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02.06.2025 | (rsn) - Die deutschen Kontinental-Teams haben in der vergangenen Woche bei internationalen Rundfahrten starke Akzente gesetzt. Joshua Huppertz (Lotto - Kern Haus - PSD Bank) sicherte sich bei der traditionsreichen Flèche du Sud das Sprinttrikot, während das Team Bike Aid im Iran gleich zwei Etappensiege feiern konnte.
Auch bei der Oberösterreich Rundfahrt präsentierten sich mehrere deutsche Fahrer in starker Form und mischten an der Spitze mit. Besonders Jannis Peter (Vorarlberg) überzeugte mit einem Etappensieg und Gesamtrang zwei, auch Run & Race – Wibatech fuhr einen Podestplatz ein.
Joshua Huppertz vom Team Lotto Kern-Haus PSD Bank hat sich bei der Flèche du Sud in Luxemburg das Sprinttrikot gesichert. Die fünftägigen Rundfahrt fand in diesem Jahr bereits zum 74. Mal statt und gilt besonders für Cyclocross-Spezialisten als ideale Gelegenheit, Rennhärte zu sammeln und ihre Form auf der Straße unter Beweis zu stellen. In der Vergangenheit konnten dort unter anderem Pim Ronhaar, Thibau Nys und Quinten Hermans triumphieren.
Huppertz, der mittlerweile seine zehnte Saison in der Continental-Klasse bestreitet, eroberte das Trikot bereits auf der 1. Etappe und verteidigte es souverän bis zum Schluss. “Joshua hat jeden Tag großartige Unterstützung vom Team erhalten. Wir haben das Rennen stets aktiv mitgestaltet und waren oft in Ausreißergruppen vertreten. Die Rundfahrt war für uns eine richtig runde Sache, und wir fühlen uns gut vorbereitet für den Juni“, erklärte Sportdirektor Torsten Schmidt gegenüber RSN.
Joshua Huppertz im Sprinttrikot der Flèche du Sud| Foto: Lotto Kernhaus PSD Bank
In der Gesamtwertung verpasste das Team eine Platzierung in den Top Ten nur knapp: Ben Jochum, der in dieser Saison bereits mehrfach durch starke Leistungen auffiel, belegte am Ende Rang 11.
Bei der Tour of Iran (2.1) konnte das Team Bike Aid seine ersten beiden Etappensiege der Saison einfahren. Die beiden Eritreer Milkias Maekele und Dawit Yemane gewannen die 1. beziehungsweise die 3. Etappe der fünftägigen Rundfahrt. Auch im Gesamtklassement war Bike Aid ganz vorne vertreten: Maekele und Yemane belegten am Ende die Plätze 2 und 3.
Besonders bemerkenswert ist dabei die Geschichte von Milkias Maekele. Der 19-Jährige gilt als eines der größten Sprinttalente seines Landes. Ursprünglich stand er nicht im Kader von Bike Aid, sondern fuhr noch für ein eritreisches Amateurteam. Erst im Februar wurde die saarländische Mannschaft auf ihn aufmerksam, als Maekele bei der Tour d’Algérie seinen ersten UCI-Sieg feierte und in 11 Renntagen ganze 8 Podestplätze sammelte.
“Milkias wurde uns aus mehreren Richtungen empfohlen. Einige Trainer haben seine Leistungsdaten analysiert und waren überzeugt, dass er eine echte Chance verdient. Eigentlich war unser Kader für 2024 schon komplett – aber nach den ersten Gesprächen mit ihm war klar, dass wir eine Lösung finden müssen“, berichtetee Teammanager Matthias Schnapka gegenüber RSN.
Für viele deutsche KT-Teams ist die Oberösterreich Rundfahrt (2.2) ein Klassiker im Kalender, da sie hier auf ebenbürtige Konkurrenz auf Kontinentalniveau treffen. Bei der diesjährigen Ausgabe standen neben zahlreichen österreichischen Teams auch Rembe – rad-net, Run & Race – Wibatech, MyVelo sowie Benotti-Berthold aus Deutschland am Start.
