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05.02.2024 | (rsn) - Bike Aid war das einzige deutsche Kontinental-Team, das in der vergangenen Woche einen UCI-Renneinsatz hatte. Die saarländische Equipe bestritt am Samstag in der Türkei den GP Apollon Temple (1.2). Nachdem dort im Vorjahr noch Adrian Zuger Rang zwei belegt hatte, sprang dieses Mal nur Rang sechs durch den Franzosen Leo Bouvier heraus.
Pech hatte Kapitän Pirmin Eisenbarth, der 30 Kilometer vor dem Ziel in einen Sturz verwickelt war und sich dabei am Handgelenk verletzte. Zwar musste der 28-Jährige das Rennen aufgeben, sein Start bei der am Donnerstag beginnenden Tour of Antalya (2.1) ist aber nicht gefährdet. "Das Handgelenk ist nur verstaucht. Heute ist es schon viel besser und bis zur Tour of Antalya sollte es kein Problem mehr sein", gab Eisenbarth am Sonntag gegenüber radsport-news.com Entwarnung
Als Vorbereitung auf ihre ersten UCI-Einsätzen bestreiten derzeit die Teams P&S Metalltechnik - Benotti und rad-net - Oßwald ihre ersten Rennen auf Mallorca - und das mit einigem Erfolg. Zum Auftakt der mehrere Eintagesrennen umfassenden Un Hivern a Mallorca gewann Anton Albrecht (P&S Metalltechnik - Benotti) das 6,2 Kilometer lange Bergzeitfahren hinauf zum Mirador de Cala Torta mit sieben Sekunden Vorsprung auf den für rad-net - Oßwald fahrenden Tobias Müller. Im Vorderfeld landeten auch Müllers Teamkollegen Moritz Czasa (4.), Bruno Kessler (9.) und Benjamin Boos (10) sowie Albrechts Mannschaftskollege Lui Bengelsdorf (8.).
"Das war ein genialer Einstand", freute sich Albrecht gegenüber radsport-news.com über seinen Coup an dem sehr unrhythmischen Anstieg, der mit mehreren steilen Abschnitten gespickt war. "Es war richtig schwer, aber mit den Bergabpassagen am Ende auch technisch anspruchsvoll", fügte er an
Am Sonntag stand der zweite Lauf der Serie mit Ziel in Manacor auf dem Programm. Dabei setzte sich im Sprint der 18-Jährige Kessler durch und sorgte für den zweiten deutschen Sieg in Folge. Der Youngster Kessler führte sein rad-net-Team auf die letzten zwei Kilometer, als hinter ihm zwei seiner Mannschaftskollegen in einer Kurve stürzten, wodurch eine Lücke entstand. Zwar konnten von hinten nochmals ein paar Fahrer aufschließen, doch Kessler erwies sich auch aus der kleinen Gruppe als der stärkste Fahrer.
"Ein toller Sieg für Bruno, der leider auch einen bitteren Beigeschmack hat. Denn eigentlich ist er den Sprint angefahren, aber in einem Kreisverkehr sind hinter ihm Benjamin Boos und Tobias Müller gestürzt, wobei sich Müller das Schlüsselbein brach", berichtete der Sportliche Leiter Ralf Grabsch gegenüber radsport-news.com mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Kessler, der seine erste U23-Saison bestreitet, gab gegenüber radsport-news.com zu Protokoll, dass er "vielleicht etwas übermotiviert" in den Kreisverkehr gefahren sei, so dass seine Teamkollegen zu viel Risiko gehen mussten, um sein Hinterrad zu halten und schließlich auf einem Sandstreifen wegrutschten.
Durch die Stürze ging hinter Kessler die Lücke auf und dieser fuhr daraufhin "ein bis zwei Minuten all-out", bis eine acht Fahrer starke Verfolgergruppe sich anschickte, wieder zu ihm aufzuschließen. "Dann habe ich wieder etwas ruhiger gemacht und mich einen knappen Kilometer vor dem Ziel dort wieder eingereiht", so Kessler, der 200 Meter vor dem Ziel seinen siegreichen Sprint eröffnete. "Dass ich die letzten Meter noch mal so gut sprinten könnte, hätte ich nicht gedacht, da ich auch nicht der reine Sprinter bin. Das war schon stark gemacht", ergänzte Kessler zufrieden.
Bester Fahrer von P&S Metalltechnik - Benotti war Tobias Nolde auf Rang Fünf. Sein Teamkollege Albrecht, der wie der Rest der Mannschaft 30 Kilometer vor dem Ziel gestürzt war, konnte dabei seine Gesamtführung verteidigen. "Unser Minimalziel haben wir erreicht, nämlich Gelb verteidigt. Jetzt heißt es nach den Stürzen Wunden lecken, Material in Ordnung bringen und dann geht es weiter. Beim Sturz konnten wir nichts machen. Ein Fahrer ist in Simon (Baldus) reingefahren, der auf der ersten Position fuhr und wir dahinter", sagte Nolde.
rad-net - Oßwald war in der vergangenen Woche auch auf der Bahn im Einsatz. Beim Track Nations Cup im australischen Melbourne sicherten sich Roger Kluger und Theo Reinhardt im Madison hinter den Neuseeländern die Silbermedaille. Im Omnium belegte Kluge Rang sechs. Mit Theo Reinhardt, Tobias Buck-Gramcko, Felix Groß und Nicolas Heinrich stand zudem ein rad-net-Quartett in der Mannschaftsverfolgung am Start. Allerdings schied die deutsche Auswahl in der ersten Runde gegen Japan aus.
Im Gelände unterwegs war dagegen Silas Köch vom Rembe Pro Cycling Team Sauerland. Der 20-Jährige belegte im Trikot der deutschen Nationalmannschaft bei der Cross-WM im tschechischen Tabor Rang 48 im U23-Rennen.
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