WM-Bilanz des BDR

"D"eutsche "R"eichsbahn sagt alles

28.09.2009  |  Mendrisio (rsn) - Die Weltmeisterschaften 2009 in Mendrisio (Schweiz) und der BDR! Eine Geschichte von zweimal Bronze und einigen - peinlichen - Pannen!

Es war klar, dass der BDR sein Traumergebnis aus dem letzten Jahr nur sehr schwer erreichen würde, als er bei der WM im 20 Kilometer entfernten Varese (Italien) je einmal Gold und Silber sowie dreimal Bronze einsammelte. In der Schweiz musste sich der BDR mit den dritten Plätzen der Zeitfahrer Tony Martin und Patrick Gretsch zufrieden geben. Dazu kamen zwei vierte Plätze - also zwei Mal Blech - durch Judith Arndt und Marcel Kittel.

Trotzdem zog BDR-Vize Udo Sprenger zufrieden Bilanz: „Das Topergebnis aus dem Vorjahr war ohnehin nicht zu erreichen. Aber wir lagen nur eine Medaille unter meiner WM-Prognose und haben in jedem Rennen - auch im Hinblick auf London 2012 - Akzente gesetzt.“

In Erinnerung bleiben aber weniger die Erfolge als die Pannen, die den schwarz-rot-goldenen Funktionären unterliefen.

Allen voran der Fehler von Sportdirektor Burckhard Bremer, der vergaß, Sarah Düster für das Frauenrennen zu melden. Ein Rücktritt des Verantwortlichen wäre angemessen, weil er eine Athletin zutiefst enttäuschte. Düster wähnte sich am Ziel ihres Kindheitstraumes, nach dem sie in den letzten Jahren trotz guter Leistungen bei der WM-Nominierung immer übergangen worden war. Bremers Fehler ist deshalb kaum wieder gut zu machen.

Aber auch Kleinigkeiten stimmten in Mendrisio nicht.

So konnte der klamme BDR seinen Athleten statt einheitlichen Trainingsanzügen nur schwarze Polohemden zur Verfügung stellen. Martin, Wegmann und Co. kamen sich darin vor, als würden sie für die „Deutsche Reichsbahn“ starten. Das BDR-Logo beginnt mit einem schwarzen "B" ohne farbliche Abnäher, das auf den schwarzen Trikots - wie ein Raabe im Kohleneimer - nicht zu sehen ist. Nur das rote „D“ und das goldene „R“ sind eindeutig zu erkennen.

„D“eutsche „R"eichsbahn also. Peinlich!

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