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09.09.2024 | (rsn) – 2:36 Minuten Vorsprung auf Ben O'Connor (Decathlon – AG2R) hat Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) am Ende der 79. Vuelta a Espana ins Ziel in Madrid gebracht. Der Slowene hatte nach drei Wochen den zweitgrößten Vorsprung, den er bei einem seiner vier Gesamtsiege bei der Spanien-Rundfahrt hatte. Einzig 2021 war es mit 4:42 Minuten auf Enric Mas (Movistar) deutlich mehr.
Und rein sportlich schien Roglic in drei Wochen Vuelta auch klar der Stärkste zu sein. Trotzdem aber stand sein vierter Triumph am Schlusstag nochmal auf des Messers Schneide. Denn nachdem eine Krankheitswelle sein Team seit der Nacht von Freitag auf Samstag heimsuchte und auf der 20. Etappe zum Picon Blanco Aleksandr Vlasov arg schwächte sowie Nico Denz, Patrick Gamper und Daniel Felipe Martinez aus dem Rennen nahm, gab Roglic am Sonntagabend nach dem Abschluss-Zeitfahren zu: auch ihn hatte es erwischt.
"Ich war heute auch schon 20 Mal auf der Toilette. Aber ich war schon viel zu weit gekommen, das musste ich zu Ende bringen", sagte der Slowene und erklärte auf Nachfrage, ob ihn dasselbe Leid getroffen hat, wie seine Teamkollegen: "Ja, nicht so richtig, aber wirklich gut geht's mir auch nicht. Es ist wie es ist. Ich will nicht zu viel darüber sprechen. Ich habe es zu Ende gebracht und das werde ich feiern."
Schon während der Samstags-Etappe hatten spanische Medien berichtet, dass ein Team-Mitarbeiter von Red Bull – Bora – hansgrohe mit einer Salmonellenvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden sei. Der Sportliche Leiter Patxi Vila bestätigte nach der Etappe zum Picón Blanco dann mit Blick auf das Aus von Denz, Gamper und Martinez dann, dass eine Krankheitswelle das Team heimgesucht habe und erklärte: "Wir untersuchen momentan, ob eine Lebensmittelvergiftung der Grund ist."
Und Roglic war am Sonntag nicht der Einzige, der Probleme hatte. Auch sein Edelhelfer Florian Lipowitz, der den siebten Gesamtrang ins Ziel brachte, hatte seit Samstagabend zu kämpfen. "Ich hatte letzte Nacht Magenprobleme und konnte nicht wirklich schlafen. Deshalb war ich heute müde. Mir ging es wie meinen Teamkollegen, ich war supermüde heute Morgen", sagte der 23-Jährige laut cyclingnews.com.
So souverän Roglics Sieg schließlich dank seines klaren Vorsprungs schien, ein wenig Glück war also doch auch dabei, dass es ihn nicht schlimmer traf. "Es ist definitiv eine Herausforderung für uns, solche Dinge zu verhindern. Aber das ist für später. Jetzt ist erstmal Zeit, den Sieg zu genießen", wollte er sich damit aber im Moment des Triumphs erstmal nicht weiter aufhalten.
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