Böser Sturz des Australiers

Hansen: Reynes dachte, ich wäre tot

04.03.2008  |  (Ra) – Weltmeister Paolo Bettini (Quick Step) war das prominenteste Sturzopfer beim Halbklassiker Kuurne-Brüssel-Kuurne, aber der Italiener kam noch glimpflich davon. Viel schlimmer erwischte es Adam Hansen (High Road), der ebenfalls wie Bettini in den frühen Sturz bei Rennkilometer neun verwickelt war. Der 26–jährige Australier war mehreren vor ihm stürzenden Fahrern ausgewichen. Als Hansen dabei die Straßenseite wechselte, prallte er frontal auf ein am Wegrand abgestelltes Auto und verlor das Bewusstsein. Was danach passiert, musste er sich später von seinem geschockten Teamkollegen Vicente Reynes schildern lassen.

„Ich landete auf der Straße und mehrere Fahrer fuhren in mich hinin“, schreibt Hansen auf seiner Website. „Reynes zog einige Räder und einen Fahrer von mir drunter und dachte ich wäre tot – meine weißen Augen erinnerten ihn an eine Stelle aus dem Film Mortal Kombat. Er musste dann weiterfahren, aber als er sich nochmal umdrehte und das Auto sah, das voll mitmeinem Blut war, dachte er wirklich, ich wäre tot.“

Der schwer Verletzte wurde in eon Krankenhaus eingeliefert, wo die Ärzte einen Bänderriss in der Schulter und Kopfverletzungen feststellten. „Mein Gesicht sieht aus, wie wenn wenn man mit einem Basballschläger ein paar Mal drauf geschlagen hätte. Meine Karriere als Model ist wohl vorbei, jetzt muss ich einen neuen Rentenplanplan machen“, so Hansen sarkatisch. „Als ich im Krankenhaus aufwachte, wusste ich nicht, was geschehen war, ich wusste nicht, welcher Tag war, ich wusste nicht, wo ich war“, schreibt der australische Zeitfahrmeister weiter. „Ich wusste, dass ich meine Füße bewegen konnte, und das ist alles, was dich kümmert, wenn du eine Klammer am Hals hast und sich Ärzte über dich beugen.“ Erst Stunden später kehrte die Erinnerung zurück.

Wie lange Hansen ausfallen wird, ist noch unklar. „Mit Sicherheit werde ich bei den nächsten beiden Rennen fehlen, Le Samyn und den Drei Tage von Westflandern. Auf die hatte ich mich besonders gefreut, weil ich dort im letzten jahr gut abgeschnitten hatte“, sagte Hansen dem Internetanbieter cyclingnews. „Ich hoffe, dass ich meine Saisonplanung jetzt nicht ändern muss.“ Noch am Dienstag wird der High Road-Fahrer wohl aus dem Krankenhaus entlassen und kann die Folgen seines schlimmen Unfalls in seinem Haus in der Tschechei auskurieren.

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