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11.09.2020 | (rsn) - Lennard Kämna (Bora-hansgrohe) hat bei der 107. Tour de France nach einer großartigen Vorstellung nur knapp den größten Erfolg seiner Karriere verpasst. Der 24-Jährige musste sich auf der 13. Etappe über 191,5 Kilometer von Châtel-Guyon zum Puy Mary (1.589 Meter) im Bergaufsprint um vier Sekunden dem Kolumbianer Daniel Martinez (EF) geschlagen geben. Mit 51 Sekunden Rückstand komplettierte sein Teamkollege Maximilian Schachmann als Dritter das Podium. Mit dem Freiburger Simon Geschke (CCC / +2:35) auf Rang sieben landete ein dritter deutscher Profi in den Top Ten.
"Ich habe mich den ganzen Tag über sehr gut gefühlt. Als wir Schachmann gestellt hatten, ging es nur noch gegen Kämna. Ich war wirklich am Anschlag, aber am Ende hat es geklappt", kommentierte Martinez, Gesamtsieger der diesjährgen Dauphiné, das Finale einer denkwürdigen Etappe, die von einer 17-köpfigen Ausreißergruppe dominiert worden war.
"Ich bin nicht zu 100 Prozent zufrieden. Max hat mir das auf dem Silbertablett präsentiert und deshalb bin ich nicht zufrieden, wie es am Ende gelaufen ist. Nichtsdestotrotz war es eine tolle Etappe", sagte Kämna, der das Bergauffinale auf den letzten 150 Metern eröffnet hatte, dann aber Martienz' Konter nichts mehr entgegensetzen konnte.
Primoz Roglic (Jumbo - Visma) baute mit einer souveränen Vorstellung seine Führung im Gesamtklassement deutlich aus. Der Slowene wurde 6:05 Minuten hinter Martinez Zwölfter vor seinem zeitgleichen Landsmann Tadej Pogacar (UAE - Team Emirates). Titelverteidiger Egan Bernal (Ineos - Grenadiers) konnte im extrem steilen Finale dem Tempo der beiden Slowenen nicht mehr folgen und büßte 38 Sekunden ein.
Im Gesamtklassement liegt Roglic nun 44 Sekunden vor Pogacar und 59 Sekunden vor Bernal, der auf Rang drei zurückfiel.
Sam Bennett (Deceuninck - Quick-Step) verteidigte sein Grünes Trikot. Benoit Cosnefroy (AG2R) bleibt im Gepunkteten Trikot des besten Kletterers. Bernal musste nicht nur Gesamtrang zwei, sondern auch das Weiße Trikot des besten Jungprofis an Pogacar abtreten. EF holte sich von Movistar wieder die Führung in der Teamwertung zurück.
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