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11.12.2020 | (rsn) - 2020 war für Tom Dumoulin ein Jahr mit vielen Tiefen und nur wenigen Hochs. Nach dem mit großen Hoffnungen verbundenen Wechsel von Sunweb zu Jumbo - Visma warf zunächst ein bakterieller Darminfekt den Niederländer lange aus der Bahn. Schließlich sorgte noch die durch die Corona-Pandemie verursachte Saisonunterbrechung dafür, dass Dumoulin erst Anfang August bei der Tour de l’Ain erstmals in einem Rennen das Trikot eines neuen Teams präsentieren konnte.
Danach folgten ein verheißungsvoller siebter Rang beim Critérium du Dauphiné und dieselbe Platzierung bei der Tour de France, wo der Maastrichter als Edelhelfer von Primoz Roglic durchaus zu überzeugen wusste. Das war es aber schon mit den Erfolgserlebnissen.
Sowohl bei den Weltmeisterschaften als auch bei den beiden Ardennenklassikern Flèche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich gelangen Dumoulin keine Spitzenplatzierungen mehr; und bei der Vuelta a Espana erlebte der 30-Jährige sogar ein regelrechtes Desaster und stieg völlig ausgepowert bereits nach der 7. Etappe aus.
In einem Interview mit der Zeitung De Limburger zog Dumoulin nun ein ernüchtertes Fazit von seinem ersten Jahr bei Jumbo - Visma. “Es war körperlich schwieriger als erhofft“, sagte er. “Wenn ich mir die abgelaufene Saison anschaue, denke ich, dass ich mental stark war. Es war (aber) ein Jahr voller Rückschläge, die zweite in Folge“, so Dumoulin, der bereits 2019 durch Verletzungen ausgebremst wurde und auf nur 27 Renntage ohne einen einzigen Sieg gekommen war.
In dieser Saison stellte Dumoulin bis zur Vuelta einen Aufwärtstrend bei sich fest. Doch bei der letzten Grand Tour des Jahres war der Giro-Sieger von 2017 dann plötzlich nicht mehr auf der Höhe. “Ich war bei der Vuelta völlig erschöpft“, sagte Dumoulin und nannte als möglichen Grund eine Überbeanspruchung nach der Tour. “Eigentlich war geplant, dass ich die Klassiker nicht fahren würde, aber es lief gut und ich schien mich zu verbessern. Zudem hatten wir nicht genügend Fahrer“, erklärte er.
Auch nach zwei schwächeren Jahren glaubt Dumoulin weiterhin an eine Rückkehr an die Weltspitze der Rundfahrer, an die er 2017 gestürmt war. Wie sein Sportdirektor Frans Maassen betonte, würde ihm dazu nur ein Prozent fehlen. “Ob das realistisch ist? Ich glaube schon. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich dieses eine Prozent noch zulegen kann“, meinte Dumoulin.
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