89. Katalonien-Rundfahrt: Gesperrter Valverde Zweiter

Hushovd im Prolog wieder der Schnellste

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Thor Hushvod (Cérvelo-TestTeam)

Foto: ROTH

18.05.2009  |  (rsn) – Thor Hushovd (Cérvelo TestTeam) hat wie im vergangenen Jahr den Auftakt der Katalonien-Rundfahrt gewonnen. Der 31 Jahre alte Norweger benötigte am Montag für den 3,6 Kilometer langen Prolog mit Start und Ziel in Lloret de Mar 4:47 Minuten und war gut drei Zehntel Sekunden schneller als der Spanier Alejandro Valverde (Caisse d’Epargne), der zwar in Italien wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt ist, aber in seiner Heimat nach wie vor freie Fahrt hat.

Der Weltverband UCI, der gegenwärtig noch prüft, ob er sich der vom Italienischen Olympischen Komitee CONI ausgesprochenen Sperre anschließt, hat zugelassen, dass der 29-jährige Spanier, von dessen Verwicklung in die "Operacion Puerto" die UCI bereits vor der Straßen-WM in Stuttgart 2007 überzeugt war, an dem ProTour-Wettbewerb teilnehmen darf. In anderen Fällen reichte der UCI schon der bloße Verdacht, um einen Fahrer von ihren Wettbewerben zu suspendieren.

Hushovd gelang nach seiner kurzen Rennpause ein optimaler Einstieg in seine Tour-Vorbereitung. „Ich bin ehrlich etwas überrascht von meinem Sieg", sagte er nach dem Rennen. "Nach den Klassikern habe ich eine Pause gemacht, um jetzt meine Form wieder neu aufzubauen - und gleich beim ersten Start siege ich. Ich freue mich sehr darüber!“

Dritter wurde der Neuseeländer Greg Henderson (Columbia-Highroad/+0:01). Auf den Plätzen vier und fünf folgten die beiden Franzosen Mathieu Ladagnous (Française des Jeux/+0:02) und Sylvain Chavanel (Quick Step/+0:03). Als bester Milram-Fahrer kam der Niederländer Niki Terpstra an seinem 25. Geburtstag auf den achten Platz. Sein slowakischer Teamkollege Martin Velits, der im spanischen Nordosten eine Spitzenplatzierung im Gesamtklassement anpeilt, belegte mit acht Sekunden Rückstand auf Hushovd Platz 33.

„Das ist ein schöner Achtungserfolg von unserem Geburtstagkind“, sagte Terpstras Sportlicher Leiter Jochen Hahn. „Angesichts der sehr starken Konkurrenz bei dieser Rundfahrt, sind wir mit Niki Terpstras Top Ten-Platzierung sehr zufrieden.“

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