RSNplusRSN-Rangliste, Platz 25

Badilatti: Im neuen Team zum Leistungsträger entwickelt

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Badilatti: Im neuen Team zum Leistungsträger entwickelt"
Matteo Badilatti (Q36.5) | Foto: Cor Vos

17.12.2023  |  (rsn) – Nach insgesamt drei Jahren auf WorldTour-Niveau war Matteo Badilatti in der Saison 2023 eine Liga tiefer unterwegs. Nach seinem Wechsel von Groupama – FDJ zu Q36.5 entwickelte sich der Schweizer beim neuen Zweitdivisionär schnell vom Helfer zum Leistungsträger.

Schon bei seinem Saisondebüt feierte Badilatti den ersten UCI-Sieg seiner Karriere, als er bei der Tour du Rwanda (2.1) aus einer acht Fahrer starken Ausreißergruppe heraus die 6. Etappe für sich entschied. Bereits 35 Kilometer vor dem Ziel hatte der Q36.5-Neuzugang seine Kontrahenten attackiert, um schließlich einen ungefährdeten Soloerfolg einzufahren.

___STEADY_PAYWALL___

"Der Sieg bedeutete mir sehr viel. Wir sind von Anfang an offensiv gefahren, das wurde heute belohnt. Bei meiner Attacke war ich schon recht zuversichtlich, dass ich es bis ins Ziel schaffen würde", erklärte Badilatti nach seinem Coup.

In seiner ersten Saison beim Zweitdivisionär Q36.5 präsentierte sich Matteo Badilatti vor allem bei anspruchsvollen Rundfahrten von seiner besten Seite. | Foto: Cor Vos

Zwar musste er die Rundfahrt auf der Schlussetappe vorzeitig beenden, doch im weiteren Saisonverlauf mischte der 31-Jährige in den Gesamtklassements immer wieder vorne mit. Bei der Slowenien-Rundfahrt (2.Pro) etwa verpasste er als Elfter noch knapp den Sprung in die Top Ten. Der glückte Badilatti dann aber Anfang Juli bei der Sibiu Tour (2.1), als er auf der 2. Etappe als Zweiter der Bergankunft am Balea Lac den Grundstein für seinen vierten Platz in der Gesamtwertung legte.

In Rumänien hatte Badilatti zwischenzeitlich sogar den Gesamtsieg vor Augen. Denn nach der 3. Etappe schlüpfte er ins Gelbe Trikot und ging auch als Gesamtführender in das abschließende Einzelzeitfahren. Dort lief es aber nicht ganz nach Wunsch, sodass der Kletterspezialist noch auf Platz vier abrutschte.

Während er bei der Tour de l`Ain (2.1) als Zwölfter erneut an den Top Ten kratzte, verbuchte Badilatti zum Saisonfinale im Schlussklassement der Türkei-Rundfahrt (2.1) noch einmal ein Spitzenergebnis. Mit den Plätzen fünf und neun an den beiden Bergankünften sicherte er sich Rang fünf der Gesamtwertung.

Zum Saisonabschluss gelang dem Schweizer Kletterspezialisten bei der Türkei-Rundfahrt noch einmal ein fünfter Platz. | Foto: Cor Vos

"Die Saisonbilanz fällt positiv aus. Neben meinem Sieg in Ruanda war ich bei den Bergetappen anderer Rundfahrten absolut konkurrenzfähig", zeigte sich Badilatti im Gespräch mit radsport-news.com ausgesprochen zufrieden. In seinem zweiten Jahr bei Q36.5 will er sich weiter verbessern. "Ich bin zuversichtlich, dass ich in der kommenden Saison eine weitere deutliche Entwicklung nehmen werde", sagte er selbstbewusst.

Konkrete Ziele konnte Badilatti nicht benennen, da sein Rennkalender noch nicht feststeht. Als Zweitdivisionär ist Q36.5 nämlich auf Wildcards für die WorldTour-Rennen angewiesen. Insgesamt aber möchte Badilatti "bei den schweren Rennen vorne aktiv dabei sein. Das Ziel ist es, in den Anstiegen den Fans viel Freude bereiten zu können. Ich freue mich schon darauf", schloss er.

