3. Oman-Rundfahrt

Greipel zum Auftakt der Schnellste, Kittel Vierter

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André Greipel (Lotto-Belisol) gewinnt die 1. Etappe der Oman-Rundfahrt. | Foto: ROTH

14.02.2012  |  (rsn) – Andrè Greipel (Lotto-Belisol) hat nach überstandener Grippe wieder zugeschlagen. Der 29-jährige Wahlschweizer, der vergangene Woche auf die Katar-Rundfahrt verzichten musste, feierte am Dienstag zum Auftakt der Oman-Rundfahrt seinen bereits vierten Saisonsieg.

Greipel setzte sich auf der 1. Etappe über 159 Kilometer vom Al Alam Palace nach Wadi Al Huwqayn im Sprint vor dem Russen Denis Galimzyanov (Katusha) und dem US-Amerikaner Tyler Farrar (Garmin-Barracuda) durch.

Marcel Kittel (Project 1t4i) belegte als zweitbester Deutscher Rang vier vor dem Slowaken Peter Sagan (Liquigas-Cannondale) und dem Franzosen Nacer Bouhanni (FDJ-BigMat). Auf den Plätzen sieben und acht folgten die beiden Italiener Daniel Oss (Liquigas-Cannondale) und Andreas Guardini (Farnse Vini). Neunter wurde der Franzose Tony Gallopin (RadioShack-Nissan).

Rang zehn ging an den australischen Vize-Weltmeister Matthew Goss (GreenEdge). Der Belgier Tom Boonen (Omega Pharma-QuickStep), Gewinner und zweifacher Etappensieger der Katar-Rundfahrt, musste sich mit Platz 13 begnügen. Der Chemnitzer Matthias Friedemann (Champion System) kam mit drei Sekunden Rückstand auf Greipel auf Platz 16 ins Ziel.

Im Gesamtklassement führt Greipel mit vier Sekunden Vorsprung auf Galimzyanov und sechs Sekunden auf Farrar. Platz vier belegt der Franzose Alexandre Lemair (Bridgestone/+0:08) vor dem Russen Mikhail Ignatyev (Katusha/+0:09). Marcel Kittel folgt mit zehn Sekunden Rückstand auf Rang sechs.

"Ich bin von Greg Henderson und Marcel Sieberg perfekt in Position gebracht worden. Ihnen habe ich den Erfolg zu verdanken", kommentierte Greipel seinen ersten Etappensieg bei der Oman-Rundfahrt.

"Ich bin mit meiner Vorstellung zufrieden. Ich hätte natürlich lieber gewonnen, aber ich habe mein Bestes gegeben”, sagte Galimzyanov, der schon auf der letzten Katar-Etappe Platz zwei belegt hatte. „Ich war an Farrars Hinterrad und habe meinen Sprint 80 Meter vor dem Ziel begonnen. Ich konnte auch an Farrar vorbeiziehen, aber Greipel war der schnellste heute und hat den Sieg verdient.“

Den Großteil der Etappe bestimmten Lemair, Ignatyev, der Schweizer Danilo Wyss (BMC) und der Chinese Pengda Jiao (Champion System). Das Quartett fuhr zwischenzeitlich fünf Minuten vor dem Feld, doch die Sprintermannschaften ließen sich auf der Etappe ohne kategorisierte Anstiege die Chance nicht nehmen und stellten mit Ignatyev den letzten der Ausreißer rund fünf Kilometer vor dem Ziel. Der 26-Jährige hatte sich auf den letzten 20 Kilometern von seinen Begleitern abgesetzt.

Im hektischen Finale wäre Weltmeister Mark Cavendish (Sky) beinahe erneut zu Fall gekommen. Der 26 Jahre alte Brite, der vergangene Woche zum Abschluss der Katar-Rundfahrt gestürzt war und sich dabei Prellungen und Schürfwunden zugezogen hatte, geriet 1.200 Meter vor dem Ziel mit dem Norweger Alexander Kristoff (BMC) aneinander und musste mit einem Fuß aus dem Pedal, hielt sich aber auf dem Rad. In die Entscheidung konnte Cavendish danach nicht mehr eingreifen.

Umso besser lief es für Greipel, der den Konkurrenten auf der leicht ansteigenden Zielgeraden keine Chance ließ und einmal mehr seine herausragende Frühform unter Beweis stellte.

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