--> -->

14.11.2025 | (rsn) - Eine "dumme Entscheidung" zu Saisonbeginn kostete Tobias Nolde (Benotti – Berthold) fast die gesamte erste Jahreshälfte 2025. Nach einem soliden Saisonstart in Kroatien und Slowenien hatte er sich einen Infekt eingefangen, stieg dann aber gegen den Rat von Teamchef Lars Wackernagel zu früh wieder ins Renngeschehen ein. "Ich habe zu schnell wieder mit dem Training angefangen, weil ich unbedingt das erste Bundesligarennen in Schweigen fahren wollte", blickte Nolde gegenüber RSN selbstkritisch zurück.
Die Quittung für die Ungeduld folgte prompt. "Die ersten zwei Stunden liefen auch noch ganz gut und ich war in der Gruppe, die um den Sieg gefahren ist. Dann hat es mir aber komplett den Stecker gezogen." Nolde schleppte sich mit letzter Kraft ins Ziel, konnte "kaum noch 200 Watt fahren" und spürte die Folgen wochenlang. "Im Nachhinein war das eine dumme Entscheidung. Ich habe dann bis in den Juni gebraucht, um wieder in Form zu kommen."
___STEADY_PAYWALL___Dass er sich aus diesem Tief herauskämpfen konnte, lag laut nach eigenen Worten auch am besonderen Umfeld. Trotz des Sponsorenwechsels im Winter habe sich nichts an der Philosophie des Teams geändert. "Im Gegenteil: Es ist sogar noch familiärer geworden, als es sowieso schon war", lobte Nolde, der besonders Hauptsponsor Achim Berthold hervorhob, der das Team oft selbst betreute.
Symbolisch für die erste Saisonhälfte: Für Tobias Nolde war das Frühjahr 2025 ein harter Kampf, wie hier nach einem der Rennen in Kroatien. | Foto: Mario Stiehl
Gestützt auf diesen Rückhalt, markierten die Deutschen Meisterschaften Ende Juni den Wendepunkt. Obwohl Platz 40 kein Top-Resultat war, zeigte Nolde auf dem schweren Kurs eine starke Leistung: "Bei der DM hatte ich dann endlich mal wieder einen sehr guten Tag, was damit belohnt wurde, das sehr schwere Rennen zu beenden. Das war wirklich gut fürs Selbstvertrauen."
Die Formkurve zeigte dann steil nach oben. Nach angriffslustigen Auftritten bei der Sibiu Tour (2.1) – wo er Vierter der Bergwertung wurde – schlug bei der Dookola Mazowsza (2.2) in Polen seine Stunde. "Der Sieg in Polen war dann auf jeden Fall das Highlight", strahlte Nolde, der dort den Auftakt gewinnen konnte und Dritter in der Gesamtwertung wurde.
Für Nolde waren Rennen in Polen schon immer ein gutes Pflaster. 2022 konnte er das Memorial Andrzeja Trochanowskiego (1.2) gewinnen und beendete 2021 die Dookola Mazowsza auf Platz zwei. Er lieferte auch eine Erklärung dafür, warum ihm die dortigen Rennen so liegen: "Es ist sehr schwierig, eine starke Gruppe zu kontrollieren, weil sowieso den ganzen Tag Vollgas gefahren wird. Mit viel Wille, Glaube und ein bisschen Druck hat man da immer die Chance."
Das unbestrittene Highlight 2025: Tobias Nolde feiert seinen Etappensieg (und GC-Podium) bei der Dookola Mazowsza in Polen. | Foto: Benotti Berthold
Bevor der Fokus auf 2026 gerichtet wird, gönnte sich Nolde in der Off-Season aber auch Abwechslung, gerne bei "einem Bierchen mit Freunden". Im Winter wird das Training dann auch gerne mal kreativ, wie er lachend zugab: "Wenn Schnee liegt, gehe ich gerne mal Langlaufen."
Auch in seiner Erfurter Trainingsgruppe sei man für Späße zu haben, erzählte Nolde mit einem Augenzwinkern gegenüber RSN: "Es gibt manchmal kleine dumme Wetten mit den Jungs, wer im Winter der schnellste Läufer ist. Die meisten sollten aber beim Radfahren bleiben – sonst tut man sich nur unnötig weh!", fügte er an.
