RSN Rangliste, Platz 22: Jens Voigt (RadioShack-Nissan)

Malocher, Mentor, Maskottchen

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Malocher, Mentor, Maskottchen"
Jens Voigt (RadioShack-Nissan) im Ziel der 10. Etappe der Tour de France | Foto: ROTH

15.12.2012  |  (rsn) – Im September 2013 wird Jens Voigt (RadioShack-Nissan) 42 Jahre alt. Doch der Berliner fühlt sich immer noch fit genug, um sich mit den Konkurrenten zu messen, von denen viele die vom Altersunterschied her seine Söhne sein könnten. Dass sich Voigt kein bisschen überschätzt, belegen auch seine Ergebnisse in der abgelaufenen Saison.

Bei der USA Pro Cycling Challenge (Kat. 2.1) etwa zog der Allrounder auf der 4. Etappe dem kompletten Feld davon und feierte einen imponierenden Solosieg. Nahe dran an einem zweiten Coup war Voigt bei der Tour de France, als er auf der 10. Etappe Platz drei belegte, sowie bei Paris-Nizza und der Kalifornien-Rundfahrt (Kat. 2.HC), wo er jeweils einmal Etappenzweiter wurde.

„In diesem Jahr hatte ich nicht in jedem Rennen eine gute Form“, erklärte Voigt. „Ich hatte ein paar Zweifel. Kann ich nicht mehr? Soll ich aufhören? Aber dann hatte ich eine gute Tour und mir wurde klar, dass ich gut bin, wenn ich Druck bekomme. Wenn man sich auf mich verlässt und ich gebraucht werde, dann bringe ich meine Leistung.“

Das Voigt im Radsport nach wie vor hohe Wertschätzung genießt, zeigt auch das große Interesse, das mehrere Teams an einer Verpflichtung des Oldies für die Saison 2013 bekundeten. Am Ende entscheid sich der Umworbene für eine Vertragsverlängerung bei RadioShack-Nissan. „Jens ist der perfekte Straßenkapitän. Das hat er bei der diesjährigen Tour de France bewiesen, die vielleicht einer seiner besten überhaupt war", begründete sein damaliger Teamchef Johan Bruyneel die Weiterverpflichtung.

So wird Voigt auch In der kommenden Saison wieder als unermüdlicher Kämpfer, Teamplayer und wichtiger Helfer für seine Kapitäne fungieren. Auch ein 16. Start bei der Tour de France scheint möglich. „Vor zehn Jahren hätte ich gesagt, ich will eine Etappe gewinnen oder für eine Zeit das Gelbe Trikot. Diesmal wäre es eine großartige Tour, wenn mir Leute in der Nacht in Paris auf die Schulter klopfen. Ich bin nicht mehr so sehr ein Gewinner. Eher ein Arbeiter, Mentor oder auch Maskottchen“, so Voigt mit Ausblick auf die neue Saison.

 

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