--> -->
27.11.2025 | (rsn) – Nach zwei schwierigen Jahren bei Red Bull – Bora – hansgrohe wechselte Emanuel Buchmann ins Ausland und unterschrieb Ende 2024 bei der französischen Cofidis-Equipe. Sportlich lief es für den gebürtigen Ravensburger in dieser Saison nicht wie erhofft, dafür aber “habe ich auf jeden Fall wieder mehr Spaß am Radsport gehabt als die beiden Jahre davor“, wie Buchmann gegenüber RSN betonte.
Insgesamt zog der 33-Jährige ein durchwachsenes Fazit von seiner elften Saison bei den Profis. “Ich würde sagen, das war sicher nicht meine allerbeste Saison, aber ich bin ohne größere Verletzungen durch das Jahr gekommen und habe auch gezeigt, dass ich wieder auf ein sehr gutes Level gekommen bin“, sagte Buchmann und meinte damit konkret das extrem stark besetzte Critérium du Dauphiné, das er auf Rang elf beendete, und die erste Woche der Tour de France. “Das war nach meinen Verletzungen letztes Jahr schon sehr positiv“, fügte er an.
___STEADY_PAYWALL___ Damit spielte Buchmann auf die 2. Etappe der Tour de Suisse 2025 an, auf der er sich bei einem Sturz zwei Kilometer vor dem Ziel eine Hüftfraktur und einen Schlüsselbeinbruch zugezogen hatte, die ihn zu einer dreimonatigen Zwangspause zwangen. Dagegen blieb er in seinem ersten Cofidis-Jahr von vergleichbaren Rückschlägen verschont – vor allem die Vorbereitung auf seine erklärten Saisonhöhepunkte lief wie gewünscht.
Emanuel Buchmann gab bei der Mallorca Challenge im Januar seine Premiere im Cofidis-Trikot. | Foto: Cor Vos
“Die Planung war auf die Dauphiné und Tour de France ausgerichtet, was auch sehr gut geklappt hat. Bei der Dauphiné war ich bei den Besten dabei und bei der Deutschen Meisterschaft bin ich um den Sieg gefahren“, erzählte Buchmann, der als Einzelstarter auf dem Rundkurs von Linden einen achtbaren sechsten Rang belegte – auf einer Strecke, die nicht gerade für Kletterspezialisten ausgelegt war.
Auch bei der danach folgenden 112. Tour de France, die er als erklärter Kapitän seiner Equipe bestritt, lief es in der ersten Phase auf oft klassikerähnlichem Terrain noch zufriedenstellend. “In der ersten Tourwoche war ich noch sehr gut. Danach ging es leider bergab und ich konnte mich nicht mehr wirklich erholen“, so der zweimalige Deutsche Meister, der dafür auch Erklärungen lieferte: “Zuerst hatte ich ein, zwei schlechtere Tage. Dann habe ich an meinem operierten Bein (die Hüftfraktur, d. Red.) muskuläre Probleme bekommen.“
Bei der Tour de France lief es für den Gesamtvierten von 2019 nur anfangs nach Wunsch. | Foto: Cor Vos
In der zweiten Woche hielt sich Buchmann nach eigenen Worten dann meist im Grupetto auf, um sich so weit wie möglich zu schonen und in der entscheidenden Phase der Rundfahrt noch angreifen zu können. Das gelang aber nur halb, wie er anmerkte: “In der dritten Woche waren die Probleme wieder weg, aber es lief auch nicht mehr“, gestand Buchmann ein. Am Ende stand ein 30. Platz, vom souveränen Gesamtsieger Tadej Pogacar (UAE - Emirates – XRG) trennten ihn mehr als zwei Stunden und 20 Minuten und damit eine Radsport-Welt.
Nur vier Wochen nach der Tour stand mit der Vuelta a Espana noch eine weitere dreiwöchige Rundfahrt in Buchmanns Programm – wohl zuviel des Guten, wie sein enttäuschender 98. Platz im Schlussklassement zeigte. Damit nicht genug, bestritt der Routinier auch noch im Oktober in China die Tour of Guangxi, die er auf Platz 52 abschloss.
Insgesamt kamen so 82 Renntage zusammen, so viele wie noch nie in Buchmanns Karriere. “Am Ende waren es schon sehr viele Renntage, im modernen Radsport vielleicht zu viele. Nach der Tour de France habe ich nicht mehr meine Form gefunden, da wäre vermutlich eine Pause nötig gewesen“, gab er zu.