Dem Radsport bleibt er auch 2026 erhalten, obwohln für ihn einige Änderungen anstehen. Nach sieben Jahren im Trikot der Thüringer wird Nolde nun ein neues Kapitel aufschlagen und zum österreichischen Kontinental-Team Vorarlberg wechseln.
“Ich freue mich sehr auf nächstes Jahr. Das wird nochmal eine echte Herausforderung, mich dem Niveau der vielen sehr guten Fahrern dort anzupassen“, blickte er voraus. "Ich werde mein Bestes geben, um richtig gute Rennen zu fahren, egal in welcher Rolle!“
31.12.2025Die Radsport-News-Jahresrangliste der Männer 2025(rsn) – Es ist inzwischen RSN-Tradition. Und auch wenn sich mit Christoph Adamietz der Vater der Idee vor einem Jahr aus unserem Autoren-Team verabschiedet hat, so soll diese Tradition fortgesetzt w
31.12.2025Lipowitz: “Meine Werte waren bei Dauphiné besser als in der Tour“(rsn) – Erleichtert wirkt Florian Lipowitz, als er am späten Nachmittag des 10. Dezember die Halle der Central Studios in Binissalem auf Mallorca verlässt. In den letzten drei Stunden musste der 2
31.12.2025Die Strassacker-Trophäe zur RSN-Jahresrangliste 2025(rsn) – Seit inzwischen 18 Jahren blicken wir von radsport-news.com in Form unserer RSN-Jahresrangliste auf die Saison der Radprofis aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz zurück u
30.12.2025Eine konstante Tour mit Platz fünf gekrönt(rsn) – Vor der Tour de Suisse ließ Felix Gall (Decathlon – AG2R La Mondiale) mit seinem Ziel aufhorchen, die Tour de France unter den besten Fünf der Gesamtwertung abschließen zu wollen -
29.12.2025Von UAE-Stars und eigenem Anspruch zu Höchstleistungen gepusht(rsn) – Es war erst sein zweites Profijahr und Jan Christen hat bereits fünf Profisiege auf seinem Konto. Dazu rangiert der 21-Jährige als bester Schweizer bereits auf Rang 52 der Weltrangliste. D
28.12.2025WM-Tiefpunkt kann Freude über “bestes Jahr“ nicht trüben(rsn) – Auftakt in Australien, zum Abschluss noch Japan: Mauro Schmid (Jayco – AlUla) hat im Grunde die längste Saison hinter sich, die der internationale Rennkalender hergibt. Weil er zwischendu
27.12.2025Als Tudor-Aushängeschild deutlich hinter den Erwartungen zurück(rsn) – Zunächst schien es so, als hätte sich zwar das Outfit von Marc Hirschi geändert, ansonsten aber nur wenig. Der zur Saison 2025 von UAE – Emirates zu Tudor gewechselte Schweizer gewann a
26.12.2025Ziel nach starkem Jahr: “Die zweiten Plätze in Siege umwandeln“(rsn) – Das sei verraten: So weit vorne wie Max Kanter (XDS – Astana) landete in der RSN-Jahresrangliste 2026 kein anderer deutscher Sprinter. Das liegt zum einen daran, dass lange Zeit dominieren
25.12.2025“Harzige Saison“ ohne Sieg und Tour, aber mit Doppelbronze(rsn) – Stefan Küng ist sicher kein Legionär. Nach insgesamt sechs Jahren bei BMC sowie derer sieben bei Groupama – FDJ steht 2026 erst zum zweiten Mal in seiner Profilaufbahn ein Tapetenwechsel
24.12.2025Saisonziel erster Profisieg schon früh im Jahr erreicht(rsn) – Fabio Christen stammt aus einer radsportbegeisterten Familie. Der ältere Bruder von Jan Christen (UAE Emirates – XRG) hat bei Q36.5 Pro Cycling seine sportliche Heimat gefunden und ver
23.12.2025Unscheinbare Größe mit starker Saison und viel Grund zum Jubeln (rsn) – 29 Saisonsiege durfte Felix Großschartner in der Saison 2025 mit seiner Mannschaft feiern und erstmals seit 2021 war auch ein eigener erster Platz außerhalb von Österreichischen Meistersc
