Team Vorarlberg) in der zurückliegenden
29.11.2025Multidisziplinäre Punktesammlerinnen von Bräutigam bis Waldhoff (rsn) – 56 Frauen haben mit dem neuen, für beide Geschlechter einheitlichen Punktesystem den Sprung in die RSN-Jahresrangliste 2025 geschafft. Wir stellen sie alle in den letzten Wochen des Jahres
29.11.2025Die Radsport-News-Jahresrangliste der Frauen 2025 (rsn) – Seit dem Jahr 2013 blicken wir am Ende der Straßenradsaison neben der Jahresrangliste der Männer auch auf das Jahr der Frauen mit entsprechendem RSN-Ranking zurück. Berücksichtigt werden
28.11.2025Viviani und Impey als Sportdirektoren zu Ineos (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
28.11.2025Start in Namur, 13 Rennen: Van der Poels Cross-Programm steht (rsn) – Wenn in der Vorbereitung alles wie geplant läuft, wird Mathieu van der Poel ist (Alpecin – Deceuninck) am 14. Dezember in die Cyclocross-Saison 2025/26 einsteigen und beim Weltcup in N
28.11.2025Die Theorie erfolgreich in die Praxis umgesetzt (rsn) – Für Lennart Jasch stellte das Jahr 2025 nichts weniger als eine sportliche Zeitenwende dar. Die Saison war die erste, in der sich der seit kurzem 25-Jährige komplett dem Radsport widmen ko
28.11.2025Tour-Debüt für Unibet? Schlussetappe nach Kubis´ Geschmack (rsn) – Den Unibet - Rose Rockets werden gute Chancen auf die Premiere bei der Tour de France 2026 zugebilligt. Neben der erhöhten sportlichen Qualität des Kaders – neu verpflichtet wurden unter