Die Teams der 104. Tour de France

Cannondale-Drapac: Welcher Joker sticht?

Foto zu dem Text "Cannondale-Drapac: Welcher Joker sticht?"
Pierre Rolland (Cannondale-Drapac) | Foto: Cor Vos

28.06.2017  |  (rsn) - radsport-news.com stellt alle 22 Teams der 104. Tour de France vor, die am 1. Juli mit einem 14 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Düsseldorf beginnt. Mit zahlreichen bekannten Namen, aber ohne ausgewiesenen Kapitän startet Cannondale-Drapac.

Cannondale-Drapac

Land: USA
Hauptsponsor: Cannondale
Branche: Radhersteller
Teamchef: Jonathan Vaughters
Radausrüster: Cannondale

Das Tour-Aufgebot: Alberto Bettiol (ITA), Patrick Bevin (NZL), Nathan Brown (AUS), Simon Clarke (AUS), Andrew Talansky (USA), Taylor Phinney (USA), Pierre Rolland (FRA), Rigoberto Uran (COL), Dylan Van Baarle (NED)

Rückblick 2016: Mit ihren knallgrünen Trikots war die amerikanische Equipe ein Blickfänger im Peloton. Sportlich konnte das Team von Jonathan Vaughters allerdings keine Akzente setzen. Eindeutiger Beweis der ernüchternden Tour-Ausbeute: Mit lediglich 14.100 Euro strich Cannondale das mit Abstand geringste Preisgeld ein.

Bis zu den Pyrenäen sah es zumindest für Kapitän Pierre Rolland vielversprechend aus. Auf der Abfahrt vom Col du Peyresourde machte der Franzose allerdings schmerzhaften Kontakt mit einer Mauer und musste die Tour angeschlagen mit einer Handverletzung fortsetzen. In den Alpen beteiligte er sich noch in einigen Spitzengruppen - jedoch ohne den durchschlagenden Erfolg. In der Gesamtwertung landete Rolland schließlich als bester Cannondale-Fahrer auf Rang 16. Ansonsten blieben Alex Howes und Dylan van Baarle durch die eine oder andere Fluchtbeteiligung in Erinnerung – der Rest des Teams trat kaum in Erscheinung. Kurzum: eine enttäuschende Tour für Cannondale.

Ausblick 2017: Auf dem Papier stellt die amerikanische Equipe eine starke Truppe. Allerdings blieben vorzeigbare und hoffnungsvolle Resultate zuletzt aus. Ganz große Dinge sind daher von Andrew Talansky oder Rigoberto Uran zumindest in der Gesamtwertung nicht zu erwarten – eine Platzierung um die Top Ten scheint das Optimum. Besser stehen die Chancen auf Tagessiege. Der Etappenerfolg beim Giro d'Italia hat Rollands Selbstvertrauen sichtlich gut getan, denn kurz darauf ließ er einen weiteren Etappensieg bei der Route du Sud folgen. Bei der Tour wird der 30-Jährige ähnliche Ziele verfolgen.

Mit Dylan Van Baarle oder Simon Clarke besitzt das Team weitere Profis, die vor allem in Fluchtgruppen das Rennen beleben werden – und denen ein Etappenerfolg zuzutrauen wäre. Zu seiner Tour-Premiere kommt Neuzugang Taylor Phinney, der schwierige Jahre hinter sich hat.

 

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