21.12.2025Einen Schritt hinter den Schnellsten - aber der Tour-Traum lebt(rsn) – Ein Jahr ohne Sieg – das kann für einen Sprinter nicht zufriedenstellend sein, räumte Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) unumwunden ein. Zumal 2025 die erste Saison seit 2015 war, in der
08.01.2026Als ProTeam: Tudor legt den Fokus auf die Grand Tours (rsn) – Zum Medientag im spanischen Moraira war die leichte Verstimmung, die vor allem Miteigentümer Fabian Cancellara zum Ende der abgelaufenen Saison ab und an anzumerken war, verflogen. Das durc
08.01.2026Nach starker Saison startet erneut die Jagd auf den “Heiligen Gral“ (rsn) – Sechs Neuverpflichtungen nahm FDJ - Suez für das Jahr 2025 unter Vertrag und krempelte das Team damit maßgeblich um. Vom siebten Platz 2024 arbeitete sich die französische Mannschaft zum
08.01.2026Dumoulin wird Renndirektor beim Amstel Gold Race (rsn) - Ex-Profi Tom Dumoulin wird neuer Renndirektor des Amstel Gold Race. Der 35-jährige Niederländer übernimmt den Job von Leo van Vliet, allerdings erst zur Austragung 2027. Es wird die 61. sei
07.01.2026Simon Yates beendet Karriere (rsn) – Der amtierende Giro-Sieger Simon Yates hat am Mittwochmittag völlig überraschend und mit sofortiger Wirkung seine Karriere beendet. “Ich habe die Entscheidung getroffen, mich vom profess
07.01.2026Pidcock und Pinarello-Sextett zieht es nach Chile (rsn) – Dass Radsportler vor Saisonbeginn ins Höhentrainingslager ziehen, ist nichts Besonderes. Dass ein Septett von Pinarello einen Monat nach Südamerika reist, ist dann aber doch sehr ungewöhn
07.01.2026Paret-Peintre verlängert mit Soudal (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
07.01.2026Roodhooft: Van der Poel “war einfach so, wie er sein musste“ (rsn) – In der Weihnachtsperiode hat Niels Vandeputte zwei Crossrennen im Trikot von Alpecin – Deceuninck und im neuen Jahr dem von Alpecin – Premier Tech gewonnen. Doch Fahrer der belgischen Ma
07.01.2026Die Hoffnung auf Healy und Highlights (rsn) – Auf dem Papier war die Saison 2025 eine durchschnittliche für das Team EF Education – EasyPost. Zehn Siege lagen unter der Norm für die US-amerikanische Equipe, Rang zwölf im UCI-Rankin
06.01.2026Mit “Mont Ventoux Norwegens“ und Finale an den Hängen der Ski-WM (rsn) – Während es 2026 keine Tour of Norway geben wird, weil die öffentlichen Förderungen gestrichen wurden, steht das Arctic Race of Norway (2.Pro) auch in diesem Jahr wieder im Rennkalender. I
06.01.2026Diese WorldTour-Profis haben noch keinen Vertrag für die neue Saison (rsn) – Das neue Jahr hat begonnen, doch noch immer stehen einige WorldTour-Profis ohne neuen Vertrag da. Nicht alle Fahrer, die 2025 noch in der Elite-Liga des Radsports angestellt waren, werden
06.01.2026Chirurg erwartet drei Monate Pause für van Aert (rsn) - Ludovic Robeet kann seine Karriere als Radprofi fortsetzen. Der Belgier in Diensten von Cofidis, der im September 2025 einen Schlaganfall erlitten hatte, teilte die guten Nachrichten via Insta
06.01.2026Healy legt Fokus in den kommenden beiden Jahren wieder auf die WM (rsn) – Etappensieger bei der Tour de France, Träger des Gelben Trikots, Dritter im Straßenrennen der Weltmeisterschaften von Ruanda und auch bei Lüttich-Bastogne-Lüttich: Ben Healy (EF Educatio