Schweizer denkt über Karriereende nach

Saggiorato: Wechsel zu Stölting lohnte sich nur auf privater Ebene

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Saggiorato: Wechsel zu Stölting lohnte sich nur auf privater Ebene"
Mirco Saggiorato holte für das Team Stölting bei Eschborn-Frankfurt das Bergtrikot | Foto: Cor Vos

30.10.2014  |  (rsn) – Für Mirco Saggiorato hat sich der Wechsel zum Team Stölting zu Beginn der Saison 2014 letztlich nur auf privater Ebene gelohnt. „Der Teamgeist war echt top. Ich habe viele neue Freunde fürs Leben gefunden und von einem Teamkollegen bereits eine Einladung zu seiner Hochzeit erhalten. Es hat Spaß gemacht, in der Mannschaft zu fahren“, sagte Saggiorato zu radsport-news.com.

Die sportlichen Hoffnungen, die er mit seinem Wechsel zum ambitionierten Continental-Rennstall verband, erfüllten sich für ihn persönlich jedoch nur bedingt. „Ich hatte keine Top-Resultate, da ich oft meine Verpflichtungen im Team hatte und die auch immer mit besten Willen erfüllen wollte. So habe ich es mit langen Fluchtversuchen probiert zu einem Ergebnis zu kommen, aber das gelang nicht“, so der Schweizer, der sich wie seine Teamkollegen auch für 2015 den Sprung in den ProContinental-Bereich erhofft hatte.

„Dadurch, dass das Team Stölting nicht aufsteigt und es relativ spät kommuniziert worden war, war es für mich schwer bei einem anderen Zweitdivisionär unter zu kommen. Ich hatte ein paar sehr gute Gespräche, aber schlussendlich hat es doch nicht geklappt“, so Saggiorato, der auch mit einigen Continental-Teams in Kontakt stand, aber auch hier keine Einigung erzielen konnte.

So wird der 26-Jährige, in diesem Jahr Gewinner des Bergtrikots bei Rund um den Finanzplatz, zum Jahresende sehr wahrscheinlich seine Karriere beenden und eine Ausbildung in Angriff nehmen. „Ich werde in den nächsten Tagen noch an einigen Infoabenden teilnehmen, mir zu den jeweiligen Berufen noch mal alles im Detail anhören und mich dann entscheiden“, so Saggiorato, der sich bei einem entsprechenden Angebot aber auch die Fortsetzung seiner Karriere durchaus vorstellen kann.

 

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