Data powered by FirstCycling.com

Mehr Informationen zu diesem Thema

06.01.2024Die Radsport-News-Jahresrangliste 2023 im Ãœberblick

(rsn) – Auch in diesem Jahr haben wir wieder mit Hilfe eines eigens dafür erstellten Punkteschlüssels den besten Fahrer des deutschsprachigen Raums ermittelt. In unserer Rangliste finden Sie die P

06.01.2024Hirschi: Trotz Handgelenksbruch reihenweise Top-Ergebnisse

(rsn) – Ein Etappensieg bei einer Grand Tour oder ein Erfolg bei einem großen Klassiker ist Marc Hirschi (UAE Team Emirates) in der vergangenen Saison verwehrt geblieben. In der gesamten WorldTour-

05.01.2024Küng: Achterbahnfahrt knapp unter den eigenen Ansprüchen

(rsn) – Auf Gran Canaria ist Stefan Küng ins neue Jahr gestartet. Der 30-Jährige verbringt, bevor in der kommenden Woche die Teampräsentation von Groupama – FDJ für die neue Saison ansteht, no

04.01.2024Gall: “Spätzünder“ mit steiler Entwicklungskurve

(rsn) – Als erst vierter Straßenradfahrer wurde Felix Gall (AG2R - Citroën) in Österreich als Sportler des Jahres ausgezeichnet. Maßgeblich dafür war seine herausragende Leistung bei der Tour d

03.01.2024Großschartner: Begeistert von erster Saison an Pogacars Seite

(rsn) – Im vergangenen Winter zog es Felix Großschartner in die Vereinigten Arabischen Emirate. Nach dem Wechsel von Bora – hansgrohe zu UAE Team Emirates wurde “Edelhelfer mit Freiheiten“ zu

02.01.2024Schmid: Die starken Leistungen des Vorjahrs bestätigt

(rsn) – Als Fünfter der Rangliste 2023 hat Mauro Schmid (Soudal – Quick-Step) sein starkes Ergebnis aus dem Vorjahr, als er sogar den dritten Platz belegt hatte, eindrucksvoll bestätigt. Der Sch

01.01.2024Kämna: Richtig guten Sport geboten

(rsn) - Lennard Kämna (Bora - hansgrohe) kann auf eine starke Saison zurückblicken und wurde im rsn-Ranking folgerichtig bester Deutscher. Der Schlüssel zum Erfolg für den 27-Jährigen war, dass

31.12.2023Politt: Mit langem Anlauf zum ersten Zeitfahrtitel

(rsn) - Seit 2016 landete Nils Politt (Bora - hansgrohe) bei den Deutschen Zeitfahrmeisterschaften immer unter den besten Fünf. Nur ein Sieg war ihm bisher nicht vergönnt gewesen. Dies änderte sic

30.12.2023Engelhardt: Riesenschritte in der ersten Profisaison

(rsn) – Sein großes Talent zeigte Felix Engelhardt bereits 2022, als er in Portugal Straßen-Europameister wurde. Noch besser lief es in seiner ersten Saison bei den Profis: Mit zwei UCI-Siegen un

29.12.2023Zwiehoff: Aus dem Experiment wurde ein voller Erfolg

(rsn) – Die Geschichte von Ben Zwiehoff ist inzwischen hinlänglich bekannt. Der gehobene Mittelklassemountainbiker – sein bestes Ergebnis im Weltcup war Platz 23 in Nove Mesto – und Gelegenheit

28.12.2023Zimmermann: Perfekter Dauphiné-Tag macht Lust auf mehr

(rsn) – Georg Zimmermann (Intermarché - Circus - Wanty) hat auch 2023 bewiesen, dass er zu Deutschlands besten Radprofis zählt. Der Augsburger feierte einen Etappensieg beim Critérium du DauphinÃ