Das änderte aber nichts daran, dass Buchmann sich bei Cofidis sehr wohl fühlt – “sonst hätte ich nicht auch nochmal zwei Jahre verlängert. Es ist eine sehr gute Atmosphäre im Team und unter uns Fahrern“, betonte er. An dieser positiven Einschätzung ändert für ihn auch die Tatsache nichts, dass Cofidis in den kommenden Jahren wieder als Zweitdivisionär unterwegs sein wird.
Bei der Spanien-Rundfahrt zeigte Buchmanns Formkurve schon deutlich nach unten. | Foto: Cor Vos
Im Gegenteil: Buchmann rechnet damit, dass sich das sogar als Vorteil für sein Team herausstellen wird. “Wir haben das automatische Startrecht für alle WorldTour-Rennen, können aber auch Rennen weglassen, die für unseren Kader einfach zu viel sind. Das war dieses Jahr schon ein Problem“, sagte er mit Blick auf den proppevollen Rennkalender, mit dem sich die WorldTour-Teams konfrontiert sehen.
Über seinen Terminkalender 2026 konnte Buchmann zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen. “Ich habe noch keinen Rennplan, aber ich will auf jeden Fall auf diesem Jahr aufbauen und hoffe, mit der Basis wieder konstant ein höheres Niveau zu haben und auch wieder zur Tour de France zu kommen“, kündigte er aber bereits an.
Die am Ende enttäuschende Frankreich-Rundfahrt 2025 zumindest hat er bereits abgehakt. "Nächstes Jahr geht es hoffentlich wieder besser“, zeigte Buchmann sich zuversichtlich, dass eine mögliche neunte Tour de France erfreulicher verlaufen wird.
31.12.2025Die Radsport-News-Jahresrangliste der Männer 2025(rsn) – Es ist inzwischen RSN-Tradition. Und auch wenn sich mit Christoph Adamietz der Vater der Idee vor einem Jahr aus unserem Autoren-Team verabschiedet hat, so soll diese Tradition fortgesetzt w
31.12.2025Lipowitz: “Meine Werte waren bei Dauphiné besser als in der Tour“(rsn) – Erleichtert wirkt Florian Lipowitz, als er am späten Nachmittag des 10. Dezember die Halle der Central Studios in Binissalem auf Mallorca verlässt. In den letzten drei Stunden musste der 2
31.12.2025Die Strassacker-Trophäe zur RSN-Jahresrangliste 2025(rsn) – Seit inzwischen 18 Jahren blicken wir von radsport-news.com in Form unserer RSN-Jahresrangliste auf die Saison der Radprofis aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz zurück u
30.12.2025Eine konstante Tour mit Platz fünf gekrönt(rsn) – Vor der Tour de Suisse ließ Felix Gall (Decathlon – AG2R La Mondiale) mit seinem Ziel aufhorchen, die Tour de France unter den besten Fünf der Gesamtwertung abschließen zu wollen -
29.12.2025Von UAE-Stars und eigenem Anspruch zu Höchstleistungen gepusht(rsn) – Es war erst sein zweites Profijahr und Jan Christen hat bereits fünf Profisiege auf seinem Konto. Dazu rangiert der 21-Jährige als bester Schweizer bereits auf Rang 52 der Weltrangliste. D
28.12.2025WM-Tiefpunkt kann Freude über “bestes Jahr“ nicht trüben(rsn) – Auftakt in Australien, zum Abschluss noch Japan: Mauro Schmid (Jayco – AlUla) hat im Grunde die längste Saison hinter sich, die der internationale Rennkalender hergibt. Weil er zwischendu
27.12.2025Als Tudor-Aushängeschild deutlich hinter den Erwartungen zurück(rsn) – Zunächst schien es so, als hätte sich zwar das Outfit von Marc Hirschi geändert, ansonsten aber nur wenig. Der zur Saison 2025 von UAE – Emirates zu Tudor gewechselte Schweizer gewann a
26.12.2025Ziel nach starkem Jahr: “Die zweiten Plätze in Siege umwandeln“(rsn) – Das sei verraten: So weit vorne wie Max Kanter (XDS – Astana) landete in der RSN-Jahresrangliste 2026 kein anderer deutscher Sprinter. Das liegt zum einen daran, dass lange Zeit dominieren
25.12.2025“Harzige Saison“ ohne Sieg und Tour, aber mit Doppelbronze(rsn) – Stefan Küng ist sicher kein Legionär. Nach insgesamt sechs Jahren bei BMC sowie derer sieben bei Groupama – FDJ steht 2026 erst zum zweiten Mal in seiner Profilaufbahn ein Tapetenwechsel
