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15.07.2009 | (rsn) - Da war ja gestern der Wurm drin, in der 10. Etappe. Obwohl die Ohrwürmer ja eigentlich `rausgeschmissen worden waren. Gerade Randgruppen wie die Radsport-Senioren der Ü35-Wertung sind von dem Funkverbot besonders gebeutelt worden. So wurde der Kampf ums Graue Trikot gestern beinahe zur Nebensache.
Inigo Cuesta (40) hatte gehofft, bei der Jury doch noch ein offenes Ohr zu finden. Wiederholt reichte er Petitionen dagegen ein, dass sämtliche Kopfhörer und Funkgeräte in den Reisetaschen bleiben mussten. Auch der Hinweis Cuestas, bei ihm handle es sich um ein medizinisch verordnetes Hörgerät (O-Ton: „Ich bin schließlich keine 20 mehr.“), stieß auf taube Ohren. Cuesta fand zunächst bei der Jury kein Gehör und später im Rennen ebenfalls. Das hatte Folgen.
Ständig blökte ihm im Finale Levi Leipheimer ins Ohr, er solle die Lücke zufahren, die sich zwischen dem vorderen und dem hinteren Teil des Feldes gebildet hatte. In vier unterschiedlichen Sprachen probierte es der US-Amerikaner, sich beim Spanier Gehör zu verschaffen. Doch der gehörlose Cuesta zuckte so häufig mit den Achseln, bis er einen Krampf im Nacken bekam. Und so büßte das hintere Feld 15 Sekunden Zeit ein. Das wiederum spielte dem Lenz in die Hände, der nun mit 46 Sekunden vor Levi das Ü35-Klassement anführt. Da kann er sich des Nachts noch beruhigter aufs Ohr legen.
Trotzdem war Armstrong gestern wieder nicht zufrieden. Ist er ja eigentlich nie, es sei denn, er hat gerade jemanden tüchtig gedemütigt. Denn den schlimmsten Verlust bedeutete das Funkverbot für ihn. Und Contador. Die nutzen die Funke nämlich gern für ihren Kleinkrieg. Stundenlang geht es dann nach diesem Muster hin und her: Contador: „Lance ist ein Mädchen.“ Lance: „Ach komm, Conty, immer noch sauer, weil ich Dir Juckepulver ins Kopfkissen gerieben habe?“ Contador: „Nö, wieso? Oder bist Du muckschig, weil ich Deinen Stofflöwen, mit dem Du jede Nacht kuschelst, in die Creuse geschmissen habe?“ Lance: „Für Dich immer noch ‚Sie’, verstanden?“ Und da behaupte noch einer, die zwei hätten sich nichts zu sagen!
Irgendwann sinkt das Niveau dann noch weiter, und Johan Bruyneel darf die traurige Aufgabe übernehmen, den Streithähnen gegenseitig auszurichten, was sie voneinander halten. „Lance, Conty nennt Dich ein Großmaul.“ (Conty aus dem Off: „Dummes, texanisches Großmaul hab ich gesagt!!!“), „Conty, Lance sagt, Du bist nur neidisch auf seine Toursiege.“ „Lance, Conty sagt, dafür sei er der Hübschere.“ Und so weiter. Bruyneel hat nach jeder Etappe heiße Ohren. Aber gestern durfte er sich mal so richtig entspannen. Böse Zungen behaupten ja, er habe die Petition gegen das Funkverbot mit „Hansi Hinterseer“ unterzeichnet.
Bleibt noch der Blick auf die Wertung Graues Trikot: Dort führt Lance mit besagten 46 Sekunden vorm Levi. Im Kampf um Platz drei hat Schorse Hincapie sich ebenfalls 15 Sekunden mehr Luft zu Stephane Goubert verschafft. Den Tagessieg der Grauen holte gestern Stu O’Grady als 22. der Etappe. Glückwunsch, Super-Stu!
SN-Wertung Graues Trikot:
1. Lenz
2. Levi +0:46
3. Schorse Hincapie +5:17
4. Stephane Goubert +7:01
5. Voigte +22:54
6. Christophe Moreau +28:05
7. Jose-Luis Arrieta +32:08
8. Bingen Fernandez +44:38
9. Inigo Cuesta +50:42 10. Marzio Bruseghin +58:04 11. Stu O'Grady +59:34
12. Joan Horrach +1:04:00
13. Matteo Tosatto +1:12:21
14. Paco Wrolich +1:16:14
15. Steven de Jongh +1:20:30
Etappensiege Ü35:
Levi: 2, Hincapie: 4, Voigte 1, Moreau: 1, O’Grady: 1, Astana: 1
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