28.12.2023Konrad: Viele Helferaufgaben im finalen Bora-Jahr

(rsn) – Es war für Patrick Konrad (Bora – hansgrohe) eine lange Saison, die vor allem eine große Veränderung mit sich brachte. Denn nach zehn Jahren verlässt der Niederösterreicher die Raubli

Weitere Radsportnachrichten

25.12.2024Auch Colombo und vier Kollegen verlassen Q36.5

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

25.12.2024Im Überblick: Die Transfers der Männer-Profiteams für 2025

(rsn) – Nachdem zahlreiche Transfergerüchte seit Monaten in der Radsportwelt zirkulieren, dürfen die Profimannschaften seit dem 1. August ihre Zu- und Abgänge offiziell bekanntgeben. Radsport

24.12.2024Der größte Sieg war jener über Long-Covid

(rsn) – Es war eine Saison voller Höhen und Tiefen für Marlen Reusser (SD Worx – Protime), wobei vor allem in der zweiten Saisonhälfte die Tiefe übernahm – und zwar komplett. Denn die Schwe

24.12.2024Top-Sprinter mit starkem Sinn für Realismus

(rsn) - Mit zwei Siegen und insgesamt 21 Top-Ten-Resultaten bei UCI-Rennen zeigte Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) auch 2024, dass er zu den schnellsten Männern im Feld zählt. Mit seiner Saison w

24.12.2024Mit 36 Jahren noch immer einer der Besten

(rsn) – Seit vielen Jahren gehört Riccardo Zoidl (Felt – Felbermayr) zu den absolut besten Fahrern Österreichs. 2013 erlebte er seinen absoluten Durchbruch, wo er sich mit zahlreichen Rundfahrts

24.12.2024Hamilton bricht sich das Schlüsselbein bei Trainings-Crash

(rsn) – Chris Hamilton, Tim Naberman und Oscar Onley sind am letzten Tag des Dezember-Trainingslagers des Teams dsm-firmenich – PostNL, das ab Januar Picnic – PostNL heißen wird, gestürzt. Wä

24.12.2024Die Trikots der Women´s WorldTeams für die Saison 2025

(rsn) – Auch die Teams der Women’s WorldTour zeigen ihre Trikots für die Saison, teilweise in gemeinsamen Präsentationen mit ihren männlichen Kollegen. Den Anfang machte in diesem Winter das US

24.12.2024Horror-Jahr mit zwei Knie-OPs: “Ich saß weinend auf dem Rad“

(rsn) – Sie war gemeinsam mit Teamkollegin Antonia Niedermaier der Shootingstar im deutschen Frauen-Radsport und nach ihrem Tour-de-France-Etappensieg in Albi am 27. Juli 2023 die gefeierte Heldin.

24.12.2024Die Radsport-News-Jahresrangliste der Frauen 2024

(rsn) - Wie bei den Männern so blicken wir traditionell am Jahresende auch auf die Saison der Frauen zurück und stellen die besten 15 Fahrerinnen unserer Jahresrangliste vor. Wir haben alle UCI-Ren

24.12.2024Die Radsport-News-Jahresrangliste der Männer 2024

(rsn) - Auch diesmal starten wir am 1. November mit unserer Jahresrangliste. Wir haben alle UCI-Rennen der vergangenen zwölf Monate (1. November 2023 bis 31. Oktober 2024) ausgewertet - nach unserem

23.12.2024Eine Saison, die keinen Grund zur Klage gab

(rsn) – Auch wenn er gegenüber RSN nicht von einer perfekten ersten Saisonhälfte sprechen wollte, so war Tim Torn Teutenberg (Lidl – Trek Future Racing) doch sehr nahe dran. Dazu wurden seine st

23.12.2024Van der Poel gräbt den Schatz am Silbersee aus

(rsn) – Am Zilvermeer in Mol hat Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) bei seinem zweiten Saisoneinsatz den zweiten Sieg gefeiert. Dabei war der Weltmeister - obwohl er es in der Anfangsphas

RADRENNEN HEUTE
  • Keine Termine