24.12.2025Saisonziel erster Profisieg schon früh im Jahr erreicht(rsn) – Fabio Christen stammt aus einer radsportbegeisterten Familie. Der ältere Bruder von Jan Christen (UAE Emirates – XRG) hat bei Q36.5 Pro Cycling seine sportliche Heimat gefunden und ver
23.12.2025Unscheinbare Größe mit starker Saison und viel Grund zum Jubeln (rsn) – 29 Saisonsiege durfte Felix Großschartner in der Saison 2025 mit seiner Mannschaft feiern und erstmals seit 2021 war auch ein eigener erster Platz außerhalb von Österreichischen Meistersc
21.12.2025Einen Schritt hinter den Schnellsten - aber der Tour-Traum lebt(rsn) – Ein Jahr ohne Sieg – das kann für einen Sprinter nicht zufriedenstellend sein, räumte Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) unumwunden ein. Zumal 2025 die erste Saison seit 2015 war, in der
08.01.2026Als ProTeam: Tudor legt den Fokus auf die Grand Tours (rsn) – Zum Medientag im spanischen Moraira war die leichte Verstimmung, die vor allem Miteigentümer Fabian Cancellara zum Ende der abgelaufenen Saison ab und an anzumerken war, verflogen. Das durc
08.01.2026Nach starker Saison startet erneut die Jagd auf den “Heiligen Gral“ (rsn) – Sechs Neuverpflichtungen nahm FDJ - Suez für das Jahr 2025 unter Vertrag und krempelte das Team damit maßgeblich um. Vom siebten Platz 2024 arbeitete sich die französische Mannschaft zum
08.01.2026Dumoulin wird Renndirektor beim Amstel Gold Race (rsn) - Ex-Profi Tom Dumoulin wird neuer Renndirektor des Amstel Gold Race. Der 35-jährige Niederländer übernimmt den Job von Leo van Vliet, allerdings erst zur Austragung 2027. Es wird die 61. sei
07.01.2026Simon Yates beendet Karriere (rsn) – Der amtierende Giro-Sieger Simon Yates hat am Mittwochmittag völlig überraschend und mit sofortiger Wirkung seine Karriere beendet. “Ich habe die Entscheidung getroffen, mich vom profess
07.01.2026Pidcock und Pinarello-Sextett zieht es nach Chile (rsn) – Dass Radsportler vor Saisonbeginn ins Höhentrainingslager ziehen, ist nichts Besonderes. Dass ein Septett von Pinarello einen Monat nach Südamerika reist, ist dann aber doch sehr ungewöhn
07.01.2026Paret-Peintre verlängert mit Soudal (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
07.01.2026Roodhooft: Van der Poel “war einfach so, wie er sein musste“ (rsn) – In der Weihnachtsperiode hat Niels Vandeputte zwei Crossrennen im Trikot von Alpecin – Deceuninck und im neuen Jahr dem von Alpecin – Premier Tech gewonnen. Doch Fahrer der belgischen Ma
07.01.2026Die Hoffnung auf Healy und Highlights (rsn) – Auf dem Papier war die Saison 2025 eine durchschnittliche für das Team EF Education – EasyPost. Zehn Siege lagen unter der Norm für die US-amerikanische Equipe, Rang zwölf im UCI-Rankin
06.01.2026Mit “Mont Ventoux Norwegens“ und Finale an den Hängen der Ski-WM (rsn) – Während es 2026 keine Tour of Norway geben wird, weil die öffentlichen Förderungen gestrichen wurden, steht das Arctic Race of Norway (2.Pro) auch in diesem Jahr wieder im Rennkalender. I
06.01.2026Diese WorldTour-Profis haben noch keinen Vertrag für die neue Saison (rsn) – Das neue Jahr hat begonnen, doch noch immer stehen einige WorldTour-Profis ohne neuen Vertrag da. Nicht alle Fahrer, die 2025 noch in der Elite-Liga des Radsports angestellt waren, werden
06.01.2026Chirurg erwartet drei Monate Pause für van Aert (rsn) - Ludovic Robeet kann seine Karriere als Radprofi fortsetzen. Der Belgier in Diensten von Cofidis, der im September 2025 einen Schlaganfall erlitten hatte, teilte die guten Nachrichten via Insta
06.01.2026Healy legt Fokus in den kommenden beiden Jahren wieder auf die WM (rsn) – Etappensieger bei der Tour de France, Träger des Gelben Trikots, Dritter im Straßenrennen der Weltmeisterschaften von Ruanda und auch bei Lüttich-Bastogne-Lüttich: Ben Healy (EF Educatio