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24.10.2020 | (rsn) - Immer höher, weiter, schwerer und auch länger! Nicht nur im Radsport ist die Tendenz zu Superlativen zu erkennen. Immer öfter setzen sich die Sportler allerdings gegen die Rekordjagden zu Wehr. So auch zu Beginn der 19. Etappe des Giro d’Italia, wo sich die Fahrer erfolgreich weigerten,am Ende einer dreiwöchigen Rundfahrt noch eine 262 Kilometer lange Flachetappe zu absolvieren. Im Gespräch mit radsport-news.com schilderte Rick Zabel (Israel Start-Up Nation), wie die Entscheidung zustande kam.
Schon am Abend vorher gab es ein Geraune. So hatte Boras Sportlicher Leiter Jens Zemke gegenüber radsport-news.com kritisch hinterfragt, ob es in einer Grand Tour Tagesabschnitte über die Distanz eines Monuments geben müsse. Doch von Streik war da nicht die Rede gewesen.
"Ich glaube, dass zunächst eigentlich alle Fahrer an den Start gekommen sind in dem Wissen, die Strecke wie geplant zu fahren. Dann hat sich aber eine eigene Dynamik entwickelt, mit der niemand gerechnet hat, und eine Abstimmung per Telegram (über den CPA-Chat, d. Red.) ergab, dass, wie das auch Adam Hansen gesagt hat, 80 Prozent für eine Verkürzung waren", schilderte Zabel die Entwicklung vor dem Etappenstart.
Dabei sei der Beschluss, die Etappe nicht in voller Länge fahren zu wollen, zwar mit großer Mehrheit, aber nicht einstimmig gefallen. Zabel: "Ich habe zwei Versionen der Abstimmung gehört. Die eine lautete, dass Bora – hansgrohe und Ineos Grenadiers die geplante Strecke fahren wollten, die andere, dass auch noch die italienischen Wildcard-Teams bereit dazu waren.“
"Die CPA hat nicht geholfen"
Einzelne Wortführer habe es nicht gegeben, wie Zabel betonte: "Es waren auch nicht Lotto Soudal oder AG2R, wie später geschrieben wurde, es war wirklich die Mehrheit der Fahrer.“
Die Profis seien es einfach müde gewesen, nach einer der härtesten Giro-Wochen mit vielen Sieben-Stunden-Tagen auch noch eine Flachetappe über sieben Stunden zu bestreiten. "Die CPA (Fahrergewerkschaft, d. Red.) hat dabei nicht geholfen, deren Vertreter stand etwas hilflos dabei. Ich glaube, dass Gianni Bugno nicht einmal informiert war", sagte der 26-Jährige über den immer wieder in der Kritik stehenden italienischen CPA-Chef.
Zabel erhofft sich nun von den Ereignissen der 19. Giro-Etappe eine Signalwirkung. "Es würde mich freuen, wenn das der Anfang einer richtigen Fahrergewerkschaft wäre, die nicht von der UCI initiiert und gesteuert wird. Wir haben gezeigt, dass wir die Schauspieler des Stückes sind, ohne die es nicht stattfinden kann. Ich finde es schade, dass später einige Fahrer zurückgerudert sind", fügte er an, ohne allerdings Namen zu nennen.
Der sichtlich erzürnte Giro-Renndirektor Mauro Vegni hatte noch am Freitag Folgen angekündigt und wird das Preisgeld der Etappe nun für den Kampf gegen Corona spenden. Weitere Sanktionen fürchtet Zabel nicht: "Wir sitzen ja alle in einem Boot. Es wäre schön, wenn die Fahrer bei der Streckenplanung eingebunden werden würden. Zum Beispiel einer aus dem Gruppetto und einer, der um die Gesamtwertung fahren würde", schlug er vor.
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