Weltverband sieht Eingriff in eigene Kompetenzen

UCI erkennt niederländisches Anti-Doping-Abkommen nicht an

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Danny Nelissen bei der Tour 1996 | Foto: ROTH

27.03.2013  |  (rsn) - Der Radsportweltverband UCI erkennt das Abkommen nicht an, das der Niederländische Radsportverband, die Nationale Anti-Doping-Agentur und die drei heimischen WorldTour-Teams abgeschlossen haben.

Die Vereinbarung sieht vor, dass alle Fahrer und Mitglieder der Rennställe eine Erklärung abgeben, in der sie über eventuelle Doping-Aktivitäten oder ihr Wissen darüber berichten. Wer Doping vor dem 1. Januar zugibt, soll nach einer Suspendierung von nur sechs Monaten wieder in den Radsport zurückkehren dürfen. Alle, die nach diesem Stichtag in Doping verwickelt waren, sollen sofort entlassen werden.

Die beteiligten Parteien hatten bei der Bekanntgabe des Plans erklärt, dass dieser mit der UCI und der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA abgestimmt sei. Der Weltverband dementierte dies nun in dieser Woche und kündigte an, den Plan nicht zu genehmigen.

Die UCI behält die letzte Entscheidung in Fragen von Suspendierungen und sieht das Abkommen als einen Eingriff in einen möglichen Zukunfts- und Wahrheitsprozess.

Herman Ram, Chef der niederländischen NADA, nannte die Position der UCI logisch. „Daran ist nichts falsch und es ist nicht neu“, erklärte Ram. Huub Kloosterhuis, Vorsitzender des Niederländischen Radsportverbandes, wollte die Meldung zunächst nicht kommentieren.

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