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30.11.2023 | (rsn) – Der Übergang zu den Profis ist Arthur Kluckers (Tudor ProCycling) bestens gelungen. Hilfreich dabei war dem Luxemburger, der 2022 noch für das Kontinental-Team Leopard fuhr, seine Stagiaire-Zeit bei UAE im Herbst. “Es hat auf jeden Fall geholfen, dass ich bei ein paar Rennen letztes Jahr schon auf Profiniveau fahren durfte“, berichtete Kluckers gegenüber radsport-news.com.
Im ersten Halbjahr 2023 ging es zunächst darum, als Helfer zu überzeugen und sich auf dem höheren Niveau zurechtzufinden. Schließlich waren WorldTour-Rennen von der UAE Tour, Tirreno-Adriatico und Mailand – Sanremo über das Amstel Gold Race und der Tour de Romandie bis zur Tour de Suisse für ihn komplettes Neuland. "Da ist das Niveau nochmals um ein gutes Stück höher. Das konnte ich dieses Jahr erfahren“, so Kluckers, der wenig überraschend in der ersten Saisonhälfte auch kein Ergebnis einfahren konnte.
___STEADY_PAYWALL___Vor allem bei Tirreno – Adriatico jedoch profitierte er vom deutlich höheren Niveau. "Tirreno war ein wichtiger Schritt in meiner Weiterentwicklung. Ich konnte dort viel für die Zukunft mitnehmen“, sagte der 23-Jährige, der das “Rennen zwischen den beiden Meeren“ auf Rang 73 beendete. Besonders positiv war, dass Kluckers bei all seinen WorldTour-Einsätzen bis zum Ende durchhielt.
Gleich in seiner ersten Profisaison kam Arthur Kluckers (Tudor) bei zahlreichen WorldTour-Rennen zum Einsatz, hier beim Amstel Gold Race im April. | Foto: Cor Vos
In der zweiten Saisonhälfte lief es dann auch in Sachen Ergebnissen deutlich besser, wenn auch nicht auf WorldTour-Niveau: Ein zweiter Platz bei den Luxemburgischen Zeitfahrmeisterschaften, Rang acht bei der Tour du Poitou Charentes (2.1) sowie Platz elf bei der Luxemburg-Rundfahrt (2.Pro) konnten sich durchaus sehen lassen. "Im Laufe der Saison konnte ich mich immer mehr an die Profirennen anpassen. Es gibt zwar noch viel Spielraum nach oben, aber verstecken muss ich mich nicht“, lautete die Selbsteinschätzung des Tudor-Neuzugangs.
Die Luxemburg-Rundfahrt im September war auch das große Highlight des Jahres – nicht nur weil es sich um sein Heimspiel handelte. "Hier habe ich gezeigt, dass ich bei solchen Rennen um die vorderen Plätze mitfahren kann“, sagte Kluckers über sein letztes Mehretappenrennen der Saison, die für ihn nur eine Enttäuschung bereithielt: die wegen einer Erkrankung verpasste WM-Teilnahme.
In der zweiten Saisonhälfte erhielt der 23-jährige Kluckers bei kleineren Rennen wie der Czech Tour (Foto) auch zunehmend Freiheiten. | Foto: Cor Vos
In Folge eines Sturzes beim Münsterland-Giro (1.Pro) konnte er seine letzten drei Rennen aber nicht zu Ende fahren. "Der Sturz in Kombination mit mehr Müdigkeit im Körper am Saisonende hat dann dazu geführt, dass ich die letzten zwei Rennen in Italien nicht gut drauf war“, erklärte Kluckers. Insgesamt aber war er mit seiner ersten Profisaison zufrieden. “Ich konnte viel lernen und so auch Schritt für Schritt in der professionellen Radsportwelt Fuß fassen. Ich bin eine stabile Saison gefahren und konnte so meinen Beitrag zum Teamerfolg leisten“, bilanzierte er.
Insgesamt fühlt er sich bei Tudor sehr wohl. “Das Motto des Teams: ‘Swiss, Human, Performance‘ wird täglich gelebt. Es hat am Anfang vielleicht etwas gedauert, bis wir uns zurechtfanden. Aber dies lag daran, da alle im Team neu waren. Aber das hat auch relativ schnell geklappt. Das Team vertraut mir und so konnte ich viele große Rennen bestreiten. Dafür bin ich auch sehr dankbar, denn ich mag diese Rennen sehr“, so Kluckers rückblickend.
Da sein Rennkalender noch nicht feststeht, konnte Kluckers noch nichts über seine konkreten Ziele für 2024 sagen. Künftig aber möchte er sich bei bergigen einwöchigen Rundfahrten in Szene setzen. Vielleicht gelingt ihm das schon in seinem zweiten Jahr bei Tudor.
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