Zum Auftakt wurde der Prolog in ein spezielles Rennformat umgewandelt. Für die 4,3 Kilometer lange Strecke durch Linz mit Ankunft auf dem Pöstlingberg wurden sechs Startboxen aufgestellt, in denen je ein Fahrer eines Teams starten konnte. Fabian Peplau, Sportlicher Leiter bei Rembe – rad-net, berichtete von den Vor- und Nachteilen dieser Startaufstellung: “Wir konnten selber entscheiden, wer von uns vorne startet. Das war für den Ablauf vor dem Rennen gut und jeder konnte sich auf sein warm-up fokussieren. Für die Jungs in den hinteren Startboxen war es nahezu unmöglich, nach vorne zu kommen. Aber das Problem hatten die anderen Teams ja auch.“
Knapp am Podium vorbei fuhr Nils Brun (MyVelo) als Vierter, Johannes Adamietz (Rembe – rad-net) kam zeitgleich mit dem Sieger auf Rang neun an. Der Österreicher Marco Schrettl (Tirol - KTM) wurde Fünfter, von Team Vorarlberg schafften es der Deutsche Jannis Peter und der Schweizer Colin Stüssi mit den Plätzen sechs und acht ebenfalls in die Top ten. Artur Sowinski von Run & Race Wibatech wurde auf Rang 14 als letzter Fahrer ohne Zeitverlust gewertet.
Die 2. Etappe endete mit einer Sprintankunft, wobei Bartlomiej Proc (Run & Race - Wibatech) hinter seinem polnischen Landsmann Marcin Budzinski (ATT Invests) auf Platz zwei spurten konnte. “Das hätten wir nicht besser machen können. Wir hatten keinen Fahrer in der Fluchtgruppe, aber der Tag war ziemlich entspannt und wurde nur zum Ende hin schnell gefahren“, äußerte sich Team Run & Race – Wibatech gegenüber RSN. Während die anderen deutschen Teams eine Top-Platzierung verpassten, erreichten die Sprinter der österreichischen Teams WSA - KTM Graz, Vorarlberg, Tirol - KTM sowie Hrinkow Advarics allesamt die Top Ten.
Bartlomiej Proj (Run & Race – Wibatech) sprintete auf den zweiten Platz der 2. Etappe. | Foto: Run & Race - Wibatech
Auf der 3. Etappe wurden die Grundsteine für die Gesamtwertung gelegt. Sechs Sekunden hinter Etappensieger Edgar Cadena (Petrolike) kam Schrettl ins Ziel, weitere acht Sekunden später erreichte eine Gruppe mit Fahrern der österreichischen Konti-Teams, darunter auch Peter, das Ziel. Der Schweizer Brun führte auf Rang 16 und mit 22 Sekunden Abstand zum Ersten die Klassementfahrer der deutschen Teams an. Mit dabei waren Adamietz, Ole Theiler (Rembe – rad-net), Sowinski sowie Patrick Reißig (Benotti – Berthold).
Die Entscheidung im Kampf um den Gesamtsieg fiel im finalen Anstieg zur Hutterer Höss, wobei 900 Höhenmeter absolviert werden mussten. Hier kam ein deutscher Fahrer als Erster an: Jannis Peter sicherte sich seinen ersten UCI-Sieg und schob sich mit seiner starken Attacke, welcher nur der Gesamtsieger Cadena folgen konnte, auch noch auf Platz zwei in der Gesamtwertung vor.
Für Rembe - rad-net erreichten Adamietz und Theiler mit 1:50 beziehungsweise 2:09 Minuten Abstand auf Rang 12 und 13 das Ziel und wurden damit Gesamtzwölfter (Adamietz) und – vierzehnter (Heiler). “Das Team hat Johannes vorne in den Anstieg gebracht. In der ersten Hälfte des Berges war er in den Top sieben, danach musste er aber reißen lassen“, resümierte Peplau gegenüber RSN.
Für Run & Race Wibatech landete Sowinski auf Rang 16 im Gesamtklassement sowie Brun für MyVelo auf Platz 22. Der beste Fahrer von Benotti-Berthold war Reißig auf Rang 25 in der Schlusswertung. “Für uns lief es gar nicht so schlecht, auch wenn die Berge herausfordernd waren. Die Sportler sind nicht komplett zufrieden, aber die Bergankunft am letzten Tag war absolut ehrlich. Uns fehlen noch die Top-Ergebnisse, jetzt geht es direkt weiter zur Slowenien-Rundfahrt“, resümierte Benotti-Bertholds sportlicher Leiter Lars Wackernagel.
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